Handball-Bundesliga: GWD Minden besiegt TBV Lemgo – mit Fotostrecke
Fehler-Festival statt Fest

Lübbecke (WB) -

Normalerweise werden OWL-Derbys in der Handball-Bundesliga wie Festtage zelebriert. Doch in Zeiten von Corona kommt auch der Klassiker zwischen GWD Minden und dem TBV Lemgo trist daher. Keine Zuschauer, der Haupt- Eingangsbereich der Lübbecker Kreissporthalle durch Gitter versperrt.

Dienstag, 15.12.2020, 21:12 Uhr aktualisiert: 15.12.2020, 21:50 Uhr
Frederik Simak agierte nicht immer glücklich in seinem ersten TBV-Spiel. Hier setzt sich Doruk Pehlivan durch.
Frederik Simak agierte nicht immer glücklich in seinem ersten TBV-Spiel. Hier setzt sich Doruk Pehlivan durch. Foto: Thomas F. Starke

Eine Sache ist aber auch in Coronazeiten wie sonst: Am Ende gibt es ein Ergebnis. Gastgeber GWD erkämpfte sich ein 28:23 (11:12) gegen den TBV. Am Freitag war bekannt gegeben worden, dass Frederik Simak mit sofortiger Wirkung von den Füchsen Berlin zum TBV wechselt. Grund: die Personalproblematik im linken Rückraum der Lipper (Tim Suton, Jonathan Carlsbogard, Jari Lemke fehlen verletzungsbedingt). Füchse-Manager Bob Hannig sprach von einer schweren Personalentscheidung. „Bei der hohen Belastung des Bundesligakaders wäre es aus Vereinssicht vermutlich besser gewesen, dem Wunsch des TBV Lemgo nicht zu entsprechen“, sagte Hannig. Eine Rückkehr Simaks nach Berlin sei aber nicht ausgeschlossen. „Ich sehe für ihn aber unter Florian Kehrmann die Möglichkeit, in einem tollen Klub viele Spielzeiten zu bekommen und habe mich im Sinne des Spielers für die Freigabe entschieden. In der Hoffnung, dass sich manche Wege nur zeitweise trennen“, so Hannig weiter.

Simak kam beim TBV nicht sofort zum Einsatz. Der Beginn des Spiels war hektisch, es entwickelte sich ein kleines Fehler-Festival. Und mit Carsten Lichtlein und Peter Johannesson standen zwei starke Tormänner in den Toren. So wurde aus einem 0:2 schnell ein 4:2. Minuten später der Ausgleich dann durch den TBV. Carsten Lichtlein war „on fire“. „Mehr Disziplin“, schrie er ihnen bei einem Angriff nach. Und der 40-jährige Ex-Lemgoer hielt GWD mit Paraden zunächst in Front.

In der 17. Minute trug sich Frederik Simak dann das erste Mal beim TBV in die Torschützenliste ein und traf zum 8:8. Das 10:8 legte er, gut auch schon in der Abwehr integriert, dann noch nach – gegen nicht nur in dieser Phase unsortierte Kellerkinder aus Minden.

Nach der Halbzeit wirkte das Team von Frank Carstens konzentrierter, ging mit 15:13 (34.) in Führung. Das lag auch daran, dass die Abwehr der Gäste zu große lippische Löcher ließ, Gedeon (das ist der Zwilling mit dem Bart) und Isaias Guardiola in Zusammenarbeit mit Marcel Timm standen deutlich schlechter als in Durchgang eins. Und auch Schlussmann Peter Johannesson konnte deutlich weniger helfen.

Doch wirklich entscheidend setzte sich keine der beiden Mannschaften ab. In der 48. Minute gab es den Ausgleich zum 18:18. Der Lemgoer Neuzugang in dieser Phase etwas übermotiviert. Steals misslangen, dann fabrizierte Simak ein Angreiferfoul und zog sich im Anschluss direkt eine Zwei-Minuten-Strafe zu.

Johannesson und Lichtlein bekamen dann jeweils eine Pause, Mark van den Beucken wehrte einen Siebenmeter von Mats Korte ab. Und Malte Semisch hielt einige Bälle gegen die in dieser Phase durch einige Zwei-Minuten-Strafen dezimierten Lemgoer. So wurde es dann doch noch deutlich.

GWD-Tore: Gulliksen 8, Pehlivan 7, Rambo 3, Knorr 2/1, Meister 2, Padschywalau 2, Richtzenhain 2, Korte 1/1, Zeitz 1 - TBV-Tore: Elisson 6/3, Cederholm 5, Simak 4, G. Guardiola 2, Hangstein 2, Kogut 2, Schagen 1, Theuerkauf 1

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