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Großveranstaltungen im Freien vom 4. März an mit bis zu 25.000 Zuschauern – Für DSC gegen Augsburg 20.499 Fans möglich – Gegen Stuttgart könnte Schüco-Arena komplett gefüllt werden

Arminia ab April wohl erstmals wieder vor vollem Haus

Berlin

Mehr als zwei Jahre nach dem ersten Geisterspiel in der Fußball-Bundesliga winkt dem Sport wieder ein volles Haus.

Bald dürfen noch mehr Arminia-Fans ins Stadion. Foto: Thomas F. Starke

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern am Mittwoch sollen ab dem 20. März alle tiefgreifenden Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus fallen. Das gilt – allerdings weiter abhängig von der Pandemielage – auch für die Beschränkungen bei der Zulassung von Zuschauern.

Bereits ab dem 4. März dürfen in Stadien und Hallen der Republik deutlich mehr Fans als zuletzt. Der Beschluss sieht überregionale Großveranstaltungen im Freien mit bis zu 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern bei einer Auslastung von maximal 75 Prozent der Gesamtkapazität vor. In Hallen dürfen maximal 6000 Zuschauer bei höchstens 60 Prozent Auslastung eingelassen werden.

Für Arminia Bielefeld bedeutet das, dass zum Heimspiel gegen den FC Augsburg am 4. März (20.30 Uhr) 20.499 Fans in die Schüco-Arena kommen dürften – drei Viertel der Kapazität von 27.332 Plätzen. Zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am ersten April-Wochenende wäre dann erstmals wieder eine komplett gefüllte Alm möglich.

Der bislang letzte Spieltag der Fußball-Bundesliga mit vollen Stadien wurde vom 6. bis zum 8. März 2020 gespielt. Eine der ersten großen Sportveranstaltungen vor womöglich vollen Rängen ist das Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 26. März in Sinsheim gegen Israel. Die Fußball-Bundesliga pausiert Ende März für die Länderspiele.

DFL beziffert Verluste auf 1,3 Milliarden Euro

Das Land befinde sich zwar in einer neuen Phase der Pandemie, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. „Wenn der Bundestag nicht aktiv handelt, dann laufen ab dem 20. März alle Schutzmaßnahmen aus.“ Die Pandemie richte sich aber nicht nach dem Kalender. Es dürften daher nicht alle Maßnahmen über Bord geworfen werden.

Die Sportvereine haben seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit teils erheblichen Zuschauerbeschränkungen zu kämpfen. Über Monate waren nur Geisterspiele möglich, zuletzt waren nach einer Entscheidung der Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien im Außenbereich grundsätzlich wieder bis zu 10.000 Zuschauer erlaubt. In manchen Stadien der Fußball-Bundesliga waren es nach darüber hinaus wirksamen Genehmigungen in den jeweiligen Ländern auch schon wieder 15.000 Fans. Arminia spielt am Samstag (15.30 Uhr) vor 10.000 Fans gegen Union Berlin.

Die Dachorganisationen der verschiedenen Sportarten hatten sich vehement für weitere Öffnungsschritte eingesetzt. Donata Hopfen, die neue Geschäftsführerin der Deutschen Fußball-Liga, hatte bereits von alarmierenden Zahlen berichtet, auf 1,3 Milliarden Euro könnten die Verluste der Klubs in der Pandemie anwachsen. Zuschauereinnahmen sind für die Vereine teils überlebenswichtig – insbesondere in den Bereichen abseits des Fußballs.

In allen Sportarten wird es auch darum gehen, ob die Fans tatsächlich sofort wieder in die Spielstätten strömen, sollte es wieder erlaubt sein. „Mit einem Fingerschnippen wird es nicht getan sein. Nicht überall werden die Zuschauer wieder strömen. Da werden wir an der einen oder anderen Stelle nacharbeiten müssen“, sagte Frank Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga.

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