Do., 02.04.2020

Corona-Krise Sport-Historisches: Auch Wimbledon fällt aus

Auch der Tennis-Klassiker in Wimbledon wurde abgesagt.

Auch der Tennis-Klassiker in Wimbledon wurde abgesagt. Foto: Kirsty Wigglesworth

Von dpa

Berlin (dpa) - Olympia und Fußball-EM - die beiden eigentlich für Mitte des Jahres geplanten sportlichen Höhepunkte fallen wegen der Coronavirus-Pandemie flach. Das Super-Sportjahr steigt nun in 2021.

Doch noch längst sind nicht alle Fragen geklärt. Ein Überblick über die Lage bei den wichtigsten Sportereignissen:

OLYMPIA: Die 32. Sommerspiele finden ziemlich genau ein Jahr später statt. Nach dem langen Zögern ging es schnell. Sechs Tage nach der Absage für dieses Jahr wurde der neue Termin fixiert: Vom 23. Juli bis 8. August 2021 sollen die Spiele in Tokio über die Bühne gehen.

FUSSBALL-EM: Die Fußball-Europameisterschaft soll vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 ausgetragen werden. Unklar ist allerdings, ob die paneuropäischen Titelkämpfe an den ursprünglich geplanten Spielorten stattfinden. Nach der Oberbürgermeisterwahl in München wird ein Bekenntnis der bayerischen Landeshauptstadt zeitnah erwartet.

FUSSBALL-EUROPAPOKAL: Die UEFA verschob nach der nächsten kontinentalen Notfall-Sitzung die für Juni geplanten Auftritte der Nationalteams «bis auf Weiteres». Neue Termine für die Fortsetzung der Saison in Champions League und Europa League gibt es auch nicht. Einem ZDF-Bericht zufolge sollen die internationalen Wettbewerbe erst wieder im Juli aufgenommen und im August die Sieger gekürt werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt aber weiterhin auch das Szenario auf dem Tisch, dass im Europapokal und in den nationalen Ligen die Saison wechselweise zu Ende gespielt wird.

FUSSBALL-BUNDESLIGA: Mindestens bis zum 30. April wird auch in der Bundesliga der Ball auf Empfehlung der Deutschen Fußball Liga ruhen. Oberstes Ziel bleibt der Abschluss der Spielzeit 2019/20 bis zum 30. Juni. «Wir arbeiten alle mit Hochdruck darauf hin, den Fußball durch diese Phase zu bringen», sagte DFL-Boss Christian Seifert. Um einen kurzfristigen Kollaps der Branche zu verhindern, soll zudem bis zum 5. April das Mannschaftstraining unterbleiben. Auch wurde eine medizinische Taskforce eingerichtet, zudem gibt es im Falle von Insolvenzanträgen in dieser Saison keine Sanktionen.

FORMEL 1: Stand jetzt würde es am 14. Juni in Kanada losgehen, doch ein Stadtrennen in Montréal erscheint derzeit kaum vorstellbar. Reisebeschränkungen und der Stand der Ausbreitung des Coronavirus dürften Einfluss darauf nehmen, wo und wann die Rennserie den Neustart versucht.

EISHOCKEY-WM: Die WM in der Schweiz wurde ersatzlos gestrichen.

LEICHTATHLETIK-EM: Die für 25. bis 30. August in Paris geplante nacholympische Veranstaltung ist noch nicht abgesagt. Der Weltverband hofft, dass irgendwann in diesem Jahr seine Athleten noch Wettkämpfe bestreiten können, möglicherweise bei Ein-Tages-Meetings in einer verspäteten Freiluft-Saison.

HANDBALL-BUNDESLIGA: Der Spielbetrieb ruht vorerst bis Ende April. Die Verantwortlichen haben aber weiter die Hoffnung, die Saison noch zu Ende zu spielen. Ob das funktioniert, wird spätestens Mitte Mai entschieden. Das Pokal-Finalrunde wurde auf den 27./28. Juni terminiert.

BASKETBALL-BUNDESLIGA: Ähnlich ist es auch in der BBL. Bis zum 30. April setzt der Spielbetrieb zunächst aus. Nach rund dreistündigen Beratungen entschieden sich die Verantwortlichen erst am Mittwoch noch einmal gegen einen Abbruch der Saison, wie ihn die Deutsche Eishockey Liga vor kurzem beschlossen hatte.

US-PROFILIGEN: Alle großen Ligen haben den Spielbetrieb vorerst eingestellt. Wann es weitergeht, ist offen.

TENNIS: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde der vom 29. Juni bis 12. Juli angesetzte Rasenklassiker in London ersatzlos gestrichen. Die nächste Auflage soll vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Die French Open wurden bereits verschoben und sollen nun vom 20. September bis 4. Oktober ausgetragen werden. Der Termin gilt jedoch alles andere als gesetzt - auch wegen des Alleingangs der Paris-Organisatoren.

TOUR DE FRANCE: Die Tour de France ist bislang die letzte Bastion. Die Rundfahrt ist bislang im Gegensatz zu den Olympischen Spielen und der Fußball-EM als drittes großes Sportereignis in diesem Sommer noch nicht abgesagt. Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu bezeichnete die Tour, die am 27. Juni in Nizza starten soll, als Veranstaltung «von größter Bedeutung». Eine Verschiebung wird aber angesichts der Lage immer wahrscheinlicher.

GIRO D'ITALIA: Die zweitgrößte Rundfahrt der Welt ist wie alle Frühjahrsklassiker dagegen abgesagt worden. Ob die Rennen nachgeholt werden, ist noch offen.

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