Kommentar zur Trainer-Freistellung bei Schalke
Viel zu spät

Böse Zungen könnten behaupten, die Schalker Verantwortlichen hätten selbst darum gebeten, zum Heimspiel gegen Bremen doch keine Zuschauer zuzulassen. Denn die 11.000, die eigentlich hätten kommen dürfen, hätten wohl schon während der 1:3-Pleite lautstark für einen Trainerwechsel votiert. Und für Neuerungen auf weiteren Positionen?

Sonntag, 27.09.2020, 22:12 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 22:14 Uhr
Der FC Schalke 04 hat sich nach dem fatalen Fehlstart in der Fußball-Bundesliga von Trainer David Wagner getrennt. Foto: dpa
Der FC Schalke 04 hat sich nach dem fatalen Fehlstart in der Fußball-Bundesliga von Trainer David Wagner getrennt. Foto: dpa

Sportvorstand Jochen Schneider saß teilweise wie versteinert auf der Tribüne, am nächsten Morgen war David Wagner als Schalker Trainer freigestellt . Schneider hatte bis zuletzt in Nibelungentreue am Coach festgehalten. Lange, sehr lange – zu lange. Der bessere Moment für einen Wechsel wäre in der Sommerpause gewesen.

Schlechter ging es kaum

Und Argumente dafür hätte es da schon genug gegeben. 16 Bundesligaspiele in Folge ohne Sieg. Schlechter ging es kaum. Ohne die starke Hinrunde wäre S04 schon im Sommer ein ganz heißer Abstiegskandidat gewesen. Bei allen Wettanbietern galt Wagner vor Saisonstart als großer Favorit auf die erste Trainerentlassung.

Um zu sehen, dass etwas Grundlegendes offensichtlich nicht stimmt, benötigten die Schalker Bosse aber noch ein 0:8 beim FC Bayern und das 1:3 gegen Bremen. Erst jetzt wurde die Reißleine gezogen, jetzt muss unter Druck ein neuer Übungsleiter gesucht werden.

Vermutlich wird Schneider diesen aussuchen dürfen, es dürfte sein letzter Schuss sein. Der muss sitzen. Schalke muss schnell die Kurve kriegen. Geht die Talfahrt ungebremst weiter, wird mit der Wette auf den FC Schalke als Absteiger nicht viel Geld zu verdienen sein. Und auf den Rauswurf von Jochen Schneider auch nicht.

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