Mo., 17.09.2018

Treffer per Karate-Kick So (un)bescheiden feiert Zlatan Ibrahimovic sein 500. Tor

Zlatan Ibrahimovic von den LA Galaxy jubelt über das 500. Tor seiner Karriere.

Zlatan Ibrahimovic von den LA Galaxy jubelt über das 500. Tor seiner Karriere. Foto: Marcio Jose Sanchez

Von dpa/jhu

Toronto - 

Man kommt aus dem Staunen nicht so schnell heraus. Ein Tor der Marke Zlatan. Und das zum 500. Treffer der Karriere. Sogar die gegnerischen Fans feiern Ibrahimovic für eine artistische Einlage mit einem Hauch von Karate. Und der Torschütze? Gibt sich ganz bodenständig.

Den 500. Treffer seiner Karriere erzielte Zlatan Ibrahimovic natürlich nicht einfach so. „Meinst du das ernst“, fragte sogar sein Verein LA Galaxy. „Absurd“, kommentierte der Sender Fox Sports. „Zlatan ist unwirklich“, meinten die Sports-Center-Kollegen von ESPN. Und Ibrahimovic selbst? Er inszenierte sich prompt in Thor-Manier vor einem blitzenden Himmel als „Gott der Tore“.

„So einen Treffer habe ich noch nie kassiert“

Es war die 43. Minute in der Partie zwischen Los Angeles und Toronto FC. Galaxy lag bereits mit 0:3 hinten. Ein Zuspiel aus dem Mittelfeld in den Strafraum von Toronto verwandelte Ibrahimovic auf maximal artistische Weise: Er erwartete den Ball zunächst mit dem Rücken zum gegnerischen Tor. In der Luft drehte sich der immerhin 1,95 Meter große Schwede elegant um 180 Grad und verlängerte den Ball mit der rechten Außenseite ins Tor von Toronto. „So einen Treffer habe ich noch nie kassiert“, meinte FC-Keeper Alex Bono.

Ibrahimovic in elitärem Kreis

Selbst die Fans von Gastgeber Toronto erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten dem 36-Jährigen, der mit Tor Nummer 500 seiner Laufbahn in einen sehr elitären Kreis vorstieß. Von den noch aktiven Fußballern erzielten bisher nur die beiden Superstars Cristiano Ronaldo aus Portugal und Lionel Messi aus Argentinien auch mindestes 500 Treffer.

„Schüchterner” Schwede gelobt Besserung

Der Schwede, der sich selbst auch schon einmal als „Gott” bezeichnet und dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, blieb auf dem Rasen und auch nach dem Spiel ganz bodenständig. Nach seinem akrobatischen Tor jubelte er kaum.

Auch dass sich die Toronto-Fans vor dem gegnerischen Superstar regelrecht verneigten, nahm dieser auch eher nebensächlich war. „Es ist nicht das erste Mal, dass ich Ovationen von den Fans des Gegners bekomme“, sagte Ibrahimovic. Nach dem Spiel signierte er sogar die Stirn eines Toronto-Fans.

Er sehe das Spiel nicht so positiv, sagte der Stürmer in einem Interview. Schließlich habe sein Team mit 3:5 verloren. Dann schaltete er doch noch in den berühmten Zlatan-Modus: „Ich freue mich für die Fans, dass sie etwas gesehen haben, was sie zuvor nie erlebt haben.“ 

Zahlreiche prominente Sportler gratulierten Ibrahimovic. David Beckham, der von 2007 bis 2012 bei LA Galaxy spielte, gratulierte Ibrahimovic in einer Videobotschaft: „500 Tore, was für eine Karriere! Das macht dich wirklich, wirklich alt.” Das einzige, an dem Ibrahimovic noch arbeiten müsse: „Du bist etwas schüchtern.” Der Schwede gelobte Besserung.

Spektakuläre Tore

17 Mal traf er seit seinem Wechsel von Manchester United nach Kalifornien schon in der Major League Soccer. Weitere 421 Tore verteilen sich auf seine Zeiten bei Malmö FF, Ajax Amsterdam, Juventus Turin, Inter Mailand, dem FC Barcelona, dem AC Milan, Paris Saint-Germain, und Manchester.

Für die schwedische Nationalmannschaft erzielte er 62 Treffer, darunter auch einige denkwürdige wie das Tor im November 2012 in einem Testspiel gegen England. Aus weiter über 20 Metern versenkte er damals den Ball mit einem Fallrückzieher.

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