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DFB-Pokal: 2:3-Niederlage in Mainz nach Verlängerung

Arminias Kampf wird nicht belohnt

Mainz

Trotz einer guten Leistung ist Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Der DSC verlor am Dienstagabend 2:3 (1:0, 2:2) nach Verlängerung beim 1. FSV Mainz 05, mit dem es bereits am Samstag ein Wiedersehen in der Liga gibt - dann auf der Alm. 

Von Jens Brinkmeier

Großer Kampf nicht belohnt: Arminias Patrick Wimmer ist enttäuscht, die Mainzer jubeln. Foto: Thomas F. Starke

Wegen der Englischen Woche hatte Frank Kramer am Tag vor dem Spiel Veränderungen in der Startelf angekündigt. Doch dass er dann die ganz große Rotationsmaschine anwarf, war doch überraschend. Im Vergleich zum 1:3 am Samstag in der Liga gegen Dortmund gab es gleich sieben Wechsel. Nur Torwart Stefan Ortega Moreno, Abwehrchef Amos Pieper sowie die beiden österreichischen Mittelfeldspieler Manuel Prietl und Alessandro Schöpf blieben in der Startelf.

Andres Andrade spielte erstmals von Beginn an und erstmals als Innenverteidiger, auch Guilherme Ramos feierte sein Startelfdebüt. Die Frage, ob erneut Janni Serra im Sturm spielen würde oder doch Fabian Klos, beantwortete Kramer eindeutig mit: weder noch! Stattdessen begannen Florian Krüger und Bryan Lasme. Lasme hatte in der ersten Pokalrunde beim Viertligisten SpVgg Bayreuth mit zwei Toren Anteil am 6:3-Erfolg.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da musste Ortega Moreno schon in höchster Not einen Bielefelder Rückstand gegen Jonathan Burkardt verhindern. Und nur 54 Sekunden später führte der DSC! Patrick Wimmer spielte in den Lauf von Masaya Okugawa, der frei durch war und Mainz-Keeper Robin Zentner mit einem coolen Lupfer überwand (2.). Erstmals seit dem zweiten Bundesligaspieltag (1:1 in Fürth) führten die in der Liga nach neun Partien noch sieglosen Arminen mal wieder.

Es entwickelte sich ein spannendes Spiel mit Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Okugawa (28., abgeblockt) nach toller Vorarbeit von Schöpf und Lasme (35., super Parade von Zentner) nach Vorlage von Lennart Czyborra hatten weitere DSC-Tore auf dem Fuß. Auf der Gegenseite versuchten es Burkardt (36.) und Dominik Kohr (43.) jeweils per Kopf.
Die zweite Hälfte begann ähnlich rasant wie die erste. Nach knapp zwei Minuten hätte Lasme auf 2:0 für die Gäste erhöhen können, doch der Ball ging ganz knapp am linken Pfosten vorbei.
Mainz hatte die erste Chance nach dem Wechsel per Freistoß: Aaron Martin zielte ebenfalls sehr knapp daneben (49.).

Vier Minuten später war es aber soweit. Nach Flanke von Karim Onisiwo war Burkardt per Kopf zur Stelle und es stand 1:1. Doch der DSC blieb im Spiel, Lasme hatte kurze Zeit später gleich wieder eine Chance, Zentner hielt (56.). Im Gegenzug rettete Ortega Moreno stark gegen Onisiwo (57.). Wiederum nur kurz danach war auch der Arminia-Torwart machtlos. Onisiwo drückte den Ball nach Querpass von Burkardt zum 2:1 über die Linie, die Mainzer hatten das Spiel gedreht. Allerdings mit freundlicher Unterstützung der Bielefelder Defensive, die viel zu viele Räume anbot.

In der 67. Minute reagierte Kramer, der sich bei einem Zusammenstoß mit Onisiwo an der rechten Hand verletzte, mit einem Dreifachwechsel: Klos, Robin Hack und Nathan de Medina kamen. In der Schlussphase zog der Coach seine letzten Optionen und brachte auch noch Serra sowie den von Mainz ausgeliehenen Edimilson Fernandes (78.).
Ramos und Prietl (84.) hatten das 2:2 auf den Füßen, doch es fiel nicht. Bis Fabian Klos auf den Plan trat. Nach Flanke von Wimmer verlängerte der Routinier den Ball per Kopf zum 2:2 ins Tor (89.). Das war das Tor zur Verlängerung. Am Ende der ersten 15 Minuten zeigte Ortega Moreno wieder seine Klasse, als er super gegen Adam Szalai parierte.

Auch in der 112. Minute war der DSC-Keeper zur Stelle und verhinderte gegen Silvan Widmer bärenstark das 2:3. Doch dann machte Marcus Ingvartsen mit seinem Tor (114.) alle Bielefelder Träume doch noch zunichte.

So spielten sie:


Mainz: Zentner - Bell, A. Hack (81. Niakhate), Nemeth - Widmer, Kohr, Martín – Lee (66. Barreiro), Boetius (81. Stach) - Onisiwo (73. Szalai), Burkardt (66. Ingvartsen)
Bielefeld: Ortega Moreno – Ramos, Pieper, Andrade (67. de Medina) – Wimmer, Prietl, Schöpf (67. R. Hack), Czyborra  – Okugawa (78. Fernandes) – Lasme (78. Serra), Krüger (67. Klos)
Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 9000
Tore: 0:1 Okugawa (2.), 1:1 Burkardt (53.), 2:1 Onisiwo (59.), 2:2 Klos (89.), 3:2 Ingvartsen (114.)
Gelbe Karten: Trainer Svensson, Martin / Prietl, Schöpf, Pieper, Ramos

Hier findet Ihr die Stimmen zum Spiel.

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