Fr., 12.04.2019

Bei den Frauen wird ein Dreikampf zwischen Bossow, Strate und Rannacher erwartet Hermannslauf: Machen die Ostwestfalen den Sieg unter sich aus?

Schon beim Start der Erste: Elias Sansar mit der Startnummer eins.

Schon beim Start der Erste: Elias Sansar mit der Startnummer eins. Foto: Oliver Schwabe

Von Hans Peter Tipp

Bielefeld (WB). Zum ersten Mal seit fünf Jahren könnte der Hermannslauf am 28. April wieder ein ostwestfälisches Siegerpaar bekommen. Rekordsieger Elias Sansar ist fit und favorisiert, während die Norwegerin Hilde Aders die 48. Auflage des 31,1 Kilometer langen Teutoklassikers nach vier Erfolgen in Folge auslässt. Ihre Jahresplanung ist auf den Berlin-Marathon im Herbst ausgerichtet.

So könnte der Weg frei sein für eine ihrer Kronprinzessinnen. Franziska Bossow und Stephanie Strate (beide TSVE Bielefeld) trennten vor zwölf Monaten auf den Plätzen zwei und drei ganze 48 Sekunden. Oder für die 25 Jahre alte Hermannslaufdebütantin Michelle Rannacher (Gütersloh), die zurzeit als die schnellste Ostwestfälin im Halbmarathon gilt. Der Hermannslauf ist jedoch zehn Kilometer länger.

Bei den Männern dürfte erneut kein Weg an Elias Sansar vorbeiführen. Vor zwölf Monaten gelang dem jetzt 39-Jährigen Rekordsieger sogar das Kunststück, bei seinen elften Triumph an der Sparrenburg seit 2006 so schnell wie nie ins Ziel zu kommen. Seinen ärgsten Verfolger des Vorjahres, den zweitplatzierten Thomas Kühlmann muss er dieses Mal nicht fürchten. Der Wernigeroder ist nicht angemeldet. Jan Kerkmann (TSV 1890 Bielefeld), der Drittplatzierte von 2018, tendiert eher dazu, dieses Mal den Hermannslauf auszulassen. Doch der frischgebackene Vierte der Deutschen Meisterschaft über 50 Kilometer lässt sich noch ein Hintertürchen offen. »Ich würde gern die Umstände entscheiden lassen«, ließ er am Freitag auf Anfrage wissen. Vielleicht kann aber der Holzmindener Jan Kaschura Sansar etwas ärgern. Er lief 2019 als Vierter knapp am Treppchen vorbei. Seit einer Woche hält er den Marathon-Weltrekord für Köche.

Daniel Skakavac und Rudi Ostermann vom Orgateam des TSVE Bielefeld blickten aber nicht nur auf das Teilnehmerfeld (»Außer Thomas Kühlmann haben bei Männern und Frauen alle gemeldet, die vor einem Jahr unter den Top Ten waren«), sondern stellte n auch einige kleinere Veränderungen im Ablauf des Teutoklassikers vor. Der gravierendste betrifft den Aufbau im Zielbereich, wo sie wegen der neu gepflanzten Bäume an der Sparrenburg bei Läufern und Zuschauern um besondere Rücksicht baten. »Wir sind ein Volkslauf durch die Natur und wollen die Natur und die neuen Bäume an der Sparrenburg schützen«, sagte Skakavac. Deshalb gibt es für die Aktiven auch nur noch ein Verpflegungszelt im Zieleinlauf. Das ist dafür aber größer als ins der Vergangenheit.

Insgesamt haben 7190 Aktive (5265 Männer/1928 Frauen) für den innerhalb von zwölf Stunden ausgebuchten Lauf gemeldet. Noch nicht voll ist der 9. Mini-Hermann auf der Promenade an der Sparrenburg, für den bislang 300 Kinder angemeldet wurden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6539165?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509832%2F2198364%2F