Fußball
Wirtschaftsprofessor: Mehr Vereine werden BVB folgen

Dortmund wird nach Experten-Ansicht kein Einzelfall bleiben. Konkurrenten würden beobachten, wie sich die Lage bei den Borussen entwickelt. Sie hatten angekündigt, mit einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln zu wollen.

Freitag, 22.08.2014, 07:53 Uhr aktualisiert: 22.08.2014, 08:01 Uhr

Berlin (dpa) - Wirtschaftsprofessor Henning Zülch rechnet damit, dass weitere Vereine dem Beispiel von Borussia Dortmund folgen und versuchen werden, sich Geld auf dem Kapitalmarkt zu besorgen.

«Viele andere Bundesligisten befinden sich in einer abwartenden Stellung und schauen ganz genau auf die Erfahrungen des BVB. Langfristig wird meines Erachtens nichts diese Entwicklung stoppen», sagte der Experte von der HHL Leipzig Graduate School of Management der Nachrichtenagentur dpa.

Doch wird das nach Ansicht von Zülch für einige Clubs nicht einfach. «Die Marke zählt und lässt sich verkaufen. Die Marke muss aber Erfolg symbolisieren», meinte er. Hierzu benötige der Verein beziehungsweise das Unternehmen eine ausreichend große finanzielle Basis, «die ich mir über den Kapitalmarkt beschaffen kann». Grundvoraussetzung hierfür sei wiederum, dass der Kapitalmarkt Vertrauen in das Geschäftsmodell und das verantwortliche Management habe. «Letzteres ist bei einem Großteil der Bundesligisten aber immer noch unprofessionell.»

Dortmund habe es durch hohe Professionalität im kaufmännischen aber auch sportlichen Bereich geschafft, den Kapitalmarkt zu überzeugen. «Andere werden folgen - oder absteigen.»

Der BVB hatte angekündigt, mit einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln zu wollen. Der Sportausrüster Puma, der Versicherer Signal Iduna und der Spezialchemiekonzern Evonik seien bereit, größere Aktienpakete zu übernehmen, hatte der einzige börsennotierte deutsche Proficlub in einer Pflichtmitteilung für die Börse bekanntgegeben.

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