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Dank Fabian Klos macht der DSC aus einem 0:2 ein 2:2

Arminia beweist in Fürth Moral

Fürth (WB). Mit guter Moral und einem wieder einmal bärenstarken Stürmer Fabian Klos hat Arminia Bielefeld eine Auswärtspleite bei der SpVgg Greuther Fürth verhindert. Am Sonntag trennten sich die Franken und die Ostwestfalen in einem unterhaltsamen Zweitligaspiel 2:2 (2:0).

Dirk Schuster

Der Bielefelder Fabian Klos jubelt mit seinen Kollegen über seinen Treffer zum 2:2. Foto: Daniel Karmann/dpa

Jugend statt Erfahrung: Indem er Amos Pieper (21) anstelle des routinierten Stephan Salger (29) in die Anfangself berief, setzte DSC-Trainer Uwe Neuhaus möglicherweise auch ein Zeichen für die Zukunft. Pieper hatte erst in der Winterpause einen Kontrakt bis 2022 unterschrieben, Salgers Vertrag dagegen läuft am Saisonende aus. Salger würde gern bleiben, wahrscheinlicher aber ist, dass sich die Wege im Sommer trennen werden.

Vorne rechts begann wie erwartet der Franzose Jonathan Clauss anstelle des angeschlagenen Färingers Joan Simun Edmundsson.

Clauss und Co. waren es dann auch, die im Sportpark Ronhof die ersten Offensivakzente setzten. Nach feinem Pass von Fabian Klos legte Andreas Voglsammer sich den Ball zu weit vor und blieb an Fürth-Torwart Sascha Burchert hängen. Eine Szene bezeichnend für die Angriffe der Arminen in Halbzeit eins: im Ansatz gut, im Abschluss fahrig.

Die Kleeblätter hatten mit ihrer ersten Chance mehr Glück. Der herrliche Fernschuss des ehemaligen FC-Bayern-Profis und WM-Teilnehmers von 2014, Julian Green (USA), klatschte an den Innenpfosten, von dort an den linken Arm und die Hüfte des verdutzten Bielefelder Keepers Stefan Ortega Moreno, und dann ins Tor (10. Minute).

Ortega Moreno: Bewerbung für Arnd Zeigler

»Fliegenfänger, Fliegenfänger« schallte es aus dem Fanblock der schadenfrohen Fürther in Richtung Ortega Moreno, der sich mit diesem Treffer für das Kacktor des Monats in »Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs« (WDR) beworben hat. Die Chancen auf den Sieg dürften nicht schlecht stehen.

Und es kam noch deftiger für den DSC. Nach schnellem Konter und gelungenem Zuspiel von Fabian Reese vollendete Daniel Keita-Ruel überlegt zum 2:0 (24.). Eineinhalb Chancen, zwei Tore – die Kleeblätter schossen in der Anfangsphase schärfer als die benachbarten Sportschützen der SSG Dynamit Fürth.

Dass die Arminen sich für den zweiten Abschnitt etwas vorgenommen hatten, war schon daran zu sehen, dass sie zwei Minuten eher aus der Kabine zurückkehrten als die Hausherren und schon ungeduldig mit den Stollen scharrten.

1:2 – Hoffnung keimt auf

Und siehe da: 85 Sekunden nach Wiederbeginn war es dann tatsächlich passiert. Nach einer Flanke von Cedric Brunner setzte sich Fabian Klos gleich gegen zwei Gegenspieler, Mario Maloca und Maximilian Sauer, durch und vollendete zum 1:2 aus Sicht der Gäste (47.).

Bei den 500 mitgereisten DSC-Fans keimte Hoffnung auf, fühlten sie sich doch an das Hinspiel erinnert. Da war es der DSC, der schon 2:0 vorn gelegen, am Ende aber mit 2:3 den Kürzeren gezogen hatte. Sollte es diesmal anders herum kommen?

Freistoß Patrick Weihrauch, Kopfball Klos, 2:2. In der 65. Minute war Arminia schon ganz dicht dran an der Wende. Für Sturmspitze Klos, dessen im Juni auslaufenden Vertrag Arminia noch immer nicht verlängert hat, war es bereits das zwölfte Saisontor.

Arminia in Überzahl

In der Folge mussten die Bielefelder ein paar bange Sekunden überstehen. Erst parierte Ortega Moreno einen abgefälschten Freistoß von Maximilian Wittek glänzend (71.), dann rettete Brunner einen Aufsetzer von Marco Caligiuri auf der Linie (72.).

Fürths Coach Stefan Leitl erlebte all das übrigens von der Tribüne aus. Der Grund: Beim Gang in die Kabine hatte er nach Kicker-Informationen Schiedsrichter Alexander Sather die Worte »Du bist so arrogant« mit auf den Weg gegeben.

Als knapp zehn Minuten vor dem Ende Wittek dann auch noch verletzt aufgeben musste, war für die Arminen in Überzahl die Chance zum Sieg plötzlich greifbar nah. Leitl hatte zuvor schon dreimal gewechselt, das Kontingent war ausgeschöpft. Doch es blieb beim 2:2.

Statistik

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Sauer, Maloca, M. Caligiuri, Max. Wittek - Seguin - Reese, Green (75. Omladic), Ernst (62. Jaeckel), Atanga (69. Redondo) - Keita-Ruel

Arminia Bielefeld: Ortega - Brunner, Börner, Pieper, Lucoqui - Prietl - Yabo (83. Schütz), Weihrauch - Clauss (77. Massimo), Klos, Voglsammer

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

Zuschauer: 9440

Tore: 1:0 Green (10.), 2:0 Keita-Ruel (23.), 2:1 Klos (47.), 2:2 Klos (65.)

Gelbe Karten: Sauer (7) / Börner (3)

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