Fr., 09.08.2019

Augsburger Trainer will in Ostwestfalen das Ticket für die zweite Runde lösen Vor dem BVB kommt Verl: Schmidts klare Pokal-Vorgabe an FCA-Profis

Trainer Martin Schmidt gastiert mit dem FC Augsburg am Samstag im DFB-Pokal beim SC Verl.

Trainer Martin Schmidt gastiert mit dem FC Augsburg am Samstag im DFB-Pokal beim SC Verl. Foto: dpa

Augsburg (WB/cbr/dpa). Ein wenig Rückenwind vor dem Hammerstart in der Fußball-Bundesliga beim Supercup-Gewinner Borussia Dortmund würde dem FC Augsburg guttun. Und darum geht Trainer Martin Schmidt den Saisonauftakt im DFB-Pokal am Samstag (15.30 Uhr) beim SC Verl auch mit einer klaren Vorgabe an seine Fußball-Profis an.

»Wenn man als Bundesligist im Pokal gegen einen Regionalligisten auf dem Platz steht, muss man diesen schlagen. So ist die Herangehensweise. Wir wollen das Ticket lösen für die zweite Runde«, sagte Schmidt am Freitag in Augsburg. Der »kleine« SC Verl gibt sich hingegen ebenfalls offensiv. Der Vorsitzende Raimund Bertels sagt: »Ich bin Realist und allein durch den Dreiklassen-Unterschied ist Augsburg natürlich Favorit, aber wir sind nicht chancenlos. Unsere Mannschaft spielt guten Fußball.«

Für Schmidt geht’s nicht um einen Schönheitspreis

An der Augsburger Marschroute ändert auch der Ausfall einiger angeschlagenen Leistungsträger wie Torjäger Alfred Finnbogason, Philipp Max oder Jeffrey Gouweleeuw sowie der kurzfristige Wechsel von Abwehrtalent Kevin Danso zum FC Southampton nichts. Wichtiger als die Aufstellung ist für Schmidt die Herangehensweise: »Es sind Mentalitätsspiele. Das gibt ein Kampfspiel, es geht nicht um einen Schönheitspreis.«

Das Verler Regionalliga-Gesicht weglegen

Die Qualität des ostwestfälischen Gegners, dessen Stadion knappe 100 Kilometer von der Dortmunder Arena entfernt ist, bemisst der FCA-Coach nicht am mäßigen Start in der Regionalliga West. Schmidt orientiert sich lieber an den Erkenntnissen aus Verls 2:2 im Test gegen Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn . »Das Regionalliga-Gesicht muss ich weglegen. Das ist das Alltägliche. Aber das Pokalspiel ist ein Fest für Verl, eine irrsinnige Sache«, sagte der Schweizer zur Motivationslage.

Der gerade verpflichtete tschechische Nationaltorwart Tomas Koubek soll gleich im Tor stehen. »Er ist wettkampfbereit und passt voll rein«, äußerte Schmidt nach wenigen Tagen über den Neuzugang, der vom französischen Erstligisten FC Stade Rennes kam. Der 26-Jährige wurde im Training intensiv mit dem Augsburger Abwehrspiel vertraut gemacht. »Ich bin Fan von einer klaren Nummer eins«, betonte Schmidt.

Mit Routinier Luthe am Freitag verlängert

Mit Routinier Andreas Luthe (32) verlängerten die Augsburg am Freitag zugleich bis zum 30. Juni 2022. »Er ist eine Nummer zwei, die top funktioniert«, bemerkte Schmidt. Personalien beherrschten seine Pressekonferenz vor dem ersten Pflichtspiel-Ernstfall in Ostwestfalen.

Der FCA verleiht Abwehrtalent Danso (Vertrag bis 2024) für ein Jahr an den Premier-League-Club Southampton, der vom ehemaligen Bundesliga-Coach Ralph Hasenhüttl trainiert wird. »Kevin ist in England aufgewachsen, seine Familie lebt dort. Wir wollten ihm den Weg nicht verbauen«, begründete Schmidt den Deal, der für den Bundesligisten auch »marktwirtschaftlich« passe.

Die Lücke im Abwehrzentrum will Schmidt intern schließen, auch mit Rani Khedira, der weiterhin zwischen Mittelfeld und Abwehr pendeln könnte. Ansonsten freut sich der FCA-Coach, wenn das Transferfenster am 2. September auch in der Bundesliga endlich schließt: »Ich bin froh, wenn die Zeit kommt, wo wir nur Fußball spielen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6837338?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509832%2F2198364%2F