Bundesliga
Gladbachs Heimserie reißt: Remis Hoffenheim

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbachs eindrucksvolle Heimserie ist in letzter Sekunde gerissen. Nach acht Heimsiegen in Serie kam die Borussia gegen 1899 Hoffenheim nur zu einem 1:1 (1:0).

Samstag, 22.02.2020, 17:36 Uhr aktualisiert: 22.02.2020, 17:38 Uhr
Gladbachs Alassane Plea (r) und Havard Nordtveit von der TSG 1899 Hoffenheim kämpfen um den Ball.
Gladbachs Alassane Plea (r) und Havard Nordtveit von der TSG 1899 Hoffenheim kämpfen um den Ball. Foto: Roland Weihrauch

Joker Lucas Ribeiro sicherte den Gästen bei seinem Bundesliga-Debüt den Punkt (90.+2). Die Borussia hat auf Tabellenführer FC Bayern München nun sechs Punkte Rückstand. Allerdings wissen die Gladbacher noch das wegen Sturmtief «Sabine» ausgefallene Derby gegen den 1. FC Köln in der Hinterhand, das am 11. März nachgeholt wird.

Die Hoffenheimer vermieden die dritte Niederlage in Serie und einen weiteren Rückschlag im Kampf um einen Europa-League-Platz. Nationalspieler Matthias Ginter hatte Gladbach mit seinem ersten Saisontreffer in Führung geschossen (11.), Alassane Pléa scheiterte mit einem Handelfmeter an TSG-Keeper Oliver Baumann (75.). Ein Treffer des Franzosen wurde per Videobeweis aberkannt (83.).

Negativer Höhepunkt waren Schmähplakate Gladbacher Fans kurz nach der Pause gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, die sogar zu einer Spielunterbrechung durch Schiedsrichter Felix Brych führten. «Hurensöhne beleidigen einen Hurensohn und werden von Hurensöhnen bestraft», stand in der Nordkurve. Eine Reaktion auf das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), das Borussia Dortmund wegen Beleidigungen von Hopp zum Fan-Ausschluss bei den kommenden beiden Spielen in Hoffenheim verurteilt hatte. Nachdem Ordner intervenierten, verschwand das Plakat ebenso wie eines mit einem Hopp-Gesicht im Fadenkreuz. Gladbachs Manager Max Eberl und Kapitän Lars Stindl gingen in die Kurve, um auf die Fans einzureden.

Bei den Gästen begann Nationalspieler Sebastian Rudy in seinem Rekordspiel hinten rechts, wo er mit Marcus Thuram große Probleme hatte. Durch seinen 217. Bundesliga-Einsatz für die TSG zog Rudy an Andreas Beck vorbei. Gleich mit dem ersten Schuss aufs Tor gingen die Gladbacher in Führung, als Thuram den Ball nach einem Eckball zu Ginter blockte. Dessen Rechtsschuss aus zwölf Metern schien nicht unhaltbar, doch Oliver Baumann hatte ihn offenbar zu spät gesehen. Für Ginter war es der erste Pflichtspiel-Treffer seit Mai, als er beim 2:2 auch gegen Hoffenheim getroffen hatte.

Die Gäste mussten nach rund 20 Minuten einen weiteren personellen Rückschlag in der geplagten Offensive hinnehmen. Nachdem Torjäger Andrej Kramaric wegen Leistenproblemen kurzfristig ausgefallen war und auch Sargis Adamyan und der Langzeitverletzte Ishak Belfodil fehlten, verletzte sich in Munas Dabbur bereits der vierte Stürmer und musste nach minutenlanger Behandlungspause vom Feld. Der Israeli hatte sich ohne Gegner-Einwirkung das Knie verdreht.

Die Partie war bis zur Pause zerfahren. Kurz vor der Pause hatte Gladbach durch Ginter (41.) und Thuram (45.+1) noch Chancen. Diese parierte Baumann aber ebenso gut wie die von Florian Neuhaus (53.) und Plea (54.) kurz nach der Pause. Baumanns Licht und Schatten setzte sich fort, als er erst einen Schuss von Thuram leichtfertig durchrutschen ließ und dann vor der Linie wegschlug (61.) und schließlich sogar Pléas Strafstoß hielt.

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