33. Spieltag
Wolfsburg feiert Einzug nach Europa

Der VfL Wolfsburg hat wie im Vorjahr die Europa League erreicht - schon einen Spieltag vor dem Saisonfinale. Beim 4:1 auf Schalke hat der VfL wenig Mühe. Der Revierclub baut seine Negativserie aus.

Samstag, 20.06.2020, 19:21 Uhr aktualisiert: 20.06.2020, 19:24 Uhr
Wolfsburgs Wout Weghorst traf auf Schalke doppelt.
Wolfsburgs Wout Weghorst traf auf Schalke doppelt. Foto: Martin Meissner

Gelsenkirchen (dpa) - Das Saisonfinale gegen den FC Bayern München kann der VfL Wolfsburg nun gelassen entgegen sehen.

Schon vor dem letzten Bundesliga-Spieltag und der Heim-Partie gegen den Rekordmeister in einer Woche haben die Niedersachsen ihr Ziel erreicht und sich erneut das Europa-Ticket gesichert. «Jetzt kann Bayern kommen. Wir wollen auf Platz sechs bleiben und können mit gutem Gefühl in das Spiel gehen», sagte Mittelfeldspieler Renato Steffen nach dem souveränen 4:1 (1:0)-Sieg beim FC Schalke 04 am Samstag.

Damit behauptete das Team von Trainer Oliver Glasner Tabellen-Platz sechs und kann wegen der gleichzeitigen Freiburger Niederlage in München zum Saisonkehraus nicht mehr von einem Europa-League-Platz verdrängt werden kann. «Europa war klar unser Ziel. Dass wir das heute geschafft haben, ist super. Aber Europa ist nicht genug. Jetzt wollen wir Platz sechs erreichen, damit wir direkt in die Gruppenspiele kommen», meinte auch Doppeltorschütze Wout Weghorst (16./56.), der seiner Elf den Weg zum ersten Sieg auf Schalke seit September 2009 geebnet hatte. Nach weiteren Toren von Kevin Mbabu (59.) und Joao Victor (70.) konnte Schalkes Rabbi Matondo (71.) nur noch etwas Schadensbegrenzung betreiben.

Die Negativ-Rekordserie der Königsblauen will dagegen einfach kein Ende nehmen. Seit 15 Bundesliga-Spielen warten sie nun auf einen Sieg. Gegen die technisch wie spielerisch überlegenen und zudem entschlossen wirkenden Gäste war der Revierclub chancenlos. In der gesamten Rückrunde sammelte Schalke gerade einmal neun Punkte - nur Absteiger SC Paderborn war noch schlechter. Der letzte Sieg gelang am 17. Januar beim 2:0 gegen Gladbach.

Fast 90 Minuten ging es nur in eine Richtung. Der VfL drängte die Königsblauen in die eigene Hälfte und belohnte sich schnell mit der Führung von Weghorst, dessen anschließendes 16. Saisontor gut zehn Minuten nach der Pause dann ausgerechnet in eine bescheidene Drangperiode der Schalker fiel. «Wir gehen mit 0:1 in die Halbzeit, dann kommen wir raus und haben wir eine ganz ordentliche Phase. Da könnten wir den Ausgleich machen durch Caligiuri. Doch gefühlte fünf Minuten später liegen wir 0:4 zurück», sagte Wagner, der erneut frustriert klang. «Das zeigt ganz klar die Kräfteverhältnisse beziehungsweise die Qualität von Wolfsburg.»

Glasner war stolz auf sein Team. Zur Belohnung hätten sich die Spieler «jetzt zwei Tage frei verdient», sagte der 45 Jahre alte Österreicher, der den VfL gleich in seiner ersten Saison als Wolfsburger Trainer nach Europa führte. Und trotz geglückter Qualifikation soll seine Elf auch gegen die Bayern am nächsten Samstag noch mal «alle Kräfte mobilisieren». Die Mannschaft habe Großartiges geleistet, sagte Glasner. «Gegen Bayern wird es nun etwas leichter, weil wir schon qualifiziert sind. Wir wollen den sechsten Platz jetzt über die Ziellinie bringen.»

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