Mi., 19.02.2020

Verteidiger des SC Paderborn klagt über Schwindelgefühle – Einsatz in München gefährdet Collins setzt wieder aus

Beim 1:2 gegen die Hertha hielt Jamilu Collins 90 Minuten durch, jetzt muss der Linksverteidiger erneut pausieren.

Beim 1:2 gegen die Hertha hielt Jamilu Collins 90 Minuten durch, jetzt muss der Linksverteidiger erneut pausieren. Foto: Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Die Sorgen um Linksverteidiger Jamilu Collins werden beim Fußball-Bundesligisten SC Paderborn wieder größer. Bereits vergangene Woche verordnete der Verein dem 25-Jährigen eine viertägige Pause, erst zum Abschlusstraining kehrte der nigerianische Nationalspieler zurück und stand dann auch 90 Minuten beim 1:2 gegen die Berliner Hertha auf dem Platz.

Zu Beginn der Woche klagte Collins aber erneut über Schwindelgefühle, Trainer Steffen Baumgart ordnete deshalb nach Rücksprache mit den Mannschaftsärzten an, dass Collins zunächst nicht mit der Mannschaft trainiert: „Wir müssen bei ihm noch mehr Ruhe reinbekommen. Jamilu setzt jetzt aus und kommt erst zurück, wenn er sich wieder über einem längen Zeitraum besser fühlt.“

Erste Alternative wäre Holtmann

Damit ist der Einsatz von Collins am Freitagabend (20.30 Uhr, Dazn) bei den Münchener Bayern zumindest stark gefährdet. „Da warten wir ab. Die Woche ist zwar mit dem Freitagspiel sehr kurz, aber noch möchte ich mich da nicht festlegen“, sagte Baumgart. Erste Alternative wäre Gerrit Holtmann. Nach abgelaufener Rotsperre und überstandener Gesäßverletzung meldete sich der Leihspieler aus Mainz wieder passend fit.

Ein Einsatz von Collins hat Baumgart noch nicht ganz abgehakt, an eine zeitnahe Rückkehr von Hamid Sabiri glaubt er dagegen nicht. Der zentrale Mittelfeldspieler hat noch immer Rückenprobleme und kann auch in dieser Woche nur sehr eingeschränkt trainieren. „Ich rechne so schnell nicht mit ihm, Hamid wird nach Lage der Dinge erst zum Spiel in Mainz wieder zum Kader zählen“, sagte Baumgart.

Marktwert: Unterschied von 900 Millionen Euro

Unabhängig davon überlegt Paderborns Cheftrainer mit Blick auf die 90 Minuten beim deutschen Rekordmeister, auf zwei, drei Positionen seine Startelf zu verändern. Dennis Srbeny im Sturmzentrum und „Mo“ Dräger auf der rechten Abwehrseite wären zwei denkbare Möglichkeiten, im zentralen Mittelfeld darf sich erneut der isländische Nationalspieler Samuel Fridjonsson Hoffnungen auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga machen. „Wir haben noch zwei Trainingseinheiten, die warte ich ab. Dann entscheiden wir, wie wir bei den Bayern auflaufen“, wollte sich Baumgart nicht festlegen.

Doch egal wie der Coach aufstellt – das Bundesliga-Duell könnte kaum ungleicher sein. Allein beim Marktwert liegen zwischen beiden Teams 900 Millionen Euro. Die Vorfreude auf das Spiel beim Rekordmeister ist dennoch groß. Bei den Spielern, aber auch bei Ex-Profi Baumgart: „Ich war als Zuschauer dort, habe aber in der Arena noch nie als Trainer an der Linie gestanden. Deshalb ist dieses Spiel etwas Besonderes.“ Vor Ehrfurcht erstarrt beim SCP trotzdem niemand. „Ich will dort gewinnen, auch wenn die Herausforderung riesig sein wird“, sagt der Fußballlehrer und fügt hinzu: „Die Bundesliga bleibt für uns ein großes Abenteuer. Völlig egal, wie der nächste Gegner heißt.“

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