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Bielefeld spielt nach 2:0 nur 2:2 gegen Aue

Arminia verschenkt den Sieg

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat den Befreiuungsschlag in der 2. Fußball-Bundesliga leichtfertig vergeben. Gegen Tabellenschlusslicht Erzgebirge Aue, mit Interimstrainer Robin Lenk für den zurückgetretenen Pavel Dotchev auf der Bank, reichte es für den DSC trotz einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2. Der DSC bleibt mit 20 Punkten Vorletzter, die Sachsen kommen nach 23 Spieltagen auf 19 Zähler.

Jens Brinkmeier

Es gibt Redebedarf: DSC-Trainer Jürgen Kramny tauscht sich nach dem Spiel mit den Fans aus. Foto: Thomas F. Starke

Nach dem Pokal-0:1 in Frankfurt änderte DSC-Trainer Jürgen Kramny seine Startelf auf zwei Positionen. Für den gelb-gesperrten Tom Schütz spielte Reinhold Yabo im defensiven Mittelfeld, davor ersetzte Keanu Staude den verletzten Sören Brandy (muskuläre Probleme). Andreas Voglsammer fehlte gelb-gesperrt, Manuel Prietl war nach seiner Schulterverletzung erstmals seit dem 16. Spieltag wieder bei einem Ligaspiel im Kader. In der 58. Minute feierte er sein Comeback.

So spielten sie

Bielefeld: Hesl – Görlitz, Behrendt, Börner, Schuppan – Salger, Yabo (58. Prietl) – Hemlein (67. Junglas), Staude, Nöthe (84. Hartherz) – Klos

Aue: Männel – Kalig, Susac, Breitkreuz, Hertner – Tiffert– Kaufmann (81. Bertram), Fandrich (58. Adler), Nazarov, Soukou – Köpke (58. Kvesic)

Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf)

Zuschauer: 16.368

Tore: 1:0 Kalig (2., Eigentor), 2:0 Börner (4.), 2:1 Görlitz (57., Eigentor), 2:2 Adler (71.

Gelbe Karten: Hemlein (6) / - Susac (2)

Die Arminen legten einen Traumstart hin. Nach 178 Sekunden erzielten die Auer nach einer schlecht verteidigten Ecke das 1:0 für den DSC - Fabian Kalig war zuletzt am Ball, Hemlein irritierte Torwart Männel. Das war zugleich der 1000. Treffer der Bielefelder Zweitligahistorie. Weniger als zwei Minuten später jubelten die DSC-Fans unter den 16.368 Zuschauern schon wieder. Freistoß Stephan Salger, Kopfball Julian Börner – 2:0! Schneller hat der DSC in 18 Zweitligajahren noch nie 2:0 geführt.

Gastgeber geben sich zu schnell zufrieden

Danach gaben sich die Gastgeber, die zum Jubiläum der von Bodelschwinghschen Stiftungen mit dem Schriftzug „150 Jahre Bethel“ auf den Trikots aufliefen, mit dem Spielstand zufrieden. Auf beiden Seiten passierte wenig, das Spiel hatte nun das Niveau, das man angesichts der Tabellenkonstellation erwarten konnte.

Da die Arminen nicht konsequent auf das 3:0 aus waren, blieb Aue im Spiel – und konnte zwölf Minuten nach dem Seitenwechsel den Anschlusstreffer bejubeln. Einen weiten Ball von Fabio Kaufmann schätzte Wolfgang Hesl falsch ein, Michael Görlitz wollte klären und schoss ins eigene Tor. Und es kam noch dicker für die Gastgeber. Nach einer Bogenlampe legte Sebastian Schuppan unfreiwillig für Nicky Adler vor. Der Auer ließ sich nicht zweimal bitten und erzielte das 2:2 (71.).

Bitter, weil Sekunden zuvor Christopher Nöthe nach toller Vorlage von Prietl das 3:1 hätte machen müssen, aber einen Gegner anschoss.

Am Ende blieb es beim 2:2, das die Zuschauer mit Pfiffen quittierten.

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