Die Reaktionen auf Arminias 0:0 bei Hertha BSC

Alles tun gegen das „ekelhafte Gefühl“

Berlin/Bielefeld ...

Der große Befreiungsschlag gelang Arminia Bielefeld in Berlin nicht. Doch zwei Wochen nach der 0:5-Klatsche in Mönchengladbach zeigte sich der DSC defensiv wieder so stabil wie in den ersten acht Spielen unter dem Anfang März installierten Trainer Frank Kramer.

Jens Brinkmeier 

Volle Kraft voraus: Armine Cedric Brunner gegen Herthas Santiago Ascacibar Foto: Thomas F. Starke

„Wenn du im Spiel davor fünf Gegentore bekommst, ist es schonmal gut, heute zu Null zu spielen“, sagte Kapitän Fabian Klos, ganz zufrieden war er aber dennoch nicht. „Der Punkt ist erstmal gut. Aber irgendein Spiel müssen wir gewinnen. Nur mit Unentschieden wird es nicht reichen. Da bin ich mir sicher“, erklärte der Stürmer mit Blick auf die verbleibenden zwei Partien gegen Hoffenheim und in Stuttgart.

In der ersten Halbzeit hatten die Arminen deutlich mehr Chancen als die Gastgeber, der Ball ging aber mal wieder nicht rein. „Ein bisschen was“ habe immer gefehlt, urteilte Klos. Seine Mannschaft – und auch er selber – sei in dieser Saison „nicht für das großartige Tore schießen bekannt. Wir müssen zusehen, dass wir stabil in der Defensive stehen und dann mit wenigen Toren den größtmöglichen Ertrag erreichen und drei Punkte holen.“

Klar ist für ihn eins: Unabhängig von seiner noch immer offenen Zukunft (der Vertrag endet am 30. Juni, Gespräche laufen), will der 33-Jährige einen zweiten Abstieg seiner Arminia-Historie (seit 2011) mit aller Macht vermeiden. „Ich musste schonmal absteigen, da ist ein ekelhaftes Gefühl. ich werde alles dafür tun, das nicht nochmal erleben zu müssen und die Jungs auch nicht.“

Auch Arne Maier stand in Berlin im Blickpunkt. Der Mittelfeldspieler ist von der Hertha an Arminia ausgeliehen, im Sommer kehrt er in seine Geburtsstadt zurück. Beim 0:0 zeigte der 22-Jährige eine engagierte Leistung. Der Punkt sei „im Großen und Ganzen okay. In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht und hatten viele Torschüsse. Jeder Punkt im Abstiegskampf zählt.“ Es sei schön gewesen, „wieder hier zu sein und im Olympiastadion spielen zu dürfen. Aber ich habe für Bielefeld gespielt und für Bielefeld alles gegeben.“

Rechtsverteidiger Cedric Brunner gab zu, dass den Arminen am Ende ein bisschen die Luft ausgegangen sei. Das hatten die Bielefelder mit den Berlinern gemein, die Partie wurde mit zunehmender Spielzeit immer schwächer. „Was mich zuversichtlich stimmt ist, dass wir in der Bundesliga gegen Spieler von Weltklasseformat schon zehn Mal zu Null spielen konnten. Ich bin guter Dinge, dass wir noch einen Sieg einfahren können“, sagte der Schweizer, der nach seiner Gelbsperre wieder auf seine angestammte Position zurückgekehrt war. In Mönchengladbach hatte ihn Nathan de Medina vertreten. Der Belgier sah dann seinerseits beim 0:5 die fünfte Gelbe Karte und fehlte dementsprechend in Berlin.

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