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Auch Hannovers Coach spricht von einer „sehr hohen individuellen Qualität" beim Liga-Letzten

Warum Stefan Leitl den Verdruss von Arminia-Trainer Daniel Scherning nicht verstehen kann

Bielefeld/Hannover

Trainer Stefan Leitl von Hannover 96 kann den Verdruss seines Kollegen Daniel Scherning vom kommenden Gegner Arminia Bielefeld angesichts einiger Zuschreibungen zur individuellen Qualität nicht verstehen.

Von Dirk Schuster und dpa

„Grundsätzlich kann ich die Nummer mit der hohen individuellen Qualität nicht mehr hören", sagt DSC-Coach Daniel Scherning (38). Foto: Thomas F. Starke

„Das hat ja nichts mit einer falschen Freundlichkeit zu tun. Wenn man wie Daniel in dieser Situation ist, dann muss man versuchen, dieses Team-Gefüge zusammenzuhalten und kann gewisse Dinge vielleicht dann auch nicht so nachvollziehen“, sagte der 45-Jährige am Donnerstag vor der Zweitliga-Partie gegen den Tabellenletzten am Samstag um 20.30 Uhr (Sky und Sport1).

Arminia-Coach Scherning zeigte sich zuletzt wegen einiger Aussagen von Trainerkollegen wie Rostocks Jens Härtel, Düsseldorfs Daniel Thioune oder zuletzt auch Karlsruhes Christian Eichner genervt, die Bielefelds Kader trotz der sportlichen Lage gelobt hatten. Scherning: „Grundsätzlich kann ich die Nummer mit der hohen individuellen Qualität nicht mehr hören.“

96-Trainer Stefan Leitl

Bundesliga-Absteiger Bielefeld hat bisher erst zwei Siege in der 2. Liga eingefahren. „Ein Großteil der Bielefelder Spieler hat in der vergangene Saison 28 Punkte in der Bundesliga geholt“, sagte Leitl und fügte hinzu: „Deshalb kann die Qualität nicht so schlecht sein.“ Leitl und sein Team stellen sich „sicherlich nicht auf den Tabellenletzten“ ein. Wie einige seiner Kollegen bekräftigte er: „Das ist eine Mannschaft, die über eine sehr hohe individuelle Qualität verfügt.“ Leitl erklärte: „Es wurde der Abstiegskampf ausgerufen in Bielefeld. Dementsprechend werden wir wahrscheinlich einen sehr kompakten Gegner hier sehen, der versucht über einfache Mittel in das Spiel zu kommen und uns in Zweikämpfe zu verwickeln.“

96-Trainer Stefan Leitl

Auf die Frage, warum die beiden Bundesligaabsteiger Arminia und Greuther Fürth am Tabellenende der 2. Liga zu finden sind, antwortete der ehemalige Fürth-Coach Leitl: „Es ist eine ausgeglichene und gute Liga. Man muss die Prioritäten der 2. Liga annehmen und anerkennen und sich erst zurechtfinden. Aber ich bin davon überzeugt, dass vor allem die Fürther sich da unten rauskämpfen werden. Bielefeld kann und möchte ich nicht beurteilen.“

Hannovers Trainer Stefan Leitl (45)  Foto: dpa

Erst Arminia, dann der BVB

Die 96er wollen nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Arminia „die Wende schaffen und daraus Energie schöpfen für die folgenden Spiele“. Leitl und sein Team treffen vier Tage später in der 2. DFB-Pokal-Runde daheim auf Bundesligist Borussia Dortmund. Das Stadion ist bereits ausverkauft.

Zu der Partie am Samstag gegen den DSC werden mehr als 28.000 Zuschauer erwartet, darunter bis zu 4000 Arminia-Anhänger.

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