Fr., 21.06.2019

Goffin setzt dem ATP-Weltmeister Grenzen – Belgier im Halbfinale gegen Berrettini Zverevs Weg in Halle ist zu Ende

Alexander Zverev streckte sich im Viertelfinale vergeblich.

Alexander Zverev streckte sich im Viertelfinale vergeblich. Foto: Thomas F. Starke

Von Hans Peter Tipp

Halle (WB). Der Traum vom ersten Turniersieg in Halle ist für Alexander Zverev vorbei. Der amtierende ATP-Weltmeister erlebte am Freitag im Viertelfinale gegen den laufstarken David Goffin eine Berg- und Talfahrt. An deren Ende stand das Aus in drei Sätzen. Mit 3:6, 6.1, 7:6 (7:3) zog der 28 Jahre alte Belgier ins Halbfinale ein. Dort trifft er auf den Italiener Matteo Berrettini. Zverev muss nach Hause fahren.

Einen Tag nach seinem starken Auftritt im Achtelfinale gegen Steve Johnson (USA) hatte Zverev auch gegen den Belgier zunächst alles unter Kontrolle. Selbst eine rund zehnminütige Spielunterbrechung, als im Oberrang einen Zuschauerin von Sanitätern behandelt werden musste, brachte ihn im ersten Satz nicht aus dem Tritt.

Im zweiten Abschnitt erhielt der zweifache Halle-Finalist die Quittung dafür, dass ihn ein wenig der Mut verließ. Mit präzisen Schlägen und starker Beinarbeit stellte ihn der Belgier nun immer häufiger vor unlösbare Aufgaben. Wenn die Ballwechsel länger wurden, hatte fast immer Goffin das bessere Ende für sich. Negativer Höhepunkt dieses Durchgangs aus Zverevs Sicht war sicherlich sein Aufschlagspiel beim Stand von 1:3. Zehn Mal musste er dabei über Einstand gehen. Neun Mal war es der Belgier, der die Chance zum Spielgewinn hatte und sie schließlich zum 4:1 nutzte.

Zverev fing sich. Doch die Berg- und Talfahrt ging weiter. Erst 3:1 vorn, dann 4:5 zurück. Bei eigenem Aufschlag geriet der Deutsche nun mächtig unter Druck und hatte bereits zwei Matchbälle gegen sich. Trotzdem gelang der Ausgleich zum 5:5. Damit lief alles auf einen Tiebreak zu, in dem der Belgier nicht ganz unverdient die Oberhand behielt. Auch weil sich Zverev im gesamten Spiel satte neun Doppelfehler leistete.

Der schmerzhafte Bluterguss am Knie, den sich Zverev am Montag in der ersten Runde zugezogen hatte, beeinträchtigte den 22-Jährigen am Freitag allerdings augenscheinlich kaum noch. Bereits am Feiertag hatte er nach seinem Sieg gegen Johnson Entwarnung gegeben: »Ich wusste genau, was ich auf dem Platz machen kann und was nicht.«

 

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