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Arminia bekommt von Darmstadt 350.000 Euro für Meier – schwierige Nachfolgersuche

Am Freitag gibt es endlich den Vollzug

Bielefeld (WB). Am Freitag soll es endlich verkündet werden: Norbert Meier verlässt Arminia Bielefeld und wird neuer Trainer beim Erstligisten SV Darmstadt 98. Die Hessen kaufen den 57-Jährigen aus seinem eigentlich noch bis zum 30. Juni 2017 laufenden DSC-Vertrag heraus.

Jens Brinkmeier

Trainer Norbert Meier schleppt den Ballsack künftig beim Erstligisten SV Darmstadt. Foto: Thomas F. Starke

Als Ablösesumme kassieren die Arminen nach WESTFALEN-BLATT-Informationen 350.000 Euro. Bei einem Darmstädter Klassenerhalt soll sich die Summe um weitere 150.000 Euro erhöhen.

Wechsel bis auf letzte Details klar gemacht

Bei der Tagung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt sprachen DSC-Geschäftsführer Gerrit Meinke und Präsident Hans-Jürgen Laufer am Donnerstag mit ihren Kollegen vom SV Darmstadt und machten den Wechsel bis auf letzte Details klar. Offiziell verkünden wollten beide Parteien den Wechsel aber noch nicht. Das dürfte am Freitag nachgeholt werden.

»Wir haben natürlich mit den Darmstädter Kollegen gesprochen, und wir sind auf der Zielgeraden, aber einen Haken haben wir noch nicht dran gemacht«, sagte Meinke. Rüdiger Fritsch, Präsident der »Lilien«, gab sich noch defensiver. »Wir sind auf einem guten Weg. Wir werden aber erst etwas verkünden, wenn es fest ist«, sagte Fritsch in Frankfurt. Darmstadt benötigt einen neuen Cheftrainer, weil Dirk Schuster den Klub in Richtung FC Augsburg verlassen hat.

Arminen sind verägert

Die Umstände des Wechsels verärgerten die Arminen sehr. Meier hatte sich tagelang nicht bei den Verantwortlichen gemeldet und seinen Wechselwunsch erst spät – nachdem die Bielefelder aus den Medien und schließlich am vorigen Samstag aus Darmstadt davon erfahren hatten – kundgetan. DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer erklärte daraufhin gegenüber dieser Zeitung, er sei »menschlich enttäuscht« von Meier.

Das viel größere Problem: Durch seinen kurzfristigen Wechselwunsch brachte Meier den DSC in Turbulenzen, denn die Nachfolgersuche gestaltet sich schwierig. Es soll drei Kandidaten geben, doch ein kurzfristiger Vollzug scheint eher unwahrscheinlich. Rüdiger Rehm vom Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach gilt, wie berichtet, als potenzieller Meier-Nachfolger, doch der 37-Jährige hat auch ein Angebot vom 1. FC Kaiserslautern vorliegen. Zudem ist Rehm, der perfekt ins Bielefelder Anforderungsprofil passen soll, bis 2018 an Großaspach gebunden.

Wer wird Meiers Nachfolger?

Auch Sandro Schwarz, Coach der U23 des FSV Mainz 05, soll auf der Bielefelder Kandidatenliste stehen. Aus Mainz ist allerdings zu hören, dass eine Freigabe des 37-Jährigen unwahrscheinlich ist.

Sollte sich die Trainerfindung weiter hinziehen, könnte der für den 20. Juni geplante Trainingsauftakt der Arminen verschoben werden. Die Zweitligasaison beginnt am 5. August. Möglich wäre aber auch, dass Co-Trainer Uwe Speidel die ersten Einheiten der Sommervorbereitung leitet. Das erste Testspiel bestreitet der DSC am 24. Juni beim BSC Blasheim (Lübbecke). Auch potenzielle neue Spieler warten vermutlich ab, wer denn nun der neue DSC-Trainer wird.

Das Ausleihgeschäft von Dennis Mast zum Drittligisten Chemnitzer FC ist dagegen seit gestern perfekt. Der 24-Jährige, der 2014 zum DSC kam und einen Vertrag bis 2018 hat, soll bei den Sachsen Spielpraxis erhalten. In der abgelaufenen Zweitligasaison kam Mast in neun Spielen zum Einsatz, zudem lief er 14 Mal für Arminias U23 in der Oberliga Westfalen auf.

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