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Sportchef Samir Arabi sagt, was er nun erwartet

Arminia-Trainer Daniel Scherning: „Ich weiß, dass es eine große Aufgabe ist"

Bielefeld

Arminia Bielefeld hat den Nachfolger für den am Mittwoch freigestellten Coach Uli Forte gefunden. Daniel Scherning leitete am Donnerstagvormittag bereits das Training des Fußball-Zweitligisten.

Daniel Scherning hat die Arbeit bei Arminia aufgenommen.   Foto: Thomas F. Starke

„Daniel Scherning hat unser volles Vertrauen, die Trendwende zu schaffen und unsere Mannschaft zu stabilisieren. Sein bisheriges Wirken als Cheftrainer und sein Werdegang mit langjähriger Arminia-Vergangenheit geben uns die Überzeugung, die bevorstehenden Aufgaben zu lösen. Beim VfL Osnabrück bedanke ich mich für die vertrauensvollen Gespräche und letztlich die Freigabe für Daniel Schernings Wechsel zu uns“, erklärt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi in einer Klubmitteilung.

Der 43-Jährige weiter: „Ich erwarte in unserer Lage von jedem, alles dem Teamgedanken unterzuordnen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Als Cheftrainer kommt Daniel Scherning eine besondere Bedeutung bei, Mannschaft und Trainerstab zu führen.“

Scherning wechselt vom Drittligisten VfL Osnabrück zum DSC, bei dem er in der Vergangenheit unter anderem bereits als Spieler und Trainer der zweiten Mannschaft unter Vertrag stand. In der Saison 2013/14 führte er Arminias Reserve zur Oberliga-Meisterschaft. Auch als Scout war er für den DSC schon tätig. 

DSC-Trainer Daniel Scherning

„Ich komme mit großer Zuversicht und sehr viel Lust auf diese Herausforderung zurück nach Bielefeld. Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder zahlreiche Kontakte zum DSC Arminia und in die Stadt“, sagt Scherning. „Ich war immer total gerne bei Arminia. Jetzt schließt sich gewissermaßen der Kreis. Und ab heute wird angepackt und hart gearbeitet, um mit Arminia erfolgreich zu sein. Ich weiß, dass es eine große Aufgabe ist, aber ich gehe es mit Überzeugung, Mut und Leidenschaft an.“

Auf der Internetseite des VfL wird Scherning so zitiert: „Die Entscheidung ist mir wirklich alles andere als leichtgefallen. Der VfL als Klub, unsere Spieler, das Trainer- und Funktionsteam, die Fans, das Stadion, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ich habe mich total wohlgefühlt in Osnabrück. Gleichzeitig bietet sich mir nun bei Arminia die Chance, den nächsten Schritt in meiner persönlichen Entwicklung zu gehen."

VfL-Sportdirektor Amir Shapourzadeh

VfL-Sportdirektor Amir Shapourzadeh erklärt die Hintergründe für die Auflösung des laufenden Vertrages mit Scherning:„Wir hatten einen offenen Austausch mit Daniel, nachdem Arminia Bielefeld auf ihn und auch auf uns zugekommen ist. Mit der Freigabe für einen Wechsel haben wir seinem Wunsch entsprochen, den wir inhaltlich für ihn persönlich nachvollziehen können. Gleichzeitig hätten wir aber auch gerne die im vergangenen Sommer erfolgreich begonnene Zusammenarbeit fortgesetzt, sodass wir erst nach intensiver Abwägung der Gesamtsituation unter Einbeziehung von Gremienvertretern dem Wechsel zugestimmt haben.“ 

Arminia zahlt Ablöse

Da Scherning beim VfL noch einen Vertrag bis 2023 besitzt, wird eine Ablöse für den 38-Jährigen fällig. Gerüchten zufolge soll es sich um rund 200.000 Euro handeln. 

Kein neuer Co-Trainer

Einen Co-Trainer bringt der neue Coach nicht mit nach Bielefeld. Ihm assistieren demnach die bisherigen Arminia-Co-Trainer Michael Henke, Kai Hesse und Sebastian Hille.

Das Trainerteam des DSC (von links nach rechts): Athletiktrainer Niklas Klasen, Torwarttrainer Marco Kostmann, Co-Trainer Michael Henke, Cheftrainer Daniel Scherning, Co-Trainer Sebastian Hille, Co-Trainer Kai Hesse und Athletiktrainer Björn Kadlubowski. Foto: Thomas F. Starke

Der gebürtige Paderborner Scherning hatte den VfL Osnabrück nach dem Abstieg aus der 2. Liga zur Saison 2021/22 übernommen. In seiner ersten Serie führte er die Niedersachsen auf Platz sechs. In der aktuellen Spielzeit belegt das Team Rang zwölf. Osnabrück holte aus den ersten vier Spielen vier Punkte.

Assistent von Steffen Baumgart

Bevor Scherning zum VfL kam, arbeitete er als Co-Trainer beim SC Paderborn. Unter dem damaligen SCP-Chefcoach Steffen Baumgart folgten zwei Aufstiege in Folge bis in die Bundesliga. 

Schernings Vorgänger Forte war am Mittwochmorgen freigestellt worden. Arminia belegt mit null Punkten aus vier Spielen den vorletzten Tabellenplatz.

Am Sonntag um 13.30 Uhr gastiert Scherning mit seinem neuen Team beim Tabellenzweiten 1. FC Heidenheim. Die Reise nach Baden-Württemberg treten die Bielefelder am Samstag nach dem Training per Bus an. 

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