Mo., 11.11.2019

Trainer Beierlorzer und Sportchef Veh weg – Arabi hält sich bedeckt Der nächste Neuanfang in Köln

Fassungslos, wenig später den Job los: Achim Beierlorzer musste den Trainerstuhl beim 1. FC Köln räumen.

Fassungslos, wenig später den Job los: Achim Beierlorzer musste den Trainerstuhl beim 1. FC Köln räumen. Foto: dpa

Köln (dpa/WB). Pünktlich zum Beginn der Karnevalssession am »Elften im Elften« geht es beim 1. FC Köln hoch her. Nach der Trennung von Trainer Achim Beierlorzer und dem Abschied von Sportchef Armin Veh steht der rheinische Bundesligist vor dem nächsten Neuanfang – und vor einer äußerst schwierigen Suche nach geeignetem Führungspersonal.

Am Montag, wenn ganz Köln um 11.11 Uhr »Alaaf« brüllt, werden die bisherigen Assistenten André Pawlak und Manfred Schmidt das FC-Training leiten. Und dann?

»Die Prozesse laufen parallel. Eine Idealvorstellung ist sicher, dass man erst einen Sportvorstand einstellt, der dann in die Trainersuche eingebunden ist«, sagte der kommissarische Veh-Nachfolger Frank Aehlig. Man sei aber bei der Suche noch ganz am Anfang. »Wir müssen uns am Markt, der Verfügbarkeit und der Bereitschaft orientieren.« Bruno Labbadia hat schon abgewinkt.

Korkut und Dardai gelten als Kandidaten

Am Freitagabend kurz nach dem 1:2 gegen Hoffenheim hatte der FC zunächst die Trennung von Veh verkündet. Dass der Tabellen-Vorletzte tags darauf Trainer Beierlorzer den Stuhl vor die Tür setzte, war keine Überraschung mehr. Die Pokal-Blamage in Saarbrücken, die Derby-Niederlage in Düsseldorf und der bittere Last-Minute-Knockout gegen Hoffenheim hatten den Klub zum Radikalschnitt veranlasst. »Ich bedauere es, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sehen. Jedoch ist der erhoffte sportliche Erfolg bisher ausgeblieben und es ist unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, dass der FC seine Ziele erreicht«, sagte Aehlig am Samstag.

Noch am selben Tag fing er sich die erste Absage ein. »Wir haben bei Bruno angefragt, ob er für ein Gespräch zur Verfügung steht. Er hat abgelehnt. Ich hätte mir das gut vorstellen können«, sagte Aehlig. Auch die Spur zu Roger Schmidt, der zuletzt den chinesischen Erstligisten Beijing Guoan trainierte, scheint kalt. Als Kandidaten gelten Tayfun Korkut (zuletzt VfB Stuttgart) und Pal Dardai (zuletzt Hertha BSC).

Arabi »mit voller Hingabe« für Arminia

Erst einmal geht es aber wohl um einen Sportdirektor. Da ist Geschäftsführer Alexander Wehrle zuversichtlich. »Wer glaubt, hier wolle keiner hin, der verkennt die Wucht, die Strahlkraft, die dieser Klub weiterhin hat«, sagte Wehrle dem »Express«.

Veh hatte bereits Ende Oktober seinen Abschied zum Saisonende verkündet. Die tiefe Kölner Krise beschleunigte seinen Abgang. Als einer der Kandidaten auf die Veh-Nachfolge wird Arminia Bielefelds Sport-Geschäftsführer Samir Arabi gehandelt. Der 40-Jährige wollte sich auf Nachfrage nicht zum Thema 1. FC Köln äußern und verwies auf kürzlich bereits getätigte Aussagen. Da hatte Arabi betont, dass es mit dem DSC noch wichtige Aufgaben gebe und er sich diesen »mit voller Hingabe widme«.

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