Do., 24.08.2017

Lemgo, Lübbecke und Minden starten zuversichtlich in die Erstligasaison Das Handballfieber erwacht

Lemgos Tim Suton (links) hat sich in die A-Nationalmannschaft gespielt. Jetzt hat der 21-Jährige beim TBV bis 2020 verlängert.

Lemgos Tim Suton (links) hat sich in die A-Nationalmannschaft gespielt. Jetzt hat der 21-Jährige beim TBV bis 2020 verlängert. Foto: Imago

Von Volker Krusche und Hans Peter Tipp

Bielefeld (WB). Da sind es wieder drei: Mit dem Aufstieg des TuS N-Lübbecke ist das OWL-Handballtrio wieder  in der Bundesliga vereint. Ziel aller drei Klubs in der an diesem Wochenende beginnenden Saison ist es, dass sich das nicht ändert. Den OWL-Vertretern spielt in die Karten, dass nur noch zwei Teams absteigen.

GWD Minden

Saisonziel: Erneut soll es für GWD der frühzeitige Klassenverbleib werden. Zudem soll die Vorjahrespunktzahl (26) mindestens auf 28 gesteigert werden.

Größte Veränderung: Trainer Frank Carstens muss eine neue Mannschaft formen. Acht Abgängen stehen sieben Zugänge gegenüber, darunter zwei Youngster aus der eigenen Jugend. Der GWD- Coach lässt eine andere 6:0-Abwehrvariante spielen, durch die das Umschaltspiel verbessert und effektiver werden soll.

Podcast zum Auftakt

In der Podcast-Reihe »Kreis Ab« begrüßt Moderator Sascha Staat jede Woche Journalisten und Experten, um mit ihnen über die aktuellen Geschehnissse aus der Welt des Handballs zu sprechen. In der aktuellen Folge ist auch WESTFALEN-BLATT-Sportredakteur Marc Schmedtlevin dabei. Er spricht über die Entwicklung des TuS N-Lübbecke.

Größtes Plus: Von allen Teams aus der Kellerregion birgt der GWD-Kader die größte Substanz. Auf den Halbpositionen verfügt man nun über unterschiedliche Spielertypen, die ein variableres Angriffsspiel ermöglichen.

Größtes Risiko: Die Vorbereitung und die Blamage im DHB-Pokal haben deutlich gemacht, dass es noch Zeit benötigt, bis sich die neue Mannschaft gefunden hat. Zu viele Punkte sollten bis dahin aber nicht abgegeben werden, sonst könnte es eng werden.

Das sagt der Trainer: »Ich freue mich, diese neue Mannschaft zu entwickeln. Wir haben das Spezialistentum deutlich gekürzt. Ich denke, dass wir mit unseren neuen Spielern viel mehr Möglichkeiten haben.«

Auftakt: GWD startet am Sonntag um 12.30 Uhr in der Kampa-Halle gegen das Überraschungsteam des Vorjahres, DHfK Leipzig.

TBV Lemgo

Saisonziel: Nach dem Last-Minute-Klassenerhalt in der Vorsaison wünschen sich die Lipper sehnlichst, in der neuen Spielzeit nicht zittern zu müssen.

Größte Veränderung: Lemgos Halbrechter und Kapitän Rolf Hermann (Nachfolger im Amt: Andrej Kogut) fällt unbefristet mit Schulterproblemen aus. Selbst das Karriereende ist nicht auszuschließen. Dank der erfahrenen Neuen Fabian van Olphen, Isaias Guardiola und Peter Johannesson sollte die Abwehr des Trainers Florian Kehrmann stabiler stehen.

Größtes Plus: Alle Leistungsträger sind noch da und haben wie die Nationalspieler Tim Hornke und Tim Suton, der vorzeitig um zwei Jahre bis 2020 verlängert hat, noch immer sehr viel Potenzial.

Größtes Risiko: Die Wurfkraft aus der Distanz bleibt überschaubar. Weitere Verletzungen auf der halbrechten Position wären kaum zu kompensieren.

Das sagt der Trainer: »Wichtig ist, dass wir den Teamgeist, den wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, in der Saison durchziehen. Und: Wir müssen es schaffen, die Heimspiele aggressiver und intensiver zu führen.«

Auftakt: Lemgo begrüßt am Sonntag um 15 Uhr mit den Rhein-Neckar Löwen den deutschen Meister in der Lipperlandhalle.

TuS N-Lübbecke

Saisonziel: Als Aufsteiger steht für die Rothemden eindeutig der Klassenverbleib im Vordergrund.

Größte Veränderung: Bislang besaß der TuS keinen Distanzschützen. Trainer Aaron Ziercke hat sich in Marko Bagaric für einen Zwei-Meter-Hünen aus Katar entschieden. Für Torhüter-Urgestein Nikola Blazicko, der nun Co-Trainer ist, holte der TuS Junioren-Nationalspieler Joel Birlehm vom Nachbarn Minden.

Größtes Plus: Lübbeckes Gesicht hat sich kaum verändert. Das Team ist eingespielt und sollte zudem die Aufstiegseuphorie mit in die Saison nehmen. Zudem erwies sich die gute Kondition im Vorjahr als wichtiger Faktor.

Größtes Risiko: Die eventuell fehlende Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Kaum ein Spieler ist in der Lage defensive Deckungen durch Gefahr aus der Distanz aus der Reserve zu locken.

Das sagt der Trainer: »Wir freuen uns ungemein auf die 1. Liga und glauben, zwei Teams hinter uns lassen zu können. Ich sehe unsere Mannschaft in etwa auf Augenhöhe mit einigen Konkurrenten wie Lemgo oder Minden.«

Auftakt: Lübbecke startet am Sonntag um 12.30 Uhr beim Vizemeister SG Flensburg-Handewitt.

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