Nach der Klatsche in Mönchengladbach steht der DSC in Berlin defensiv stabil

Arminia verdient sich das 0:0

Berlin/Bielefeld ...

Arminia Bielefeld hat rechtzeitig zum Endspurt in der Fußball-Bundesliga zur defensiven Stabilität zurückgefunden. Am Sonntagabend verdienten sich die Ostwestfalen in einem zähen Kellerduell bei Hertha BSC ein 0:0 und bleiben Tabellen-16.

Dirk Schuster

Voller Einsatz: DSC-Kapitän Fabian Klos (links) im Luftduell mit Lucas Tousart Foto: Thomas F. Starke

Am Donnerstag steigt im Olympiastadion zwischen Dortmund und Leipzig das Finale um den DFB-Pokal. Die Arminia trat bereits am Sonntag zu ihrem Endspiel in Berlin an. Oder etwa nicht? „Ein Endspiel ist für mich immer das letzte Spiel. Danach kommt ja nichts mehr“, widersprach DSC-Trainer Frank Kramer.

Den Arminen bleiben noch zwei Partien, um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga zu sichern. Am kommenden Samstag gastiert die TSG 1899 Hoffenheim auf der Alm, eine Woche später geht es zum VfB Stuttgart.

Hertha-Coach Dardai dagegen deklarierte die Partie gegen Bielefeld unumwunden als Endspiel – und erhöhte damit nochmal den Druck auf sein Team. Für den Gastgeber war es bereits das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen nach der zweiwöchigen häuslichen Quarantäne infolge mehrer Covid-19-Fälle im eigenen Team.

Arminia hatte nach dem 0:5 bei Borussia Mönchengladbach derweil fast zwei Wochen Zeit, um die Klatsche aufzuarbeiten. Kramer nahm im Vergleich zur Abfuhr im Borussia-Park nur zwei personelle Veränderungen vor. Cedric Brunner kehrte nach abgesessener Gelbsperre für Nathan de Medina ins Team zurück, Andreas Voglsammer spielte anstelle von Christian Gebauer.

Anders die Berliner: Dardai ließ nach dem 3:0-Erfolg unter der Woche gegen Freiburg, bei welchem er schon neun Veränderungen in der Startelf vorgenommen hatte, erneut kräftig rotieren. Gegen Bielefeld waren es acht Veränderungen.

Fest stand bereits vor dem Anpfiff in Berlin: Weil der 1. FC Köln am Nachmittag ein 1:4 daheim gegen Freiburg kassiert hatte, würde selbst der Verlierer nicht auf einen direkten Abstiegsrang abrutschen.

Ortega Moreno rettet gegen Mittelstädt

Beide Teams suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Erst prüfte Herthas Maximilian Mittelstädt den stark parierenden DSC-Keeper Stefan Ortega Moreno (8. Minute). Zwei Minuten danach setzte Armine Joakim Nilsson nach einer Ecke einen Kopfball etwas zu hoch an (10.). Wenig später probierte es Manuel Prietl mit einem Schuss aus der Distanz (17.). Auch Voglsammer (25.) und noch einmal Prietl (28.) prüften anschließend den früheren Arminia-Schlussmann Alexander Schwolow im Berliner Kasten.

Bielefeld, das das Hinspiel durch ein Tor von Reinhold Yabo 1:0 gewonnen hatte, war nun gut in der Partie und ließ den Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Die dickste Chance hatte dann aber plötzlich doch die Hertha: Jhon Cordoba ließ Amos Pieper stehen, traf aber nur den Pfosten (34.).

Beide Teams kamen zu weiteren Halbchancen, das 0:0 zur Pause ging in Ordnung.

Keine Highlights im zweiten Durchgang

Nach Wiederbeginn war es von zwei Mannschaften auf Augenhöhe über weite Strecken eine überaus zähe, risikoarme Partie fast ohne Höhepunkte.

Bielefeld verharrt nach dem torlosen Remis auf Relegationsrang 16, Hertha überholt dank des besseren Torverhältnisses Werder Bremen und belegt Platz 14.

Statistik

Hertha: Schwolow - Klünter, N. Stark, M. Dardai - Mittelstädt (32. Torunarigha), Tousart (73. Boyata), Ascacibar, Zeefuik (46. Radonjic), Matheus Cunha (59. Dilrosun) - Cordoba, Piatek (73. Darida)

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Lucoqui - Prietl, Maier (90.+2 van der Hoorn) - Okugawa (74. Kunze) - Doan (84. Gebauer), Voglsammer (90.+3 Soukou) - Klos (84. Schipplock)

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Tousart, Darida, Radonjic / Prietl, Brunner, Lucoqui, Kunze

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