Sonderveröffentlichung

Heizung
Leistungsberechnung bei einer Infrarotheizung – Worauf ist zu achten?

Vielfach stoßen Personen zum ersten Mal auf Infrarotheizungen, wenn Sie im Rahmen eines häuslichen Anbaus, Umbaus oder einer Zusatzheizung nach einer unkomplizierten und schnell zu installierenden Heizungsalternative suchen. Schnell wird klar, wie leistungsfähig Infrarotheizungen neuester Technik sind und sich nicht nur als Zusatzheizung eignen. Mittlerweile werden immer mehr Neubauten, aber auch ältere Bestandsbauten mit Infrarotheizungen ausgestattet, da sie in der Anschaffung und im Einbau viel günstiger und klassischen Heizungen mittlerweile in der Effizienz ebenbürtig sind. Wichtig ist nur, dass Infrarotheizungen mit hochwertiger Technik und guten Isolationseigenschaften zum Einsatz kommen.

Freitag, 19.02.2021, 04:40 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 08:06 Uhr
Heizung: Leistungsberechnung bei einer Infrarotheizung – Worauf ist zu achten?
Foto: Dariusz Jarzabek | Adobe Stock

Durch die hohe Flexibilität der sehr flachen und handlichen Heizungen erfreuen diese sich eines sehr vielfältigen Einsatzes an unterschiedlichsten Orten und Gegebenheiten. Ein großes Fragezeichen ergibt sich bei Eigentümern, wenn es um die richtige Kalkulation von Infrarotheizungen für einen Raum, Wohnung oder eines ganzen Hauses geht. Wie kalkuliert man richtig, dass diese effizient und leistungsstark arbeiten und was muss ich bei welcher Bausubstanz berücksichtigen? Das sind Fragen, die oftmals eines persönlichen Beratungsgesprächs eines Fachmanns bedürfen, um die energetischen Gegebenheiten richtig einzuschätzen.

Wir möchten Ihnen eine Übersicht grundlegende Punkte geben, um einen besseren Einstieg in das Thema Infrarotheizung zu geben. 

Funktionsweise einer Infrarotheizung

Die Infrarotheizung, auch bekannt als Wärmewellenheizung, ist eine recht neue Art zu heizen. Sie funktioniert anders als bspw. eine gasbetriebene Heizung. Die Luft im Haus bzw. Raum wird nicht erwärmt, sondern die Personen und Gegenstände direkt per Strahlungswärme. Dabei ähnelt die Infrarotstrahlung den natürlichen Strahlen der Sonne und sorgen für eine natürliche, angenehme und schnelle Wärme.

Sie möchten einen Raum mit Infrarotheizungen ausstatten, aber wissen nicht, wie viel Leistung Sie brauchen? Wir stellen vor, welche Aspekte Sie beachten sollten und geben Hilfestellung bei der Leistungsberechnung für eine Infrarotheizung .

Allgemeine Faustregel zur Berechnung der benötigten Heizleistung

Es gibt verschiedenste Infrarot Heizungen, ob Spiegelheizung oder Metallheizung – rund, quadratisch oder rechteckig. Dabei ist der Wattbedarf unabhängig vom Infrarotheizung-Modell. Das heißt, wenn Sie beispielsweise eine 1000 Watt Heizung für Ihre Küche benötigen, spielt es keine Rolle, ob Sie eine Metall Tafelheizung oder eine Spiegelheizung wählen. Die 1000 Watt gelten für alle Modelle; können bei Bedarf aber gerne auf mehrere Infrarot Heizkörper aufgeteilt werden.

Wichtig ist es jedoch, dass Sie die grundlegende Berechnungsgrundlage der Energetik Ihres Gebäudes kennen, um den Basis-Wattbedarf pro Quadratmeter zu ermitteln. Hierdurch wird es erst grundlegend möglich eine Einschätzung zu treffen, was die Effizienz anbelangt.

Als Faustregel zur Berechnung der Heizleistung gilt: Pro Quadratmeter Fläche werden 50 - 60 Watt benötigt. Bei schlechter Dämmung oder einer hohen Wunschtemperatur eher 60 - 70 Watt. Hierüber entscheidet, wie gesagt, die Energetik des Hauses. Für das Badezimmer sind 70 - 100 Watt pro m2 für eine angenehme Wärme zu kalkulieren, je nach Energetik des Baus. Allgemein wird für das Bad ca. 30 Watt pro m2 mehr benötigt im Vergleich zu den anderen Wohnräumen.

