Do., 30.01.2020

Der frühere Bielefelder Trainer darf Wehen Wiesbaden in Hannover nicht coachen Sperren-Premiere für Ex-Armine Rüdiger Rehm: „Strafen muss man akzeptieren“

Der Wiesbadener Trainer Rüdiger Rehm (links) und der Bielefelder Sport-Geschäftsführer Samir Arabi während des Testspiels zwischen Arminia und dem FC St. Pauli am 18. Januar im Stadion in Oliva Nova. Jetzt ist Rehm in der 2. Bundesliga von einer Spielsperre betroffen.

Der Wiesbadener Trainer Rüdiger Rehm (links) und der Bielefelder Sport-Geschäftsführer Samir Arabi während des Testspiels zwischen Arminia und dem FC St. Pauli am 18. Januar im Stadion in Oliva Nova. Jetzt ist Rehm in der 2. Bundesliga von einer Spielsperre betroffen. Foto: Thomas F. Starke

Wiesbaden (dpa). Wo Rüdiger Rehm am Samstag seine Spielsperre absitzen wird, hat der Trainer des Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden noch nicht entschieden. „Es gibt Wichtigeres“, betonte der 41-Jährige, der sich beim 1:0-Heimsieg seines Teams über Erzgebirge Aue am Dienstag die fünfte Gelbe Karte in dieser Saison eingehandelt hatte.

Eine neue Regel besagt, dass ein Coach nach vier Verwarnungen eine Partie lang auf der Tribüne Platz nehmen muss. Sie trat allerdings erst in Kraft, nachdem Rehm am dritten Spieltag gegen Hannover 96 schon die erste kassiert hatte.

Aufenthalt im Innenraum für Rehm verboten

Jetzt treffen die Hessen am Samstag (13.30 Uhr) erneut auf die Niedersachsen. Der Aufenthalt im Innenraum ist dort für den ehemaligen Arminia-Trainer Rehm (Juni bis Oktober 2016) verboten. Mehr über seine Strafe, etwa ob er auf der Tribüne sitzen darf oder nicht, weiß der Trainer über die unwillkommene Premiere einer Gelbsperre für einen Vertreter seiner Zunft nicht. „Ich warte mal ab, was mich am Samstag erwartet“, sagte Rehm am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor der Partie.

„Strafen muss man akzeptieren“, betonte Rehm. „Das sind Regeln, die vorgegeben werden.“ Er habe während seiner gesamten Trainerlaufbahn und auch schon als Spieler „nie jemanden persönlich beleidigt“ oder würde jemandem respektlos gegenübertreten. „Ich gehe immer offen und ehrlich mit jedem um.“ Das Einzige, was er mache, sei, seine Mannschaft „sehr, sehr leidenschaftlich zu pushen“.

Trainer leistet Beitrag in die Mannschaftskasse

Der frühere Profi fügte hinzu: „Deshalb machen wir diesen Sport. Wenn wir leidenschaftslos an der Linie stehen sollen, bin ich das nicht, dann muss es jemand anderes machen. Ich werde meine Art nicht verändern.“ Den Beitrag für die Mannschaftskasse, der von Spielern bei Sperren verlangt wird, werde er natürlich nicht verweigern. „Ich zahle ihn gerne, wenn wir weiter punkten.“

Zu mehr offiziellen Statements wollte Rehm sich nicht hinreißen lassen, er ging lieber wieder zum Sport über. Es wurde aber deutlich, dass er sich einen anderen Umgang der Unparteiischen mit den bestehenden Regeln wünscht. „Ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl nach dem Start, den wir zu Hause hinbekommen haben.“ Nun gelte es für den Tabellen-16., bei 96 einen ähnlichen Auftritt zu liefern.

Sportdirektor spricht von großem Kader

Neben Rehm fehlt auch Sebastian Mrowca den Hessen, er hatte gegen Aue eine Gelb-Rote Karte gesehen. Der Trainer sieht für den Kapitän mehrere Alternativen. So war im weiteren Verlauf des Spiels gegen Aue Sascha Mockenhaupt an dessen Position gerückt. Was den Kader betrifft, laufen laut Sportdirektor Christian Hock kurz vor dem Ende der Transferfrist am 31. Januar noch bei zwei oder drei Spielern Gespräche darüber, ob man sie leihweise abgeben wird. Neuzugänge sieht Hock eher nicht: „Der Kader ist schon relativ groß.“

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