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Durch drei Punkte gegen den 1. FC Magdeburg könnte Bielefeld in der Tabelle klettern

Wie 2021: Arminia will zweiten Sieg in Folge

Bielefeld

Den Jahresendspurt will Arminia Bielefeld dazu nutzen, die schwachen sportlichen Bilanzen doch noch aufzubessern. Nach dem ersten Auswärtserfolg (2:0 in Paderborn) soll am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den 1. FC Magdeburg eine weitere Premiere gelingen: auf einen Sieg erstmals einen weiteren folgen zu lassen.

Von Marc Kracht

Spielt er über die Außenbahn oder im Zentrum? Für Masaya Okugawa (links) gibt es in Arminias Startformation mehrere Möglichkeiten. Foto: Thomas F. Starke

Zwei Erfolge in Serie liegen bei Arminia schon so lange zurück, dass sich manche schon gar nicht mehr daran erinnern konnten. „Da war ich wohl noch gar nicht hier“, sagte Janni Serra. Nicht ganz. Auch der Stürmer war dabei, als der damalige Bundesligist Bielefeld im Dezember 2021 erst 2:0 gegen den VfL Bochum gewann und dann ein 2:0 bei RB Leipzig nachlegte. Es waren auch da die beiden letzten Partien des Jahres. Ein gutes Omen.

Auch die Erfahrungen der laufenden Saison könnten Arminia zugute kommen. „Wir wissen zumindest, wie es nicht geht“, sagte DSC-Torhüter Martin Fraisl in Bezug auf die bisherigen Spiele nach einem Sieg. „Es gab dann immer einen Rückschritt, jetzt wollen wir einen Fortschritt machen“, betonte Serra.

Arminia-Trainer Daniel Scherning

Ein Fortschritt war gewiss auch der Auftritt am vergangenen Dienstagabend in Paderborn. Im OWL-Duell boten die Arminen – lange in Überzahl – einen geduldigen und reiferen Auftritt als in vielen Spielen zuvor und wurden dafür zurecht mit drei Punkten belohnt. „Leistung und Ergebnis haben dazu geführt, dass wir an Selbstvertrauen dazugewonnen haben“, berichtete Trainer Daniel Scherning auf der Pressekonferenz am Freitag.

Auch der Blick auf die Tabelle ist aus DSC-Sicht plötzlich wieder angenehmer. „Fakt ist: Wenn wir gewinnen, können wir einen großen Schritt machen“, sagte Scherning. Mit einem Sieg würde Bielefeld am dann punktgleichen Gegner aus Magdeburg vorbeiziehen. Spielen dann auch noch andere Konkurrenten mit, ist für Arminia ein Sprung bis auf Platz 14 möglich. „Das wäre eine positive Randerscheinung. Die Tabelle ist aber nicht entscheidend, sondern Leistung und Ergebnis. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, werden wir zwangsläufig nicht mehr da stehen, wo wir jetzt stehen“, verdeutlichte der DSC-Coach.

Drei Spieler gesperrt

Er ist trotz des Sieges in Paderborn dazu gezwungen, seine Startformation umzubauen – zwangsläufig. Mit Lukas Klünter (Gelb-Rot), Sebastian Vasiliadis und Ivan Lepinjica (beide fünfte Gelbe Karte) fehlt ein Trio gesperrt. „Die Ausfälle tun uns natürlich weh, so können wir aber Frische in die Mannschaft bekommen“, sagte Scherning, dem sich mehrere Optionen bieten.

Auf der rechten Abwehrseite kommen laut Trainer Christian Gebauer und Silvan Sidler infrage. Gebauer hatte bei diesem Duell zuletzt klar die Nase vorn und kam zu mehreren Einsätzen. Noch größer ist mit Manuel Prietl, Jomaine Consbruch, Benjamin Kanuric oder auch Masaya Okugawa die Auswahl im Mittelfeld. „Dann mit einem anderen Spielertypen über die Außenbahnen“, erklärte Scherning seine Gedankengänge. Hier wäre Bryan Lasme nach abgesessener Sperre wieder ein Kandidat. Oliver Hüsing (Sprunggelenkverletzung) indes wird erneut fehlen.

Etwas gegen Arminias Siegvorhaben wird natürlich auch der Gast aus Magdeburg haben. Der Aufsteiger zeigte zuletzt eine ansteigende Form und stellte diese auch am Donnerstagabend beim 0:1 gegen Herbstmeister Darmstadt unter Beweis. Auch Scherning hat Respekt: „Sie haben eine sehr gute Pass- und mit die höchste Ballbesitzquote in der Liga. Ihr Spiel ist darauf ausgerichtet, den Gegner fußballerisch zu bespielen. Nicht, was sonst in der Liga der Fall ist: mit einem Zielspieler in der Spitze.“ Dagegen müsse Arminia konzentriert anlaufen, wenn der zweite Sieg in Folge gelingen soll.

So könnte Bielefeld spielen

Fraisl - Gebauer, Ramos, Andrade, Oczipka - Prietl - Okugawa, Rzatkowski - Lasme, Hack - Serra

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