Sonderveröffentlichung

Wissenschaft
Kinderwunsch – Was ist anders in Zeiten von Corona?

Noch nie war das Leben für Paare mit so vielen Unsicherheiten behaftet wie seit Beginn der Pandemie. Frauen, die jetzt schwanger werden wollen, denken natürlich auch an Corona. Wie gefährlich ist das Virus für mich und mein Kind, wenn es klappt? Wie sieht unsere Zukunft aus? Das kann sich auch auf die Psyche und damit auf den Kinderwunsch auswirken.

Dienstag, 19.01.2021, 05:57 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 09:04 Uhr
Wissenschaft: Kinderwunsch – Was ist anders in Zeiten von Corona?
Foto: Colourbox

Kinderwunsch in Pandemiezeiten – Körper und Psyche

Bei einem Kinderwunsch sind für den Körper vor allem eine gute Nährstoffversorgung, Bewegung und ausreichend Ruhephasen wichtig. Das lässt sich auch in Corona-Zeiten oft recht einfach umsetzen. Vollwertige Produkte wie Vollkorn, Gemüse und Obst, aber auch Milchprodukte, Fisch und Fleisch sind nach wie vor ausreichend erhältlich. Außerdem lässt sich die Fruchtbarkeit erhöhen indem Nahrungsergänzungen gezielt wichtige Stoffe wie Folsäure zuführen.

Ebenso Bewegung an frischer Luft ist jetzt noch möglich – es muss ja nicht unbedingt das Fitnessstudio sein. Und Ruhephasen hat wohl so mancher gerade mehr, als ihm oder ihr lieb ist.

Kinderwunsch hat jedoch auch viel mit der Psyche zu tun – und die muss zu Corona-Zeiten einiges aushalten.

Corona und die neue Paardynamik

Die Möglichkeiten für Aktivitäten außer Haus sind deutlich eingeschränkt. Die Folge: Viele Partner verbringen aktuell wesentlich mehr Zeit miteinander als vor der Pandemie. Das gilt auch für Paare mit Kinderwunsch. Corona könnte durch die Nähe und mehr Zeit für Sex die Erfüllung eben dieses Wunsches fördern.

So viel Nähe kann aber auch zu Spannungen unter den Partnern führen. Der Ausgleich durch soziale Kontakte, Kultur und Freizeit fehlt und plötzlich werden selbst kleine Marotten zum großen Problem. Das stresst beide Geschlechter – und wirkt sich damit auch auf die Fruchtbarkeit aus. Manche Personen überdenken sogar den Kinderwunsch und vielleicht sogar den aktuellen Partner, der vor Corona noch geeignet erschien.

Schwanger werden kann aber mit Corona auch einfacher werden. Dann nämlich, wenn die Paare die gemeinsame Zeit genießen und die Isolation positiv wahrnehmen. Das kann die Partner psychisch entspannen und so den Kopf frei für das ersehnte Kind machen. Hier fällt die Ausgangssperre als Stressfaktor weg.

Corona und Existenzsorgen

Den Kinderwunsch kann Corona aber auch anders ausbremsen. Kurzarbeit, Jobverlust, wenige oder gar keine Perspektiven: Das schlägt auf die Psyche. Zukunftsängste führen mitunter zur Entscheidung gegen ein Kind. Oft verursachen sie außerdem Stress, der dann die Fruchtbarkeit spürbar mindern kann. Gerade älteren Frauen, die trotz Corona ihren Kinderwunsch verfolgen wollen, macht die Psyche dann einen Strich durch die Rechnung.

Corona und die Angst vor dem Virus

Die Angst vor dem Virus selbst kann ebenfalls ein psychischer Stressfaktor sein . Was, wenn ich jetzt schwanger werde und Corona bekomme? Schadet eine Infektion meinem Kind? Zwar gibt es bei Schwangeren Hinweise auf eher milde Verläufe und auch keine Indizien, dass die Infektion der Mutter oder dem Ungeboren schadet. Der drängende Gedanke im Hinterkopf aber bleibt.

In Corona-Zeiten die Fruchtbarkeit fördern und schwanger werden

Um die Fruchtbarkeit zu fördern, steht beim Kinderwunsch während der Corona-Pandemie also die Psyche im Vordergrund. Entspannung, Stress vermeiden und Druck wegnehmen, das ist in dieser Zeit besonders wichtig.

Hier helfen verschiedene Strategien:

Entspannungstechniken für die Psyche

Wer aus dem Alltag nicht aussteigen kann, schlecht schläft und permanent angespannt ist, schadet der eigenen Fruchtbarkeit. Entspannungstechniken helfen, den Ausstieg aus dem Teufelskreis zu finden. Für den Kinderwunsch gibt es keine spezielle Technik als Allheilmittel. Die Psyche muss auf die Technik ansprechen. Für die einen kann das etwa autogenes Training sein, für die anderen Meditation. Wieder andere entfliehen dem Druck mit einer Fantasiereise.

Viele Techniken wurden bis zur Pandemie zwar in Präsenzkursen gelehrt. Die meisten Entspannungstechniken lassen sich aber auch recht einfach aus Büchern oder in Online-Kursen erlernen. Wenn der Kinderwunsch also eher an der Psyche durch die besondere Situation scheitert, können sich Betroffene auch in dieser Zeit gut selbst helfen.

Neue Alltagsstrategien mit Corona

Der Kinderwunsch ist noch da. Aber sonst hat Corona das Leben vieler Paare stark verändert. Manchem fehlt jetzt durch Arbeitslosigkeit jegliche Struktur, andere müssen ihre Arbeit und die Freizeit völlig neu organisieren. Einige arbeiten jetzt sogar noch mehr als vor der Pandemie.

Deshalb funktionieren bewährte Strategien im Alltag nicht mehr und es wird Zeit, neue Strukturen zu schaffen, um psychisch belastende Situationen zu entspannen.

Was mache ich wann am Tag? Wie kriege ich das mit dem Homeoffice hin? Diese Strukturfragen kann jedes Paar gemeinsam angehen. Gute Ankerpunkte im Alltag sind Mahlzeiten. So wird dann nicht nur mit frischen, nährstoffreichen Zutaten gekocht. Die gemeinsamen Mahlzeiten schaffen Orientierung, die verlorengegangen ist. Rundherum gruppieren sich dann Blöcke wie „Arbeit“, „spazieren gehen“ oder „einkaufen“.

Diese Struktur gibt Halt und reduziert so nachhaltig mentalen Stress. Das fördert die Fruchtbarkeit, sodass Frauen mit Kinderwunsch auch schwanger werden, obwohl das Corona-Virus noch nicht verschwunden ist.

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