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DSC-Angreifern Serra und Klos gelingt in Koblenz gegen FV Engers je ein Doppelpack

7:1 - Arminia lässt im DFB-Pokal nichts anbrennen

Koblenz

Nach dem Fehlstart in die Fußball-Zweitligasaison ist dem DSC Arminia Bielefeld souverän der Einzug in die 2. DFB-Pokal-Runde gelungen. Am Sonntag gewannen die Ostwestfalen in Koblenz mit 7:1 (2:0) gegen den Oberligisten FV Engers und strichen dafür eine Prämie in Höhe von rund 420.000 Euro ein. 

Von Dirk Schuster

Janni Serra bringt die Bielefelder in der 9. Minute per Kopf in Führung. Foto: Thomas F. Starke

Arminia-Trainer Uli Forte reagierte mit gleich sechs personellen Veränderungen gegenüber dem jüngsten 0:3 daheim gegen Jahn Regensburg. Andres Andrade, Christian Gebauer und George Bello blieben ebenso wie der am Knie verletzte Manuel Prietl sowie Frederik Jäkel (Lebensmittelvergiftung) und Sebastian Vasiliadis (angeschlagen) draußen. Dafür begannen im Stadion Oberwerth Guilherme Ramos, Silvan Sidler, Marc Rzatkowski, Robin Hack sowie Neuzugang Bastian Oczipka und Debütant Benjamin Kanuric. 

„Wir müssen schauen, dass wir unsere Leistung von A bis Z auf den Platz bringen und dieses Spiel klar für uns entscheiden, denn alles andere wäre nicht gut“, hatte Forte vor der Partie gefordert. Man müsse „klare Kante zeigen – vor allem nach den ersten beiden Punktspielen“.

Vom Rheindampfer ins Stadion

Und die Arminen, die zum ersten Mal unter ihrem neuen Coach in einem 4-4-2 statt in einem 3-5-2 agierten, hatten offenbar verstanden. Von Beginn an ergriffen die Ostwestfalen vor rund 1200 mitgereisten Fans, von denen sich vor der Partie viele auf einem Rheindampfer auf die Begegnung eingestimmt hatten, die Initiative. Der frühe Führungstreffer durch Janni Serra (9. Minute) per Kopf nach einer Hack-Ecke beruhigte das nach den Liga-Pleiten in Sandhausen (1:2) und gegen Regensburg zweifellos strapazierte Nervenkostüm des Favoriten erheblich. Kurz zuvor hatte bereits Masaya Okugawa nach Vorarbeit von DSC-Kapitän Fabian Klos die Chance zur Führung vergeben (8.).

Arminia blieb auch nach dem 1:0 am Drücker. Wieder war es eine Ecke von Hack, diesmal stand Klos richtig. Ebenfalls per Kopf vollendete der Maskenmann zum 2:0 (24.).

Kapino packt nicht richtig zu

Stefanos Kapino war dann derjenige, der offenbar an etwas mehr Spannung interessiert war. Einen langen Einwurf von Christopher Freisberg wehrte der Bielefelder Schlussmann nur unzureichend ab. Von DSC-Verteidiger Oliver Hüsing sprang der Ball in Richtung eigenes Gehäuse,  Sidler klärte gedankenschnell kurz vor der Linie (33.).

Engers, das im Gegensatz zum DSC zuvor noch kein Pflichtspiel absolviert hatte, agierte nun etwas mutiger, Arminia schaltete einen Gang zurück.

Nach dem Wiederanpfiff war es dann erneut Klos, der mit dem Tor zum 3:0 (50.) vermeintlich alles klar machte. Nach Flanke von Oczipka stand der Routinier richtig und traf aus kurzer Distanz.

Doch der Außenseiter schlug zurück. Kevin Lahn ließ Oliver Hüsing alt aussehen, brachte den Ball nach innen, wo Jonathan Kap, BWL-Student aus Koblenz,  sehenswert mit der Hacke vollendete (1:3, 54.). Nur drei Minuten später aber stellte Okugawa den Drei-Tore-Vorsprung für die Gäste wieder her (4:1, 57.). 

Serra (70.), der eingewechselte Bryan Lasme (86.) und Hack (90.+1) waren es, die das Resultat sogar auf 7:1 in die Höhe schraubten.

Ukraine-Flüchtling gibt Debüt

Engers brachte zur Schlussphase unter anderem Vadim Semchuk in die Partie. Der Ukrainer kam als Flüchtling nach Deutschland und gab gegen Arminia sein FV-Debüt. Zuvor hatte der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler als Profi in seinem Heimatland sein Geld verdient. Nun ist er zudem als Paketbote unterwegs, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. 

So spielten sie

Engers: Husic - Freisberg (72. Semchuk), L. Klappert, Krämer, Meinert (44. Gietzen) - Runkel, Stieffenhofer (78. Finkenbusch), S. Klappert (72. Simons), Naric, Lahn - Kap (78. Kesikci)

Bielefeld: Kapino - Sidler, Ramos, Hüsing, Oczipka (67. Bello) - Kanuric (79. Ince), Okugawa (67. Lasme), Rzatkowski (76. Consbruch), Hack - Serra, Klos (67. Krüger)

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang)

Zuschauer: 3558

Tore: 0:1 Serra (9.), 0:2 Klos (24.), 0:3 Klos (50.), 1:3 Kap (54.), 1:4 Okugawa (57.), 1:5 Serra (70.), 1:6 Lasme (86.), 1:7 Hack (90.+1)

Gelbe Karten: Naric / -

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