So., 04.08.2019

Löhner Diskuswerferin sichert sich im Berliner Olympiastadion die Goldmedaille Mit der S-Bahn zum Meistertitel

Kristin Pudenz aus Löhne sorgt bei den Deutschen Meisterschaften für eine riesige Überraschung. Die Diskuswerferin sichert sich mit der Persönlichen Bestleistung von 64,37 Meter die Goldmedaille.

Kristin Pudenz aus Löhne sorgt bei den Deutschen Meisterschaften für eine riesige Überraschung. Die Diskuswerferin sichert sich mit der Persönlichen Bestleistung von 64,37 Meter die Goldmedaille. Foto: dpa

Von Florian Weyand

Berlin (WB). Kristin Pudenz, Diskuswerferin aus Löhne (Kreis Herford), ist neue Deutsche Meisterin. Im Berliner Olympiastadion sicherte sie sich mit 64,37 Meter die Goldmedaille. Sie gewann vor ihren Dauerrivalinnen Nadine Müller und Shanice Craft. »Der Moment, als ich den Sieg sicher hatte, der war einfach überwältigend«, sagt die neue Deutsche Meisterin dem WESTFALEN-BLATT.

Für die 26-Jährige ist das Event in Berlin fast ein Heimspiel. Pudenz studiert und trainiert in Potsdam. »Ich fahre mit der S-Bahn zur Meisterschaft. Das ist doch mal was«, scherzte sie wenige Tage vor den Titelkämpfen. Die Lockerheit nahm sie auch mit in den Wettkampf.

Erster Wurf führt gleich zur Goldmedaille

Pudenz startete mit einem Riesenwurf in den Wettkampf. Die 26 Jahre alte Athletin, die ihre Karriere beim TV Löhne-Bahnhof begann, warf den Diskus im ersten Versuch gleich 64,37 Meter weit – und steigerte damit ihre Persönliche Bestleistung um fünf Zentimeter. Diese lag zuvor bei 64,32 Metern, aufgestellt erst vor wenigen Monaten im April 2019 beim Wettkampf in Schönebeck. »Dass der erste Wurf so gut ist, ist natürlich immer super für das Selbstbewusstsein«, sagt Pudenz.

Der Meistertitel ist bisher der größte Erfolg in der Karriere der Sportlerin, die aktuell für den SC Potsdam startet. In der U23-Klasse gewann sie im Jahr 2015 in Tallinn (Estland) bereits den Europameistertitel (59,94 Meter). »Ich kann es immer noch nicht fassen«, kommentiert der neue Champion. Sonntagabend feierte sie gemeinsam mit ihrer Familie und Freunden in Potsdam den Sieg. »Vorher musste ich aber noch viele Nachrichten auf meinem Handy beantworten.«

DM-Titel sichert Ticket für die WM in Doha

Mit dem ersten Meistertitel im Seniorenbereich sichert sich Pudenz auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Doha (Katar), die Ende September stattfinden. Es ist das erste Großereignis in ihrer Karriere.

Zu groß war die Konkurrenz bis her im Diskuswurf der Damen. In dieser Form dürfte für Pudenz aber auch ein Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio greifbar sein.

Müller und Craft landen auf Platz zwei und drei

Mit Rang zwei musste sich die sechsfache Deutsche Meisterin Nadine Müller (33) vom SC Halle begnügen. Sie kam in Berlin auf 63,99 Meter. Den dritten Platz sicherte sich Shanice Craft (MTG Mannheim/26) mit 62,22 Meter.

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