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0:0 in Sandhausen und HSV-Sieg verzögern Aufstieg bis mindestens nächste Woche

Arminia tut sich schwer

Bielefeld/Sandhausen (WB). Bei den letzten Schritten Richtung Aufstieg lässt sich Arminia Bielefeld Zeit. Am Freitagabend reichte es für den Zweitligaspitzenreiter nur zu einem 0:0 beim SV Sandhausen. Weil der HSV zeitgleich einen 1:0-Sieg in Dresden holte, ist der Aufstieg an diesem Wochenende und am Montag ausgeschlossen.

Sebastian Bauer und Jens Brinkmeier

Cedric Brunner (links) versucht, Sandhausens Robin Scheu aufzuhalten. Foto: Thomas F. Starke/DSC Arminia

Die Frage, ob Arminia aufsteigt, ist mittlerweile wohl nur noch eine rhetorische. Das Wann ist dagegen noch offen. An den vor dem Spieltag möglichen Aufstieg auf dem Sofa konnten die Ostwestfalen am Freitag bereits einen Haken machen. Weil der Dritte Hamburger SV gewann (1:0), genügt der Vorsprung des DSC nicht, um am Samstag aufzusteigen, falls der Tabellenvierte Heidenheim sein Spiel gegen Regensburg nicht gewonnen hätte.

Durch den Sieg des HSV ist zudem ausgeschlossen, dass die Arminen mit einem Dreier im Nachholspiel gegen Dresden am Montag (20.30 Uhr, Schüco-Arena) den Aufstieg klarmachen. Spielt der DSC unentschieden, wäre der Aufstieg frühestens im Heimspiel am Donnerstag gegen den SV Darmstadt machbar.

Klos verpasst die Führung

Gar nicht mehr fraglich war dagegen in Sandhausen die Rückkehr von Arminias zuletzt gelbgesperrten Mittelfeldspieler Manuel Prietl. Zudem ersetzte Reinhold Yabo in der Startelf Nils Seufert. So übernahm die Arminia gleich das Kommando im beschaulichen Stadion direkt am Hartwald. Richtig brenzlig wurde es für die Abwehr des SVS trotzdem nicht. Dafür sorgten die Hausherren dann selbst. Robin Scheu machte sich auf und davon Richtung Bielefelder Tor. Erst eine beherzte Grätsche von Cedric Brunner verhinderte Schlimmeres (16.). Neun Minuten später schrammte Sandhausen dann um ein Haar am Gegentreffer vorbei. Nach einem Doppelpass mit Jonathan Clauss tauchte DSC-Torjäger Fabian Klos vor dem SVS-Kasten auf – und verzog. Es wäre das 150. Pflichtspieltor im DSC-Trikot für Klos gewesen.

Ansonsten boten beide Mannschaften eine ereignisarme erste Halbzeit an. Mehr offensive Zielstrebigkeit zeigten die Sandhäuser, ohne diese effektiv zu Ende zu spielen. Was erneut auffiel: Der Wumms, der die Arminen noch vor der Corona-Pause auszeichnete, fehlte dem Spitzenreiter auch in Sandhausen.

„Wir wussten, dass es ein zähes Spiel werden kann und dass die Mannschaft nicht die Nerven verlieren darf. Wir hatten eine gute Anfangsphase, danach ist Sandhausen mehr aufgekommen“, sagte Arminias Sport-Geschäftsführer beim TV-Sender Sky. Den Blick aufs Mobiltelefon, um den Zwischenstand beim Spiel zwischen Dresden und dem HSV zu kontrollieren, vermied Arabi laut eigener Aussage: „Wir haben nur unsere Hausaufgaben im Blick. Wir haben uns eine gute Ausgangslage erarbeitet, so dass wir eigentlich nicht auf die anderen schauen müssen.“

Zähes Spiel im Hardtwaldstadion

Nach einer Chance von Cebio Soukou (47.) für den DSC und Kevin Behrens (49.) für den SVS wurde es nach Wiederanpfiff schnell wieder zäh im Hardtwaldstadion. Es blieb ein zerfahrenes Spiel vor leeren Tribünen.

Bis zur 82. Minute dauerte es, ehe wieder Spannendes passierte. Sandhausens Mario Engels scheiterte aber am herauseilenden DSC-Torwart Stefan Ortega Moreno. Dann gab es für einen Moment Jubelschreie auf der Bielefelder Bank: Andreas Voglsammer stand bei seinem Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit aber ganz knapp im Abseits.

Ein weiterer Wermutstropfen im aktuellen Aufstiegsrennen: In der 79. Minute musste Arminias Innenverteidiger Joakim Nilsson mit einer Knieverletzung vom Platz. Für den Schweden kam Routinier Stephan Salger in die Partie.

Sandhausen: Fraisl - Diekmeier, Nauber, Kister, Schirow, Paqarada - Linsmayer, Taffertshofer (79. Frey) - Biada (79. Bouhaddouz) - Scheu (64. Engels), K. Behrens

Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson (80. Salger), Hartherz - Prietl - Clauss (76. Weihrauch), Yabo (59. Voglsammer), Hartel (79. Schipplock), Soukou (59. Seufert) - Klos

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

Gelbe Karten: K. Behrens (7), Taffertshofer (6) / Soukou (4)

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