Di., 04.02.2020

Torjäger spielte schon für Rödinghausen und hat gute Erinnerungen an den SCV Heimatgefühle in der Fremde: Unions Bülter kennt sich in Verl aus

Marius Bülter (Union Berlin) bejubelt einen Treffer gegen Borussia Dortmund.

Marius Bülter (Union Berlin) bejubelt einen Treffer gegen Borussia Dortmund. Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin (WB/dpa). Für Union Berlin geht die Auswärts-Phase weiter. Nach dem 0:5 in Dortmund wartet am Mittwoch das DFB-Pokalspiel beim Regionalligisten Verl. An den Viertligisten hat Marius Bülter besondere Erinnerungen.

In der Fremde entwickelt Union Berlins Marius Bülter in diesen Tagen Heimatgefühle. Seine westfälische Geburtsstadt Ibbenbüren trennen lediglich 85 bis 140 Kilometer von Dortmund, Verl und Bremen - den aktuellen Gegnern des Fußball-Bundesligisten aus Köpenick. „Man kann schon sagen, dass es drei Heimspiele sind. Ich wohne genau dazwischen“, sagte Bülter vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) beim Viertligisten SC Verl.

Nur eine Niederlage mit Rödinghausen

Die Verhältnisse in Verl kennt wohl kein Unioner so gut wie Bülter. Mit seiner langjährigen Mannschaft SV Rödinghausen duellierte sich der 26 Jahre alte Offensivspieler in der Regionalliga West einige Male mit dem Team. Zwischen 2014/15 und 2017/18 stand Bülter in acht Vergleichen auf dem Rasen. Für Rödinghausen gab es dabei vier Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage.

Der heute viermalige Bundesligatorschütze schaffte gegen Verl sogar zwei Dreierpacks: am 24. September 2016 in Verl (3:2) und am 13. Mai 2018 (4:0) in Rödinghausen. Im Anschluss an diesen letzten Spieltag folgte Bülters fast schon kometenhafter Aufstieg.

Bülter im Dress des SV Rödinghausen. Foto: Klaus Münstermann

Im Sommer 2018 wechselte er zum damaligen Zweitligisten 1. FC Magdeburg. Seit Juni 2019 ist er an Union ausgeliehen. Die Berliner sicherten sich zudem eine Kaufoption. Gegen seinen Verbleib spricht nach einem bislang starken Premierenjahr nichts.

Im Kader von Trainer Urs Fischer ist Bülter schnell zu einer festen Größe geworden. „Ich habe mich von Spiel zu Spiel weiterentwickelt. Das größte Problem war am Anfang, dass man sich erst an die Liga gewöhnen musste. Das war etwas anderes als in der 2. Liga. Das gelingt mir aber von Spiel zu Spiel immer besser“, sagte Bülter.

Dienstreise beginnt am Dienstag mit der Bahn

In der Bundesliga brachte es der 26-Jährige bislang auf 19 Einsätze. Bülter spielte auch in den ersten beiden DFB-Pokalspielen bei Viertligist Germania Halberstadt (6:0) und bei Ligakonkurrent SC Freiburg (3:1) mit. Im Cup-Wettbewerb fehlt ihm bislang noch ein Treffer. Bülter kann aber immerhin schon drei Vorlagen vorweisen.

Sollte Bülter mit Union in Verl die nächste Runde erreichen und das bittere 0:5 vom Wochenende bei Borussia Dortmund vergessen machen, wäre das für Union ein großer Erfolg. Zuletzt stand der Verein in der Spielzeit 2000/2001 im Viertelfinale. Vor 19 Jahren zogen die Eisernen als Drittligist sogar ins DFB-Pokal-Finale gegen Schalke 04 (0:2) ein.

Nach dem Spiel wird es für Union noch nicht nach Hause gehen. Die längere Dienstreise begann am Dienstag mit der Bahn und dem Mannschaftsbus. Von Verl aus geht es nach dem Pokalduell anschließend weiter nach Bremen. Dort steht am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bereits das nächste Bundesligaspiel an.

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