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Nach sieben Pleiten in Serie: Bielefeld besiegt Mainz 05 mit 2:1

Arminia stoppt die Talfahrt

Bielefeld

Arminia Bielefeld hat die Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach zuvor sieben Niederlagen in Serie und dem Sturz auf Tabellenplatz 17 besiegte der Aufsteiger am Samstag in der Schüco-Arena den FSV Mainz 05 mit 2:1 (2:0).

Dirk Schuster 

Jubelnde Arminen: Die Torschützen Prietl und Doan freuen sich. Foto: Thomas F. Starke

DSC-Trainer Uwe Neuhaus setzte in diesem so wichtigen Kellerduell im Kampf um den Klassenerhalt auf eine Doppelspitze. Neben Kapitän Fabian Klos lief Sven Schipplock für die Ostwestfalen auf. Für ihn musste Nils Seufert auf die Bank. Zudem ersetzte in der Innenverteidigung wie erwartet der Schwede Joakim Nilsson den angeschlagenen Amos Pieper (Oberschenkelzerrung).

Für Alarm sorgten aber erstmal nur die Mainzer. Ein Lapsus von Anderson Lucoqui ermöglichte Jean-Paul Boetius die Vorlage für Jean-Philippe Mateta. Der FSV-Stürmer aber, dem in den vorangegangenen drei Partien vier Treffer gelungen waren, scheiterte am glänzend parierenden Stefan Ortega Moreno im DSC-Gehäuse (12. Minute). Nur vier Minuten später standen sich die beiden schon wieder gegenüber - wieder Boetius auf Mateta, wieder parierte Ortega Moreno (16.) gegen den frechen Franzosen. Matetas allzu lässiger Nachschuss mit der Hacke kullerte dann am Tor vorbei.

Prietl und Doan treffen

Wenig später sollten sich die Mainzer ärgern, dass Mateta diese Riesenchance so leichtfertig liegen ließ. Zwar scheiterte zunächst noch Schipplock nach einem langen Ball von Ortega Moreno aus spitzem Winkel (17.). Doch in der 21. Minute schlug Bielefeld zu - allerdings mit Mainzer Unterstützung. Denn der Distanzschuss von Manuel Prietl wurde von Alexander Hack entscheidend abgefälscht. Es war das erste Mal seit dem 1:0 gegen Köln am zweiten Spieltag (26. September), dass die Arminen in Führung gingen.

Und sie legten nach. Wieder ließen zunächst die Mainzer eine gute Gelegenheit aus (Boetius, 29.), ehe praktisch im Gegenzug Arminia erneut eiskalt zuschlug. Der überaus agile Ritsu Doan ließ zwei Mainzer aussteigen, ehe er FSV-Schlussmann Robin Zentner mit einem gezielten Flachschuss ins Eck überwand (31.).

„Wir dürfen nicht denken, dass wir alles in den ersten 20, 30 Minuten erledigen können“, hatte Trainer Neuhaus den Arminen vor dem Duell Vorletzter gegen Drittletzter ins Poesiealbum geschrieben. Und nun das. Gerade mal eine gute halbe Stunde war rum, und Arminia führte 2:0.

Zwei Treffer in einem Spiel waren den Bielefeldern in der laufenden Saison zuvor noch nie gelungen.

Spannung bis zum Abpfiff

„Der Gegner wird sich mit allem, was er hat, reinschmeißen, um Punkte zu holen“, rechnete FSV-Coach Jan-Moritz Lichte mit einem kampfeswilligen Gastgeber. Er sollte recht behalten. Arminia warf sich in die Bälle, überzeugte kämpferisch, führte zur Pause gemessen an der Zahl der Großchancen allerdings doch eher glücklich mit 2:0. Doch den Bielefeldern war‘s egal.

Erstaunlich, mit welcher Ruhe und Überzeugung der DSC angesichts der langen Pleitenserie nach dem Wechsel den Vorsprung über weite Strecken verwaltete. Und sogar mehr als das. Arminia ließ sich keineswegs hinten reindrängen und spielte auch weiter nach vorn. Prietl (61.), Klos (67.) und der eingewechselte Andreas Voglsammer (78.) hatten sogar noch die Chance zum 3:0.

Hätte einer dieser Bälle gesessen, wäre die Partie wohl entschieden gewesen. So aber machte FSV-Joker Kevin Stöger das Spiel noch mal spannend. Acht Minuten vor dem Abpfiff verkürzte er auf 1:2. Doch dabei blieb‘s.

Die Partie in Bildern? Hier geht's zur Fotostrecke.

Daten und Fakten

Auftstellung Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner, van der Hoorn, Nilsson, Lucoqui - Prietl - Doan, Hartel, Yabo (64. Voglsammer) - Schipplock (79. Cordova), Klos (86. Kunze)

Aufstellung Mainz: Zentner - St. Juste, Hack, Niakhaté - Burkardt, Barreiro (58. Kunde), Fernandes (58. Stöger), Aaron (58. Onisiwo), Boetius, Quaison - Mateta

Schiedsrichter: Fritz (Korb)

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Prietl (21.), 2:0 Doan (31.), 2:1 Stöger (82.)

Gelbe Karten: Schipplock, Hartel, Kunze / Niakhaté, St. Juste

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