Do., 13.06.2019

Rekordchampion aus der Schweiz wird am Samstag in Halle erwartet Federer peilt zehnten Titel an

Immer ein Genuss: Tennisprofi Roger Federer auf Rasen in Halle.

Immer ein Genuss: Tennisprofi Roger Federer auf Rasen in Halle. Foto: Thomas F. Starke

Von Hans Peter Tipp

Halle (WB). Vor 19 Jahren reiste ein damals etwas schüchtern wirkender 18-Jähriger zum ersten Mal nach Halle. Seitdem hat Roger Federer, der am 8. August sein 38. Lebensjahr vollendet, fast alle Rekorde gebrochen, die es im Tennis gibt.

20 Grand-Slam-Turniere hat der heutige Weltstar gewonnen, insgesamt auf der ATP-Tour 101 Titel gesammelt, und mit aktuell 1208 Siegen ist der Schweizer auf dem besten Weg, Jimmy Connors (1243) einen jener Rekorde streitig zu machen, die bislang das Prädikat »für die Ewigkeit« trugen.

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Dass wir Roger Federer in Halle präsentieren können, ist etwas ganz Besonderes.

Turnierdirektor Ralf Weber

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In Halle hat Federer seit seinem ersten Aufschlag fast immer gespielt und meistens auch gewonnen. Mit neun Turniersiegen ist er Rekordchampion, mit nunmehr 17 Starts natürlich auch Rekordteilnehmer. »Dass ein Weltstar wie Roger Federer jedes Jahr hier in Halle spielt, erscheint uns allen ja fast schon selbstverständlich. Aber viele 500er-Turniere werden niemals die Chance bekommen, dass er überhaupt nur ein einziges Mal dort zu sehen ist«, stellt Turnierdirektor Ralf Weber nicht ohne Stolz fest und bekräftigt: »Dass wir Roger Federer in Halle präsentieren können, ist etwas ganz Besonderes.« Erwartet wird der Maestro am Samstag. Aufschlagen wird der Schweizer dann entweder am Montag oder Dienstag, wenn die erste Runde des Hauptfeldes ausgespielt wird.

Roger Federer

Alter: 37 Jahre

Familienstand: verheiratet, vier Kinder

Geburtsort: Basel

Größe: 1,85 Meter

Profi seit: 1998

Höchste ATP-Platzierung: 1 (für 310 Wochen)

Weltrangliste aktuell: 3

ATP-Turniersiege: 101

Bisheriges Preisgeld: 124.293.122 US-Dollar

Halle-Bilanz: Sieger: 2003 bis 2006, 2008, 2013 bis 2015, 2017; Finalist 2010, 2012, 2018; Halbfinalist 2002, 2016; Viertelfinalist 2000, 2001

Etwas Besonderes hat der »Maestro« auch immer noch auf dem Schläger. Das zeigen nicht nur die Turniersiege in Dubai und Miami, die Federer in diesem Jahr seiner Ausnahmebilanz hinzugefügt hat. Beleg dafür ist auch die Tatsache, dass der Schweizer sich zum ersten Mal seit vier Jahren wieder in eine – wenn auch verkürzte – Sandplatzsaison mit Starts in Madrid, Rom und Paris gestürzt hat.

Bei den French Open schaffte es Federer bis ins Halbfinale. Dort allerdings war Rafael Nadal zu stark – trotz eines starken Auftritts des Schweizers. »Ich weiß gar nicht, was ich hätte besser machen können«, urteilte Federer hinterher. Die Strapazen des Ausfluges in den berühmtesten Tennis-Sandkasten der Welt hat er nach eigener Aussage jedenfalls gut verkraftet. »Ich bin sehr zufrieden, wie ich die French Open körperlich weggesteckt habe, ich habe keine Probleme«, sagt Federer, der sich fit fühlt für die Rasensaison, die für ihn in Halle beginnt und in Wimbledon endet.

Bei seiner Premiere in Halle gelangen ihm zwei Siege, ehe er nach dem Viertelfinale gegen Michael Chang die Koffer packen musste. 19 Jahre später würde er gern länger bleiben. Aber die Konkurrenz hat es in sich. »Wenn ich auf die Teilnehmerliste schaue, dann habe ich den Eindruck, dass es immer schwerer wird, das Turnier zu gewinnen«, sagt Federer. Dennoch bleibt der zehnte Titel das Ziel.

 

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