Allerdings sollten in die Berechnung individuelle Einflussfaktoren eingerechnet werden. Die vorgestellte Faustregel lässt beispielsweiße unbeachtet, wie regelmäßig der Raum genutzt wird und wie viele Außenwände er hat. Hersteller qualitativ hochwertiger Infrarotheizungen bieten häufig einen umfassenden Service inklusive kostenloser Beratung an. Hier werden Sie von Experten beraten, die individuell mit Ihnen eine Berechnung durchführen.

Kalkulator vor dem Kauf hilft bei grober Einschätzung

Neben einer Service-Hotline bietet VASNER, einer der führenden Hersteller von Infrarot Heizungen, auf seiner Internetseite einen Online-Kalkulator. Dieser berechnet den Heizbedarf je Raum, wenn die Infrarotheizung als Hauptheizung eingesetzt wird. Dabei geht der Kalkulator standardmäßig von einer 2,5 m hohen Decke aus, im Durchschnitt 180 Heiztagen im Jahr sowie einer durchschnittlichen Heiz-Zeit von 6 Stunden am Tag.

Individuell tragen Sie die Raumgröße in Quadratmetern ein, die Raumdämmung, Raum Art, Stromkosten, die Anzahl der Außenwände und wie häufig das Zimmer genutzt wird. Als Ergebnis wird Ihnen der Gesamtbedarf in kW und eine Schätzung der Heizkosten ausgegeben.

Wenn Sie ein bestehendes Heizsystem haben und die Infrarotheizung nur als Zusatzheizung einsetzen möchten ist natürlich von einem geringeren Energiebedarf, als dem errechnetem, auszugehen. Grob kann von einem Energiebedarf von weniger als der Hälfte ausgegangen werden.

Effiziente Steuerung mit Infrarotheizung Thermostat

Infrarotheizungen werden mit digitalen Thermostatsystemen gesteuert, die für einen effizienten Betrieb sorgen. Die Wahl des Thermostatsystems ist unabhängig von den gewählten Infrarotheizungsmodellen, da diese einfach zu koppeln sind. Hierbei können Sie verschiedenste Systeme wählen, die zu Ihrer Situation passend sind, wie bspw. ein Steckdosenthermostat, Wand-/Standthermostat, Funkthermostat oder ein Smart Home System.

Ein modernes Thermostat-System bietet in puncto Komfort und Effizienz sowie Kostenersparnis viele Vorteile. Dank gesteuertem Ablauf wird beim Heizen mit der Elektroheizung viel Energie gespart. Geben Sie einfach eine Ziel-Temperatur ein und die Elektroheizung wird automatisch solange heizen, bis genau diese Temperatur erreicht ist. Das Thermostat vergleicht also permanent die Ist-Temperatur mit der Ziel-Wärme.

Ein weiterer Vorteil bietet das Einstellen verschiedener Programme. Hierbei kann zum Beispiel gut nach Wochentagen voreingestellt werden, sodass die Temperatur in Ihrer Wohnung tagsüber, wenn Sie arbeiten sind, automatisch herunter geregelt wird. Oftmals gibt es auch einen automatischen Frostschutz, Kindersicherung, Fenster-offen-Erkennung etc.

Ob Funkthermostat oder Steckdosenthermostat: Wichtig ist die richtige Positionierung, damit stets die richtige Raumtemperatur ermittelt wird. Dafür sollte das Thermostat:

  • weit genug von Heizung oder anderer Wärmequelle entfernt sein
  • ich nicht in Nischen oder hinter Vorhängen befinden
  • keiner starken Sonnenstrahlung ausgesetzt sein

Die richtige Leistungsdimensionierung für die kalte Jahreszeit

Wir raten immer lieber dazu, ein Heizmodell mit mehr Leistung zu nehmen, statt mit weniger. Sie fragen, warum wir das empfehlen? Wichtig ist für den Winter, dass Sie einen gewissen Leistungspuffer für besonders kalte Tage haben. Damit ist garantiert, dass die Infrarotheizung schnell die gewünschte Zieltemperatur erreicht und Sie nicht frieren müssen. Denn was gibt es Schlimmeres im Winter, als in einem kühlen Raum zu sitzen?

