Mo., 10.12.2018

Umbau im Team Katusha-Alpecin Die Ansprüche 2019 erfüllen

Zwei Männer, ein Ziel: Erfolge! Eduard R. Dörrenberg (links) und Igor Makarov fordern Katusha-Alpecin.

Zwei Männer, ein Ziel: Erfolge! Eduard R. Dörrenberg (links) und Igor Makarov fordern Katusha-Alpecin. Foto: Michael Diekmann

Von Michael Diekmann

Bielefeld (WB). 2019 wird es ernst für Katusha Alpecin: Die Bosse haben die Schlagzahl erhöht. Neue Manager, Strategien und Konzepte sowie die eingeforderte Professionalität sollen den 24 Profis fortan sprichwörtlich Beine machen.

Die beiden Köpfe des UCI-Teams mit Bielefelder Beteiligung und russischen Wurzeln sind ebenso unterschiedlich wie gleich gestrickt. Wenn es um Radsport geht, wollen beide Erfolge sehen. Eduard R. Dörrenberg, Chef des globalen Mittelständlers Alpecin, spricht Klartext: »Ich bin 50, bin immer noch hungrig. Und ich hasse Mittelmaß.« Das sei, sagt er, allenfalls die Spitze des Tabellenkellers. Da ist der Deutsche einig mit Igar Makarov. Der russische Milliardär feiert 2019 Katushas zehnten Geburtstag. Aber noch nie hat er so klar fehlende Erfolge live thematisiert wie bei der Präsentation der neuen Equipe im Hause von Radpartner Canyon.

Erik Zabel wird Performance-Manager

Die erste Sensation im Team hatte bekanntlich schon am Wochenende die Runde gemacht. Erik Zabel wird Performance-Manager, der Mann mit dem Blick auf das Ganze. Er soll aus TV-Livebildern und Daten die entscheidenden Hilfen direkt ins Renngeschehen geben. Die Team-Strategie, hört man, war wohl zu oft zu weit weg von der Spitze.

Ebenso neu wie Zabel senior ist Dirk Demol. Der Belgier kommt vom Degenkolb-Team Trek-Segafredo, hat Heroen wie Cancellara geformt und gesteht: »Ich habe Vertrauen in die Jungs von Katu­sha Alpecin.« Demol ist der Leiter aller sportlichen Leiter. Die 24 Fahrer haben große Erwartungen.

Das Team, in dem die Bielefelder von Alpecin mit etwa vier Millionen Euro Jahresbudget engagiert sind, setzt mit Demol seine Europäisierung fort. Weil Alpecin global stetig wächst, erwarten die Bielefelder konsequentes Nachjustieren auch in Führung und Organisation des globalen Teams Katusha-Alpecin. Nach dem Tour-Debakel wurden offenbar Köpfe gewaschen. Der russische Faktor wird kleiner. Der Druck auf Generalmanager Azevedo wächst.

Die Präsentation ist getragen von Erwartung. Marcel Kittel, 2018 Sprintstar ohne Fortune, hat den Kopf wieder frei und setzt auf Attacke. Tony Martin, von Fachmedien zum Top-Flop gekürt, hat das Team verlassen. Die deutsche Fraktion ist hungrig auf Erfolge. Rick Zabel und der Kölner Nils Politt, Zweiter der Deutschlandtour und Siebter in Roubaix, trainieren jetzt mit André Greipel. Politt: »Es geht um die letzten zwei Prozent.«

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