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Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld verliert mit 1:3 beim 1. FC Köln – Cordova erzielt das Ehrentor

Arminia wacht zu spät auf

Köln/Bielefeld

Arminia Bielefeld hat der 1:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt erneut eine schwache Darbietung folgen lassen. Am Sonntag verlor der Fußball-Bundesligaaufsteiger beim Kellerkonkurrenten 1. FC Köln mit 1:3 (0:2) und rutschte auf Relegationsrang 16 ab.

Dirk Schuster

Der erste Streich: Marius Wolf bringt den 1. FC Köln mit 1:0 in Führung Foto: Thomas F. Starke

FC-Coach Markus Gisdol schickte in Emmanuel Dennis direkt einen seiner beiden Neuzugänge auf den frisch verlegten Rasen in der Rhein-Energie-Arena. Der andere Neue beim FC, Max Meyer, saß zunächst noch draußen.

Arminia-Trainer Uwe Neuhaus konnte in Köln zwar wieder auf Manuel Prietl zurückgreifen, er setzte den Mittelfeldspieler nach auskurierter Verletzung aber erst einmal auf die Bank. Fabian Kunze bekam erneut den Vorzug. Andreas Voglsammer hoffte vergeblich auf sein Comeback in den Kader. Der Außenstürmer blieb zu Hause. Auch der kurzfristig verpflichtete Winterzugang Masaya Okugawa zählte noch nicht zum Bielefelder Aufgebot.

Seine Startformation veränderte Neuhaus gegenüber dem vorherigen 1:5 gegen Frankfurt nur auf einer Position: Sven Schipplock verdrängte Sergio Cordova auf die Bank und bildete zusammen mit Fabian Klos Arminias Altherren-Angriff. Schipplock ist 32, Klos 33 Jahre alt.

Alt sah in der 9. Minute auch Arminias Abwehr aus. Cedric Brunner vermochte eine Flanke von Ondrej Duda nicht zu verhindern. Am Fünfmeterraum stieg Ellyes Skhiri am höchsten, Stefan Ortega Moreno parierte dessen Kopfball glänzend, doch Marius Wolf staubte ab – 1:0 für Köln.

Die Geißböcke hatten zuvor zuletzt im Februar 2020 ein Heimspiel gewinnen können. Anschließend wanderten nur noch 6 von 42 möglichen Heimpunkten auf das Konto der Kölner.

Bielefeld aber fungierte weiter als dankbarer Aufbaugegner für den FC. Denn auch die zweite Chance der Kölner war drin. Wieder war Cedric Brunner beteiligt, doch es fehlte ihm auch die Unterstützung von Amos Pieper, um die Hereingabe von Ismail Jakobs zu unterbinden. Joakim Nilsson verlor im Zentrum das Kopfballduell und Wolf stand wieder richtig – 2:0 (28.).

Arminia war in der Zwischenzeit selbst zu einer guten Gelegenheit gekommen, doch Timo Horn wehrte nach eine Freistoß von Ritsu Doan den Kopfball von Schipplock ab (22.).

Das Hinspiel hatten die Bielefelder mit 1:0 gewonnen. Der Siegtorschütze vom September, Joan Simun Edmundsson zählte diesmal allerdings erneut nicht einmal zum Aufgebot.

Dafür hatte der ehemalige Kölner Reinhold Yabo die Chance den Rückstand zu verkürzen, verzog aber doch deutlich (38.).

Zur Pause blieb es beim 2:0 für den Gastgeber. Arminia präsentierte sich harmlos, ließ den Gegner in vielen Szenen weitgehend ungehindert gewähren und ließ gegenüber der schwachen Leistung gegen Frankfurt kaum eine Steigerung erkennen.

Folgerichtig erhöhte Elvis Rexhbecaj in der 62. Minute auf 3:0. Die Ostwestfalen hatten Sekunden zuvor doppelt gewechselt und wirkten noch nicht vollends sortiert, als Rexhbecaj von Skhiri wunderbar in Szene gesetzt wurde.

Arminia wachte viel zu spät auf. Der eingewechselte Sergio Cordova nach Vorarbeit von Fabian Klos zehn Minuten später auf 1:3, doch das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, auch wenn Cebio Soukou in der 89. Minute mit einem Fernschuss noch den Pfosten traf.

So spielten sie:

Köln: T. Horn - Mere, Czichos, J. Horn - M. Wolf, Skhiri, Katterbach - Rexhbecaj (90. Meyer) - Duda (69. Drexler), Bonaventure Dennis (82. Thielmann), Jakobs (82. S. Özcan)

Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper (89. van der Hoorn), Nilsson, Laursen - Kunze, Hartel (86. Seufert) - Doan, Yabo (62. Soukou) - Schipplock (62. Cordova), Klos

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)Tore: 1:0 M. Wolf (10.), 2:0 M. Wolf (28.), 3:0 Rexhbecaj (63.), 3:1 Cordova (73.)

Gelbe Karten: Jakobs (3), Duda (4), Heldt (Sport-Geschäftsführer) / Soukou (2)

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