7. Spieltag
Unentschieden lässt Stuttgart und Frankfurt hadern

Aufsteiger Stuttgart schafft trotz 2:0-Führung auch gegen Frankfurt keinen Heimsieg. Das schmerzt sowohl den Kapitän, als auch den Trainer. Die Eintracht kommt erst spät auf Touren - und in der Tabelle der Fußball-Bundesliga nicht vorwärts.

Samstag, 07.11.2020, 18:47 Uhr
Frankfurts André Silva (l) schießt das 1:2-Anschlußtor.
Frankfurts André Silva (l) schießt das 1:2-Anschlußtor. Foto: Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa) - Wirklich glücklich war keiner. Weder beim VfB Stuttgart, der auch im vierten Anlauf seinen ersten Heimsieg der Saison verpasste. Noch bei der Eintracht aus Frankfurt, die zwar große Moral bewies, in der Bundesliga mittlerweile aber schon seit vier Partien nicht mehr gewonnen hat.

«Das tut schon weh», sagte Kapitän Gonzalo Castro bei Sky über das 2:2 (2:0) des schwäbischen Aufsteigers gegen die Hessen, bei dem er neben Nicolas Gonzalez (17. Minute, Foulelfmeter) selbst getroffen hatte (37.). Nachdem der VfB mehrmals die Gelegenheit verstreichen ließ, frühzeitig alles klar zu machen, schaffte die Eintracht durch Treffer von André Silva (61.) und David Abraham (75.) noch den Ausgleich. «Nach dem 2:1 sind wir in eine gewisse Passivität reingerutscht», sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo. Die verspielte Führung schmerzte ihn. Letztlich sei er aber «zufrieden mit dem Punkt gegen eine reife Mannschaft, die internationale Ambitionen hat».

Denen die Frankfurter bislang allerdings hinterherlaufen. Für Aufsteiger Stuttgart sind zehn Punkte nach sieben Spieltagen eine ordentliche Ausbeute, für das Team von Trainer Adi Hütter sicher zu wenig. «Wenn man zur Pause 0:2 zurückliegt und das Spiel dann fast noch umdreht, ist es ein gewonnener Punkt», sagte der Eintracht-Coach. «Zu kritisieren gibt es, warum wir immer ziemlich lange brauchen, bis wir im Spiel sind, und warum es immer wieder Nackenschläge braucht, um aufzustehen.»

Stürmer Gonzalez war bei seinem Startelf-Debüt in dieser Saison gleich der auffälligste Mann beim VfB. Der Argentinier, der nach längerer Verletzungspause zuvor dreimal in Folge eingewechselt worden war, stand anstelle von Sasa Kalajdzic in der Anfangsformation - und nutzte seine erste Chance prompt zur Führung. Nach einem Schubser von Frankfurts Almamy Touré bekam er einen Elfmeter zugesprochen und verwandelte diesen genauso souverän wie jenen, den er vergangene Woche beim 1:1 beim FC Schalke 04 als Joker versenkt hatte.

Bei zwei weiteren Abschlüssen (25., 30.) in der ersten Halbzeit stand Gonzalez jeweils knapp im Abseits, einmal schoss er nach Vorarbeit des emsigen Borna Sosa über das Tor (31.). In der 37. Minute bediente er dann aber mustergültig Mitspieler Castro, der frei auf Gäste-Keeper Kevin Trapp zusteuerte und zum 2:0 einschob. Die beste Frankfurter Möglichkeit im ersten Durchgang vergab Dominik Kohr, der im Mittelfeld den verletzten Sebastian Rode (Sehnenreizung am Gesäß) vertrat und dessen Schuss von VfB-Verteidiger Marc Oliver Kempf gerade noch geblockt wurde (33.). Zuvor hatten die Hessen einen üblen Fehlpass von Stuttgarts Atakan Karazor nicht nutzen können (20.).

Nach der Pause gab es Chancen im Minutentakt: Gonzalez knallte die Kugel nach einem Freistoß von Castro freistehend über das Tor (51.), Pascal Stenzel rettete für den VfB auf der Linie (52.) und Stuttgarts Mateo Klimowicz traf per Kopf die Latte (56.). Nachdem ihr Torjäger Silva nach einer Stunde aus wenigen Metern flach ins rechte Eck zum Anschluss getroffen hatte, drängte die Eintracht auf den Ausgleich - und bekam ihn. Abraham köpfte nach einer Ecke unbedrängt ein, Vorbereiter war wie beim ersten Tor der eingewechselte Aymen Barkok.

© dpa-infocom, dpa:201107-99-249003/3

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