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Gesundheit
Ratgeber Gesundheit: Was sind Antioxidantien?

Dass Menschen Antioxidantien brauchen, um fit und vital zu sein und bleiben – diese Information erhalten sie regelmäßig aus den Medien, von Ärzten oder in der Apotheke. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem sperrigen Begriff? Eine Antwort darauf liefert der folgende Artikel; Jacqueline Hütters aus Herford erklärt hingegen die Praxis und, wie es sich ausschließlich mit Rohkost auf dem Speisenplan lebt.

Mittwoch, 21.10.2020, 02:17 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 02:30 Uhr
Gesundheit: Ratgeber Gesundheit: Was sind Antioxidantien?
Schon gewusst? Spinat ist einer der größten Vitamin-C-Lieferanten im Gemüseregal. 100 Gramm Spinat enthalten 50 Gramm Vitamin C. Foto: pixabay.com © ponce_photography

Antioxidantien kämpfen gegen freie Radikale

Diese wiederum entstehen im Körper. Rein biologisch betrachtet handelt es sich dabei um Sauerstoffverbindungen, die durch externe Einflüsse erst im Körper entstehen können. Das heißt: Gifte in der Umwelt, Medikamente, Abgase und sogar UV-Strahlen können die Bildung dieser Sauerstoffverbindungen im Körper bedingen. Die Folge: Zellschäden. Und das wiederum kann bedeuten, dass der Körper anfälliger ist für Krankheiten und beispielsweise auch schneller altert. Unterm Strich kämpfen Antioxidantien nicht nur gegen freie Radikale, sondern reduzieren in ihrem Kampf auch den sogenannten oxidativen Stress.

Carotinoide sowie die Vitamine C und E sind die wichtigsten Lieferanten von Antioxidantien. Damit der Körper sogenannte Carotine aufnehmen kann, müssen Gemüsesorten, die viele Carotinoide enthalten – etwa Tomaten, Karotten oder rote Paprika – übrigens erst gegart werden. Nur wenn diese Carotinoid-Lieferanten mit etwas Fett und vorsichtig gekocht werden, kann der Körper später das Carotin auch verwerten.

Zu den größten Vitamin-C-Lieferanten gehört beispielsweise Spinat. 100 Gramm des grünen Gemüses enthalten 50 Gramm Vitamin C. Auch rote Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Petersilie, schwarze Johannisbeeren, Guave, Sanddorn und Hagebutte liefern viel Vitamin C und unterstützen so die Bildung von Antioxidantien im Körper. Wichtig: Zu hohe Hitze mag Vitamin C ebenso wenig wie eine lange Lagerung. Deswegen sollten Vitamin-C-haltige Lebensmittel am besten zeitnah und roh verzehrt werden.

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Schon gewusst? Spinat ist einer der größten Vitamin-C-Lieferanten im Gemüseregal. 100 Gramm Spinat enthalten 50 Gramm Vitamin C. Foto: pixabay.com © RitaE

Zu den größten Vitamin-E-Lieferanten gehören Pflanzen. Vor allem Öle (Sonnenblumenöl, Distelöl, Rapsöl, Olivenöl und Weizenkeimöl) sind reich an Vitamin E. Auch Roggenprodukte, Vollkornkekse sowie Ölsardinen, Aal und Eigelb sind reich an Vitamin E. Grundsätzlich ist eine schonende Zubereitung ratsam. Dünsten ist die bessere Wahl als Anbraten bei hohen Temperaturen. Da vor allem viele Öle Vitamin E enthalten, gibt es darüber hinaus auch noch diesen Tipp: Öle sollte am besten dunkel gelagert werden.

Ab und an ist eine Extra-Portion an Antioxidantien gut für den Körper

Muss der menschliche Körper besonders große Herausforderungen meistern, kann eine Extra-Portion an Antioxidantien hilfreich sein. Dann können Spezialprodukte helfen.

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Um dem Körper zusätzlich etwas Gutes zu tun, können Nahrungsergänzungsmittel eine gute Wahl sein. Astaxanthin zählt in der Riege der Antioxidantien zu den stärksten. Foto: pixabay.com © ivabalk

Astaxanthin beispielsweise gilt als eines der stärksten Antioxidantien. Der Stoff gehört zur Gruppe der Carotinoide, die ihn per se schon als Antioxidans klassifizieren. Wer noch nie etwas von Astaxanthin gehört hat, kennt vielleicht Beta-Carotin, das Astaxanthin sehr ähnlich ist, und als Vitamin-A-Vorstufe vielen bekannt sein dürfte. Der Unterschied ist jedoch die Astaxanthin Wirkung , den Astaxanthin soll stärker als Beta-Carotin und stärker als Vitamin E sein. Der Effekt: Eine hochdosierte Einnahme von Astaxanthin kann das Immunsystem stärken und dem sogenannten oxidativen Stress vorbeugen. Beim Qualitätsführer yoyosan gibt es den Stoff beispielsweise in Form von Astaxanthin forte-Kapseln.

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Das Coenzym Q19 kann auch äußerlich wirken - beispielsweise in Cremes und Lotions. Foto: pixabay.com © silviarita

Auch das Coenzym Q10 gehört in die Riege der Antioxidantien. Mit wissenschaftlichem Namen heißt dieses übrigens Ubiquinol. Bekanntheit erlangte Q10 allerdings vor allem in der Kosmetikindustrie. Dort soll es – laut Angaben der Hersteller – für einen Anti-Aging-Effekt sorgen, wie sich frau ihn wünscht.

Q10 gibt es mittlerweile in verschiedenen Darreichungsformen – als klassisches Nahrungsergänzungsmittel, um im kompletten Körper als Antioxidans zu wirken, oder als Creme oder Lotion, wenn Q10 bemüht wird, um der Haut etwas Gutes zu tun. Interessanterweise wird Ubichinon sogar vom Körper selbst produziert. Der fettlösliche Stoff erinnert sehr an die Vitamine E und K. Vor allem in der Leber aber auch im Herz sind Q10-Vorkommen bekannt. Dass Q10 „künstlich“ zugeführt wird, hat übrigens durchaus seine Berechtigung, denn gerade im Alter wird die Fähigkeit, dieses Antioxidans selbst zu produzieren, immer geringer.

Lutein, ein anderes gesundheitsförderndes Antioxidans, ist vor allem der älteren Generation bekannt, die an Makuladegeneration leidet . Lutein gehört auch in die Kategorie der Carotinoide und soll nicht zuletzt deswegen einen positiven Effekt auf die Augengesundheit haben. Neu ist die Idee übrigens nicht, denn bereits seit den 1980er Jahren sind Wissenschaftler darüber im Gespräch, dass Lutein (gemeinsam mit Zeaxanthin) quasi das Makulapigmet sei, das bei einer Makuladegeneration erkrankt. Anders als das bereits erwähnte Beta-Carotin ist Lutein keine Vorstufe von Vitamin A. Da Lutein vom Körper nicht in Eigenregie produziert werden kann, kann es eine wichtige Präventivmaßnahme sein, Lutein aufzunehmen, um die Funktion als Antioxidans und Blaulichtfilter zu erhalten. Im Auge übernehmen sie so die Funktion einer integrierten Sonnenbrille. Sie filtern blaues Licht, wirken antioxidativ und könnten so aktiv gegen der Schädigung der Netzhaut entgegenwirken.

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