Sa., 03.08.2019

Zu sehen war die Aktion auch bei Arminias 3:3 in Bochum Regelhüter wollen neuen Abstoßtrick unterbinden

Auch Bochu, hier mit Torwart Manuel Riemann, probierte den Trick aus.

Auch Bochu, hier mit Torwart Manuel Riemann, probierte den Trick aus. Foto: dpa/Guido Kirchner

Berlin/Bochum (dpa). Der neue Trick beim Abstoß im Fußball ist wohl bald wieder Geschichte. Die internationalen Regelhüter wollen die Aktion, bei der ein Spieler im Strafraum den vom Torwart angelupften Ball zu diesem zurückköpft, unterbinden. Das International Football Association Board (IFAB) werde das Thema neu diskutieren, teilte das Gremium am Freitag mit. Bis dahin sollen die Schiedsrichter den Abstoß wiederholen lassen, wenn eine Mannschaft den Trick anwendet, aber vorerst keine Strafen aussprechen.

Ermöglicht wurde die Anwendung des Kniffs durch die neuen Fußballregeln, nach denen sich auch Feldspieler einer Mannschaft bei eigenem Abstoß im Strafraum aufhalten dürfen. Im deutschen Profifußball wurde der Trick aus der Grauzone des Regelwerks zuletzt mehrfach angewendet, auch am Freitagabend beim Zweitliga-Spiel des VfL Bochum gegen Arminia Bielefeld (3:3).

Sollte das IFAB die Regellücke schließen, wäre es schon die zweite Nachbesserung seit Einführung der neuen Richtlinien. Bei der Frauen-WM in Frankreich hatten die Referees mehrere Strafstöße wiederholen lassen und Torhüterinnen mit Gelb verwarnt, weil diese vorzeitig die Torlinie verlassen hatten. Für Verwirrung hatte dabei die neue Regel gesorgt, dass Keeper beim Elfmeter nur noch einen statt zwei Füße auf der Linie haben müssen. Die Videoschiedsrichter nahmen dies sehr genau und sorgten so für mehrere überharte Entscheidungen. Nach heftiger Debatte wurde die Gelbe-Karten-Regel für diese Fälle vorläufig ausgesetzt.

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