Lauterns Saibene nach Südwest-Derby sauer – Verl verliert in Überzahl
„Nicht zu akzeptieren“

Kaiserslautern (dpa). Trotz des spät erkämpften Punktgewinns im Südwest-Derby gegen den SV Waldhof Mannheim war Lauterns neuer Trainer Jeff Saibene nach seinem Heimdebüt sichtlich erzürnt. „Wenn man sich die ganze Woche auf das Derby vorbereitet und dann läuft man auf dem Platz rum, als hätte man Schlaftabletten genommen wie in der ersten Halbzeit – das ist nicht zu akzeptieren, nicht zu dulden“, sagte Saibene nach dem 1:1 des 1. FC Kaiserslautern am vierten Spieltag der 3. Fußball-Liga.

Montag, 12.10.2020, 04:00 Uhr
Angefressen: Lauterns Trainer Jeff Saibene Foto: dpa
Angefressen: Lauterns Trainer Jeff Saibene Foto: dpa

Der SVW ging vor 7500 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion durch Joseph Boyamba bereits früh in Führung (7. Minute) und hätte noch vor der Pause deutlich höher führen müssen, doch FCK-Keeper Avdo Spahic hielt seine Mannschaft mit einigen starken Paraden im Spiel. Der Ex-Paderborner Marlon Ritter besorgte den nach der Pause dann deutlich besser spielenden Pfälzern den vielumjubelten Ausgleich (77.). „Die zweite Halbzeit war absolut in Ordnung“, sagte Saibene, der seine Mannschaft in der Halbzeitpause mit einem „seltenen Wutausbruch“ wach rütteln musste. Mit nur zwei Punkten steht der krisengebeutelte FCK auf Abstiegsplatz 19. Nach zwei Niederlagen aus den ersten beiden Partien hatte Saibene das Traineramt von Boris Schommers übernommen.

Einen deutlich besseren Saisonstart erwischte der TSV 1860 München. Die Sechziger holten gegen den VfB Lübeck nach 0:1-Rückstand noch einen 4:1-Sieg und übernahmen mit nun zehn Zählern die Tabellenspitze. „Wir sind mental gut auf der Höhe, stecken Gegentore gut weg“, sagte Löwen-Trainer Michael Köllner. Zur Tabellenführung fügte der Coach hinzu: „Heute habe ich schon viele Schwächen gesehen, da muss sich keiner Sorgen machen, dass wir abheben. Unbezwingbar sind wir sicher nicht!“

Ebenfalls nicht unbezwingbar, aber mit einem Sieg wieder in der Spur ist Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden. Die Sachsen setzten sich im Ost-Duell gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0 durch und reihen sich mit in Unterzahl siegreichen Rostockern (3:2 gegen SC Verl), Aufsteiger Verl, Saarbrücken und Viktoria Köln in die Verfolgergruppe ein (alle sieben Punkte).

Die Freitagspartie zwischen dem MSV Duisburg und dem bisherigen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken war wegen diverser Corona-Fälle ausgefallen.

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