21. Spieltag
Frankfurt weiter nicht zu stoppen: Sieg gegen Köln

Seit zehn Spielen ist die Eintracht in der Liga ungeschlagen. Die zuletzt starken Kölner hatten keine Chance. Die Qualifikation für die europäische Königsklasse scheint in dieser Saison für Frankfurt möglich. Jetzt kommen die Bayern.

Sonntag, 14.02.2021, 18:39 Uhr aktualisiert: 14.02.2021, 18:41 Uhr
Eintracht-Torjäger André Silva (l) brachte Frankfurt beim Sieg gegen den 1. FC Köln in Führung.
Eintracht-Torjäger André Silva (l) brachte Frankfurt beim Sieg gegen den 1. FC Köln in Führung. Foto: Thomas Frey

Frankfurt/Main (dpa) - Club-Weltmeister FC Bayern kann kommen. Kaum hatte Eintracht Frankfurt seine Erfolgsserie mit einem souveränen 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln am Sonntag ausgebaut, richteten sich die Blicke bereits auf den Kracher gegen die Münchner am nächsten Samstag.

«Wir haben eine Woche Zeit, uns auf die beste Mannschaft der Welt vorzubereiten. Wir sind gut drauf, versuchen die Bayern zu fordern und zu gewinnen», sagte Erfolgstrainer Adi Hütter und Routinier Makoto Hasebe fügte hinzu: «Wir können auch die Bayern schlagen.»

Die Zuversicht ist berechtigt, denn die Eintracht präsentiert sich seit Wochen in überragender Form. Seit zehn Spielen und als einziger Bundesligist im Jahr 2021 sind die Frankfurter noch unbesiegt. Wo soll das noch hinführen? Womöglich erstmals in die europäische Königsklasse? Hütter bleibt diesbezüglich noch zurückhaltend. «Mit Bayern München Meister zu werden ist einfacher als mit der Eintracht die Champions League zu erreichen», hatte der Österreicher vor dem Spiel gesagt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass beides eintritt, ist gar nicht mal so gering. Mit 39 Punkten hat die Eintracht ihren Champions-League-Platz gefestigt. Eine derartige Ausbeute gab es zu diesem Zeitpunkt zuletzt 1992/93. In jener Saison waren die Hessen auch letztmals die ersten zehn Heimspiele unbesiegt geblieben.

Gegen Favoritenschreck Köln war die Erfolgsserie zu keiner Zeit in Gefahr. Für den Sieg sorgten André Silva (57. Minute) und Evan N'Dicka (79.). «Wir wussten, dass Chancen kommen. Die haben wir genutzt. Wir haben eine gute Entwicklung genommen. Wir spielen sehr gut. Auch unsere Mentalität hat sich sehr gut entwickelt», sagte Hasebe beim TV-Sender Sky.

Die Kölner, die zuvor schon bei den Champions-League-Teilnehmern Dortmund, Leipzig und Mönchengladbach sieben Punkte geholt hatten, gingen indes diesmal leer aus. Mit 21 Punkten steckt der FC weiter im Abstiegskampf. «Es war eine verdiente Niederlage, aber auch unnötig. Wir bekommen zwei Tore, die man vermeiden konnte. Wir haben insgesamt zu wenig Bälle festgemacht und für Entlastung gesorgt. Frankfurt ist ein körperlich hartes Team. Da muss man gewappnet sein, das waren wir nicht», sagte FC-Manager Horst Heldt.

Bis es etwas Sehenswertes in dem 90. Bundesligaduell der beiden Clubs gab, verging eine gute Viertelstunde ohne Torszenen. Erst danach kamen die Gastgeber in Spiellaune und zu zahlreichen Chancen gegen die Kölner, die nicht annähernd an die Leistungen der beiden zuletzt siegreichen Partien herankamen. Zeitweise gab es für die Frankfurter fast Tormöglichkeiten im Minutentakt, wobei Filip Kostic einmal mehr der Antreiber war und sich der Kölner Torwart Horn als großer Rückhalt erwies.

Die Domstädter waren mit dem 0:0 zur Pause gut bedient. Die zahlreichen Verletzungen im Kölner Kader um Kapitän Jonas Hector machten sich bemerkbar und konnten auch durch die Bereitschaft von Marius Wolf, trotz einer Bänderverletzung zu spielen, nicht kompensiert werden. «Diese Einstellung ist was Bravouröses. Aller Ehren wert, schon toll», sagte FC-Trainer Markus Gisdol.

Nach dem Wiederanpfiff setzte sich das einseitige Spiel mit den dominierenden Frankfurtern fort, die in der 57. Minute endlich den verdienten Treffer erzielten. Nach einem Distanzschuss von Erik Durm, fälschte Kamada den Ball so ab, dass Silva mühelos aus wenigen Metern seinen 18. Saisontreffer erzielte. Für Gefahr konnten die Kölner nur einmal sorgen, als Emmanuel Dennis (66.) aus 18 Metern den Ball knapp am rechten Pfosten vorbeischoss. Besser machte es der Frankfurter Verteidiger N'Dicka mit seinem Tor zum 2:0.

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