Bundesliga
Freiburg muss weiter auf Bundesligasieg in Augsburg warten

Der SC Freiburg verpasst mal wieder einen Bundesligasieg in Augsburg. Ein Dreier wäre für Christians Streichs Team im Kampf um die Europa League wertvoll gewesen. In Augsburg redet man über den Torwart.

Samstag, 15.02.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 15.02.2020, 19:14 Uhr
Janik Haberer (r) sorgte mit seinem Tor zum 1:1 für einen Freiburger Punkt in Augsburg.
Janik Haberer (r) sorgte mit seinem Tor zum 1:1 für einen Freiburger Punkt in Augsburg. Foto: Tom Weller

Augsburg (dpa) - Christian Streich arrangierte sich mit dem Remis beim FC Augsburg. «Ich kann damit selbstverständlich leben, weil uns das Wasser im Moment nicht bis zum Hals steht», befand der Trainer des SC Freiburg nach dem 1:1 (0:1) in der Bundesliga am Samstag.

Streich war insgesamt zufrieden mit dem fußballerischen Auftritt seiner Mannschaft, ihm fehlten aber «zwei, drei Torchancen», um die Augsburger vielleicht doch besiegen zu können. So verpassten die Freiburger im Kampf um Europa einen wichtigen Dreier und blieben auch im achten Anlauf in der Fuggerstadt ohne Sieg.

Die Augsburger mussten sich eine Woche nach dem 0:5 bei Eintracht Frankfurt hingegen wieder Fragen nach Tomas Koubek gefallen lassen. Der tschechische Schlussmann war Ausgangspunkt für den Ausgleich gewesen. «Das sind Fehler, die passieren», resümierte Trainer Martin Schmidt und wollte jede weitere Debatte unterbinden. Gemeinsam wolle man den «nächsten Schritt machen», es werde daher «keine Torhüterdiskussion» um den angeblich rund sieben Millionen Euro Ablöse teuren früheren Keeper von Stade Rennes geben.

Für Koubek und seine Teamkollegen hatte es gegen Ende der ersten Hälfte überraschend gut ausgesehen. Vor 26.822 Zuschauern erzielte Philipp Max mit seinem siebten Saisontor (38. Minute) die schmeichelhafte Führung. Janik Haberer (51.) stellte unter tatkräftiger Mithilfe von FCA-Verteidiger Raphael Framberger den Ausgleich her. «Das war ein Kampfspiel mit ziemlich vielen Zweikämpfen», befand Haberer. «In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht schlecht gemacht und uns auch belohnt.»

Im Angriff müsse sein Team noch entschlossener werden. «Im letzten Drittel ist es immer schwierig. Wir müssen weiter machen und uns verbessern, dass wir diese Spiele auch gewinnen.» In der Tabelle bleiben die Freiburger mit 33 Punkten in Reichweite zu den Europa-League-Plätzen, die Augsburger liegen sechs Zähler zurück.

Schmidt nutzte die Watschn in Frankfurt, um seine Startelf auf zwei Positionen zu verändern. Iago nach der Olympia-Qualifikation mit der brasilianischen U23 und der Schweizer Stephan Lichtsteiner erhielten eine Bewährungschance. Lichtsteiner verletzte sich jedoch nach einem Luftkampf offensichtlich am rechten Knie und wurde in der 32. Minute durch Framberger ersetzt. Schmidt zufolge bekam Lichtsteiner einen Schlag ab und wird wohl ein paar Tage mit dem Training aussetzen.

Die Augsburger agierten lange viel zu passiv. Eine Woche nach dem 0:5 in Frankfurt gaben sie ihren Gegnern oft genug nur Geleitschutz. Dennoch hatten die Fuggerstädter vorerst sogar die beste Chance: Marco Richter (24.) traf aus 17 Metern aber nur den Außenpfosten.

Die Freiburger zeigten hingegen ihre taktische Flexibilität und auch einen flüssigen Spielaufbau. Sie erarbeiteten sich jedoch erstmal auch keine zwingende Torchance. Stattdessen reichte den Hausherren eine Sequenz, um mit Wille und Beharrlichkeit zum Führungstreffer zu kommen. Nach einer Flanke von Iago schlug Robin Koch, der nach einer Platzwunde mit einem Kopfschutz auflief, im Strafraum über den Ball. Max stand goldrichtig und versenkte im Stile eines Mittelstürmers.

Der in dieser Saison schon so einige Male unglücklich agierende Koubek war nach dem Wechsel Ausgangspunkt für den Ausgleich. Einen Freistoß von Jonathan Schmid bekam der tschechische Keeper nicht unter Kontrolle, in der Folge fälschte Framberger einen Schuss von Haberer - für Koubek unhaltbar - in den eigenen Kasten ab.

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