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Bauarbeiten an der Friedrich-Hagemann-Straße starten Anfang Juli

Arminia Bielefeld investiert zehn Millionen in Trainingszentrum

Bielefeld

Sportlich ist Arminia Bielefeld in die zweite Liga abgestiegen, aber die Infrastruktur auf dem Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße soll bald erstklassig sein: Anfang Juli beginnen die Arbeiten an einem zehn Millionen Euro teuren Gebäude mit Verwaltungsräumen, Athletik- und Fitnessbereich sowie modernen Umkleidekabinen.

Von Gunnar Feicht

Im Vordergrund, direkt an der Friedrich-Hagemann-Straße,  wird in den kommenden Monaten der neue Gebäudetrakt auf Arminia Bielefelds Trainingszentrum entstehen. Die Container hinten rechts sollen im Herbst 2023 verschwinden. Foto: Thomas F. Starke

In dem Neubau, der im September 2023 bezugsfertig sein soll, wird auch das Nachwuchsleistungszentrum organisatorisch seine Heimat finden. Damit soll der DSC Arminia bald den höchsten Standards von Verband und Deutsche Fußball-Liga (DFL) genügen und das jetzige Provisorium mit Containern zwischen den sechs Trainingsplätzen der Vergangenheit angehören.Finanzgeschäftsführer Markus Rejek sprach bei der Vorstellung der Bauplanung von einem "Feiertag": "Wir freuen uns, weil dies ein weiterer Meilenstein  in der Weiterentwicklung des Vereins ist."

Bei der Finanzierung der Baukosten kann sich der Klub wie schon bei der Schuldentilgung durch den Stadionverkauf 2018 auf ein Bündnis aus Unternehmen der ostwestfälischen Wirtschaft stützen. Laut Markus Rejek haben die gleichen Gesellschafter, die als "Bündnis Alm GmbH" Eigentümer der Schüco Arena sind, jetzt die "Bündnis Arminia Leistungszentrum GmbH" gegründet. Diese Gesellschaft fungiert als Bauherr des Neubaus, der DSC Arminia wird Mieter. Dem Gesellschafterkreis gehören die Unternehmer und Immobilienexperten Franz-Christoph Borchard, Dr. Christoph Buse, Jürgen Budde und Hartmut Ostrowski an sowie die Unternehmen Dr. August Oetker KG, die Gauselmann AG, die DMG Mori AG, die Böllhoff-Gruppe, die Jab Anstoetz KG und die Möller Group.

Sportgeschäftsführer Samir Arabi

Auf 3000 Quadratmeter Geschossfläche werden von der Saison 2023/24 an die Fäden für den Sport- und Trainingsbetrieb an der Hagemannstraße zusammenlaufen. Auf dem Dach soll eine Photovoltaik-Anlage entstehen und eine Dachterrasse den Blick auf die fünf Trainingsplätze freigeben. Auch Sportgeschäftsführer Samir Arabi betont die Bedeutung der Baumaßnahme für Arminias Perspektive: "Dies ist das zukunftsträchtigste Projekt für Arminia, um in den nächsten Jahren konkurrenzfähig zu bleiben."

Als Generalunternehmer tritt das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck auf. Dessen Niederlassungsleiter Andreas Isenbeck erläuterte am Dienstag die Planungen, die auf einer sehr intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten in den vergangenen  zwei Jahren basierten: "Es sollte keine Ringeltaube entstehen, sondern ein funktionales, wirtschaftaftliches und zukunftsweisendes Konzept." Das sei auch dank der Zusammenarbeit mit Claus Binz, dem früheren Bielefelder Sportdezernenten, vom Institut für Sportstättenberatung gelungen.

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