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7 Ursachen, warum Ihr Auto im Winter nicht anspringt

Schnee und Frost sind des Autos größten Feinde. Schlimmstenfalls bremsen sie es sogar komplett aus. Der Motor heult und rattert, will aber nicht anspringen. Woran kann das liegen? Hier sind 7 Ursachen, warum das Auto im Winter streikt.

Montag, 25.01.2021, 15:03 Uhr
Auto: 7 Ursachen, warum Ihr Auto im Winter nicht anspringt
Foto: unsplash

Ursache 1: Die Batterie ist leer

Im Winter arbeitet die Autobatterie auf Hochtouren. Der Grund: Die extreme Kälte wirkt sich auf die Ladekapazität aus. Anders ausgedrückt: Die Batterie speichert weniger Strom als normalerweise – oft so wenig, dass sie nicht einmal mehr die nötige Spannung zum Starten aufbringt.Schon im Vorfeld macht die leere Batterie auf sich aufmerksam. Spätestens bei auffälligen Leiergeräuschen des Anlassers sollten Sie hellhörig werden. Jetzt heißt es handeln. Ob mit dem Ladegerät oder mit einer ausgiebigen Fahrt um den Block – laden Sie so schnell wie möglich nach.

Gibt der Anlasser nur noch ein Knacken von sich, ist die Zeit abgelaufen. Hier hilft nur noch ein Starthilfekabel. Am besten lassen Sie die Batterieleistung nicht so weit abfallen. Verzichten Sie so oft wie möglich auf unnötige Energieschlucker. Zum Beispiel: Warten Sie beim Losfahren ein paar Minuten mit der Sitzheizung oder der Heckscheibenheizung. Genauso wichtig ist eine regelmäßige Reinigung der Batterie – aus gutem Grund. Sammelt sich zu viel feuchter Schmutz an, kommt es über kurz oder lang zu Kriechströmen. Und diese entladen die Autobatterie. Wer sein Auto zu lange stillliegen lässt, riskiert einen Totalausfall. Nicht selten wird die Batterie tiefenentladen.

Gut zu wissen: Anschieben im zweiten Gang ist nicht immer problemlos möglich. Nur bei Schaltgetriebe und einer Restspannung in der Batterie zeigt der alte Trick Wirkung. Bei Automatikgetriebe funktioniert die altbewährte Starthilfe nicht.

Ursache 2: Zähflüssiges Motoröl

Motoröle mit besonders hoher Viskosität werden schnell zähflüssig – vor allem bei Kälte. Ist dies der Fall, tut sich der Anlasser beim Starten des Motors schwer.Nicht selten ist das Öl inzwischen dick wie Honig. Kein Wunder, dass die Pumpe es nicht mühelos zu allen essenziellen Schmierstellen im Gefährt transportieren kann. Die Konsequenz: Der Motor geht kaputt.

Bei Motorölen mit guten Fließeigenschaften kommt das Problem nicht auf. Hierfür lohnt sich ein prüfender Blick auf den Wert vor dem W, die Abkürzung für Winteröl. Die Spanne bewegt sich zwischen 0 und 25. O verspricht höchste Winterfestigkeit. Selbst bei Minus 30 Grad bleibt das Motoröl flüssig. 25 steht für eine solide Winterfestigkeit. Bis zu Minus 5 Grad halten die Fließeigenschaften aus.

Ursache 3: Die Elektronik ist beschädigt

Auch die elektronischen Bauteile des Autos lässt Kälte nicht kalt. Im Gegenteil: Bei extremen Temperaturschwankungen entsteht schnell Kondenswasser im Gefährt. Und genau dieses Wasser schädigt langfristig die Elektronik oder führt zum Kurzschluss.

Die Folgen: Der Stromfluss funktioniert nicht mehr richtig oder die Kabel werden brüchig. Auch für Marder ist der angenehm warme Motorraum wie eine Einladung. Sie machen es sich im Inneren des Autos gemütlich und verbeißen sich in die Kabel.

Vor allem ältere Autos haben mit spröden oder stark verschmutzten Zündkabeln zu Kämpfen. Ein harter Winter gibt ihnen oft den Rest. Doch zum Glück muss es nicht gleich der Neuwagen sein. Manchmal tut es ein Ersatzteil. Eine große Auswahl an Ersatzteilen gibt es bei Daparto .

Ursache 4: Der Kraftstoff ist das Problem

Dieselkraftstoff kommt im Winter schnell an seine Grenzen. Bei extrem niedrigen Temperaturen flockt er einfach aus. Zum Glück gibt es Winterdiesel. Dieser ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Bis zu Minus 20 Grad steckt er weg.

Alles, was darunter liegt, bereitet ihm jedoch Probleme. Die Paraffine flocken aus und verstopfen den Filter. Jetzt springt der Wagen erst gar nicht an oder kommt nach wenigen hundert Metern wieder zum Stillstand. Am besten stellen Sie Ihr Auto in frostigen Winternächten in der Garage oder im Carport unter.

Gut zu wissen: Bei modernen Diesel-Fahrzeugen gelingt inzwischen auch der Kaltstart ohne Probleme. Ewiges Vorglühen ist nicht mehr nötig. Nach einer kurzen Aufwärmphase setzt sich der Wagen sofort in Bewegung. Etwas problematischer ist der Kaltstart bei Frost. Ohne Vorglühen kann es leicht zu kostspieligen Schäden kommen.

Ursache 5: Die Kühlflüssigkeit ist vereist

Bei Frost zahlt sich ein Kälteschutzmittel für die Kühlflüssigkeit aus. Ansonsten droht ein Motorschaden. Breitet sich das Eis im Inneren aus, sind nicht nur die Schläuche und elektronischen Bauteile, sondern auch der ganze Motor in Gefahr.

Bei vereistem Kühlwasser lassen Sie am besten den Motor ruhen. Im Idealfall geben Sie ihm 24 Stunden Zeit, in der Garage aufzutauen.

Ursache 6: Der Anlasser ist defekt

Gelegentlich ist auch der Anlasser das Problem. Schalten die Hauptkontakte nicht, weil der Magnetschalter durchhängt, springt das Auto nicht an. Bei älteren Baujahren hilft ein kurzes Klopfen. Bei jüngeren Modellen muss meist ein neuer Anlasser her.

Ursache 7: Kein Kraftstoff mehr

Oft liegt die Fehlerquelle auf der Hand. Ist nicht mehr genug Kraftstoff im Tank, streikt das Auto. Die Lösung: nachtanken und nochmal versuchen.

Auto springt nicht an im Winter – daran liegt es

Ruht der Motor, sind gleich mehrere Ursachen denkbar: Diese ganz besonders:

  • Leere Autobatterie: Starthilfe ist gefragt.
  • Zähflüssiges Motoröl: Gute Fließeigenschaften zahlen sich aus.
  • Beschädigte Elektronik: Kondenswasser bedroht die Funktionalität.
  • Diesel-Kraftstoff im Tank: Winterdiesel löst das Problem.
  • Gefrorene Kühlflüssigkeit: Ein Kälteschutzmittel schafft Abhilfe.
  • Defekter Anlasser: Ein Ersatz muss her.
  • Kein Kraftstoff mehr im Tank: Tanken nicht vergessen.

Doch kein Grund zur Sorge: Wenn wirklich gar nichts mehr geht, springt der ADAC Pannendienst jederzeit ein. Ob per SMS, Telefon oder App – nach kurzer Wartezeit trifft Verstärkung bei Ihnen ein und geht den Startproblemen auf den Grund.

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