Ein wichtiger Aspekt beim Heizen mit Strom sind die Heizkosten . Viele denken, dass eine Infrarot Heizung mit mehr kWh höhere Heizkosten mit sich zieht. Das ist nicht der Fall! Denn ein Infrarot Heizkörper mit mehr Leistung hat hingegen viele Vorteile. Es führt den Raum viel schneller zur Zieltemperatur und schaltet somit schneller wieder ab. Es heizt nicht im Dauer-Betrieb, da es viel leichter die Temperatur halten kann, auch an sehr kalten Tagen. Die Heizung schaltet sich außerdem immer wieder ab, sobald die Zieltemperatur erreicht ist. Der physische Energiebedarf eines Raumes entscheidet wieviel Energie nötig ist, um z.B. einen Raum auf 21,5°C zu beheizen – egal welches Heizsystem und welche Heizungsgröße. Daher hat eine etwas größer dimensionierte Heizung es viel leichter und steckt auch nur so viel Energie in den Raum, wie dieser benötigt, um die Wohlfühltemperatur zu halten. Deswegen ist der Stromverbrauch bei beiden Elektroheizungen gleich.

Infrarotheizung Test und Kosten im Vergleich

Ob im Internet, dem Baumarkt, Fachhandel oder mittlerweile sogar im Wochen-Angebot zahlreicher Discounter – Infrarotheizungen bekommen Sie fast überall. Doch was sind die Unterschiede und worauf sollten Sie beim Kauf achten.

Natürlich findet man im Internet unter Infrarotheizung Test zahlreiche Ergebnisse. Doch welche davon sind glaubwürdig und beruhen nicht auf bezahlten Einträgen? Das ist manchmal gar nicht so einfach zu unterscheiden. Achten Sie deshalb vor der Anschaffung auf die Testkriterien, wie beispielsweise die Feuchtigkeitsresistenz (IP-Schutzklasse), Funktionen und Zertifikate. So ist das Symbol vom TÜV Süd sehr bekannt und gilt als Beweis für Qualität und Sicherheit der Heizung. Auch sollte die Infrarotheizung unbedingt mit gängigen Raum-Thermostaten kompatibel sein, um effizient gesteuert zu werden.

Um lange etwas von der Infrarotheizung zu haben, sollte nicht an Qualität gespart werden. Meiden Sie Günstig-Produkte, sie ziehen einige Nachteile mit sich. Hier wird häufig minderwertige Heiztechnik verbaut, die eine ungleichmäßige Wärmeverteilung mit sich zieht. Aber auch der innere Aufbau solcher Günstig-Modelle ist oftmals nicht optimal, weil an Reflexionsschichten und Isolationsschichten gespart wird. Dabei erhitzen sich Vorder- und Rückseite gleichermaßen, sodass diese günstigen Modelle nicht ideal nach vorne in den Raum wirken. Achten Sie auch auf die Produkt Garantie, und ob ggf. eine Herstellergarantie gewährt wird? Auch ist eine gute Erreichbarkeit des Anbieters sowie dessen Serviceleistung entscheidend! Weiterhin lassen sich eine hochwertige Verarbeitung und Qualität vom Gehäuse bereits mit bloßen Augen an Vorder- und Rückseite sowie den Kanten erkennen.

Vergleichen Sie vor dem Kauf die Infrarotheizung-Kosten verschiedener Hersteller und wägen ab, welche Heizung für Sie die beste ist. Dabei können die Anschaffungskosten verschiedener Modelle stark variieren. Üblich ist, dass ein Metall Infrarotheizkörper günstiger ist als zum Beispiel eine Spiegel Infrarotheizung oder Bildheizung, die noch individualisiert werden können und in der Fertigung deutlich aufwändiger sind.

Design-Vielfalt der Elektroheizungen

Infrarotheizungen gibt es in vielen verschiedenen Designs. Ob Sie sich für eine super flache Glasheizung, eine Bild Infrarotheizung oder die klassische Metallheizung entscheiden, hängt häufig mit dem Einsatzgebiet zusammen.

Gängig ist die Montage an der Wand, hierfür sind die meisten Elektroheizungen standardmäßig vorgesehen. Mit einer entsprechenden Halterung ist aber auch eine Anbringung an der Decke möglich. Ein Einsatz im Bad erfordert vom Heizkörper einen Schutz gegen Spritzwasser, das entspricht der Schutzklasse IPX4. Beliebt ist hier besonders eine Spiegel Infrarotheizung.

Fazit – Die Leistungsberechnung setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen

Ob Sie Ihren Neubau mit Infrarot Heizungen ausstatten wollen oder in Ihrem Haus oder Wohnung das bestehende Heizsystem durch neue Strom Heizungen ersetzen wollen – mit Infrarotheizungen treffen Sie eine gute Wahl! Seien Sie sich im Klaren über das jeweilige Einsatzgebiet der Heizkörper und über die Dämmung der Wände, Raumgröße etc. Mit diesen Informationen können Sie einen Online-Kalkulator zur Bestimmung der benötigten Heizleistung nutzen oder Sie wenden sich direkt an das Service-Team und erhalten eine individuelle Beratung.

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