Fr., 27.03.2020

Spiel- und Trainingsbetrieb im Amateurfußball bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt Keine Rückkehr auf den Platz in Sicht

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski verspricht den Vereinen in diesen schwierigen Zeiten Unterstützung von Seiten des Verbandes.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski verspricht den Vereinen in diesen schwierigen Zeiten Unterstützung von Seiten des Verbandes. Foto: Carsten Borgmeier

Kaiserau (WB). Der Spiel- und Trainingsbetrieb im deutschen Amateurfußball bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt. Darauf haben sich die Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und seine Landesverbände verständigt.

Mit einer Vorlaufzeit von 14 Tagen sollen die Vereine von einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs informiert werden. Die westfälische Leichtathletik setzt alle vorgesehenen Meisterschaftsveranstaltungen bis Ende Mai 2020 aus.

Vereine sollen finanziell entlastet werden

„Gleichzeitig haben wir uns entschieden, unsere Vereine auch finanziell zu entlasten“, sagt Gundolf Walaschewski, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) und dankt den westfälischen Kreisvorsitzenden für die Bereitschaft dazu. „In den Gesprächen wird immer wieder deutlich, wie groß und beherrschend die finanziellen Nöte unserer Vereine sind. Deshalb haben wir beschlossen, die pauschalisierten Spielabgaben für die Rückrunde nicht zu erheben beziehungsweise bereits geleistete Abgaben zurückzuzahlen. Eine weitere Entlastung bedeutet ebenfalls der Wegfall der pauschalen Belastung der Schiedsrichterkosten.“

Ordnungsgelder werden ausgesetzt

Ordnungsgelder wegen Nicht-Erfüllung des Schiedsrichter-Solls werden zwar nicht erlassen, aber ausgesetzt. Ähnlich verfährt der FLVW bei weiteren Ordnungsgeldern, die sich zum Beispiel aus in der Corona-Pause noch durchgeführten oder durchzuführenden Sportgerichtsverfahren ergeben. Diese werden zwar veröffentlicht, aber gestundet. „Damit tragen wir den Sorgen unserer Vereine Rechnung, denen ohne Spiele und Wettkämpfe die Einnahmen wegbrechen, wobei die fixen Kosten weiterlaufen“, erklärt Vizepräsident Finanzen Peter Wolf die Entscheidung.

Walaschewski bittet um Geduld

Walaschewski hat sich am Freitag auch in einem Schreiben an alle Vereine gewandt und bittet diese um Geduld – vor allem was das beherrschende Thema betrifft, den weiteren Verlauf oder ein etwaiges vorzeitges Ende der Saison: „Erlauben Sie mir aber den Hinweis, dass wir den Höhepunkt der Corona-Krise noch nicht erreicht haben und insofern endgültige Antworten auf Ihre drängenden Fragen leider noch nicht möglich sind. Dies betrifft auch den gelegentlich unterbreiteten Vorschlag für einen vorzeitigen Abbruch der Spielzeit. Unabhängig von den rein sportlichen Erwägungen – Aufstieg, Abstieg etc. – spielen dabei auch haftungsrechtliche Fragen eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es für endgültige Entscheidungen einfach noch zu früh. Auch dafür hoffe ich auf Ihr Verständnis.“

 

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