1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Dsc
  4. >
  5. Arminia und SCP für den Regenbogen

  6. >

Geschäftsführer Rejek (Bielefeld) und Hornberger (Paderborn) äußern sich

Arminia und SCP für den Regenbogen

Bielefeld/Paderborn

Die Uefa hat den Antrag, die Münchner Arena beim Europameisterschaftsspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwochabend in den für Toleranz und Gleichstellung stehenden Regenbogenfarben zu beleuchten, abgelehnt. Beim Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld und auch beim Zweitligisten SC Paderborn stößt das auf Unverständnis.

Von Dirk Schuster und Peter Klute

Die Arena in München darf am Mittwoch nicht in den Regenbogenfarben leuchten. Foto: imago

„Arminia Bielefeld stellt sich stets gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass und fördert Toleranz, Respekt und Vielfalt – dazu zählt selbstverständlich auch das Recht auf die Selbstbestimmung und die persönliche Freiheit, so zu lieben, wie es einem gefällt“, teilte Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek mit.

Der notwendige Einsatz gegen Homofeindlichkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung jeder Art sei keine politische Angelegenheit, sondern es sei „unser aller Pflicht, die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist“.

Arminia hätte sich „von der Uefa gewünscht, klare Kante zu zeigen. Schließlich ist es die Uefa selbst, die mit ihren ‚Respect‘-Kampagnen die Vereine und Verbände auffordert, ein Zeichen zu setzen. Mit der Entscheidung, das Münchner Stadion nicht in den Regenbogenfarben leuchten zu lassen, schneidet sich die Uefa daher selbst ins Fleisch – und zwar auf Kosten einer guten Sache“, sagte Rejek.

Für Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger wäre es „kein Problem gewesen, wenn das Stadion erleuchtet gewesen wäre. Aber alle Nationen haben gewusst, welche Regeln bei dem Turnier gelten.“ Deshalb irritiere ihn die Aufregung.

Hornberger ergänzt: „Unsere Vereinsfarben sind blau, schwarz und regenbogenfarben.“ Heute werden vor dem Stadion und am Trainingszentrum in Paderborn Regenbogenfahnen gehisst.

Zum Kommentar von Oliver Kreth.

Startseite