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Verdiente 0:1-Schlappe beim 1. FC Nürnberg – Sportchef Arabi: Veränderung notwendig

Arminia zeigt viel zu wenig – Kramnys Zukunft ungewiss

Nürnberg (WB). Die angekündigte Reaktion auf den desolaten Auftritt am vergangenen Sonntag gegen Erzgebirge Aue ist ausgeblieben. Arminia Bielefeld hat das Zweitligaspiel am Sonntag beim 1. FC Nürnberg verdient mit 0:1 (0:1) verloren. Der DSC rangiert dort, wo er hingehört: auf dem letzten Tabellenplatz.

Jens Brinkmeier und Dirk Schuster

Arminias Brian Behrendt (links) und Eduard Löwen vom FC Nürnberg. Foto: Thomas F. Starke

Ob Jürgen Kramny nach dieser Partie DSC-Trainer bleibt, scheint ungewiss. »Es geht nicht um einzelne. Aber wenn wir nichts verändern und einfach so weitermachen, haben wir keine Chance«, sagte Arminias Sportchef Samir Arabi. Kramny selbst antwortete auf die Frage, ob er noch Rückendeckung spüre: »Ich denke schon.«

Im ersten Durchgang blieben die Arminen so ziemlich alles schuldig: keine Leidenschaft, kein Tempo, keine Chancen. Und das, obwohl Trainer Jürgen Kramny sein Team gegenüber dem Aue-Spiel auf vier Positionen verändert hatte. Unter anderem wechselte der Coach den Keeper. Anstelle von Stammschlussmann Wolfgang Hesl hütete Daniel Davari den DSC-Kasten.

Kramny erklärte bereits kurz vor der Partie, dass er »einen neuen Impuls« setzen wollte. Doch dieser verpuffte kläglich. Arminia gab im ersten Abschnitt keinen Torschuss ab. Die einzige Möglichkeit verstolperte Andreas Voglsammer (39.) in aussichtsreicher Position.

Solider Davari

Besser hatte es auf der anderen Seite just zuvor Ondrej Petrak gemacht, der den soliden Davari mit einem lässigen Rechtsschuss zur völlig verdienten Club-Führung überwand (35.).

Großes Glück hatten die Ostwestfalen, dass Brian Behrendt in der 20. Minute für eine rüde Attacke gegen den Clubberer Möhwald nicht die Rote, sondern nur die Gelbe Karte sah.

Zurückhaltung zu spät abgelegt

Nach dem Wechsel wurde Bielefeld endlich etwas aktiver. Nach Standardsituationen kam sogar ein wenig Gefahr auf. Doch weder Christoph Hemlein (52.) noch  Julian Börner (75.) vermochten aus ihren Gelegenheiten Kapital zu schlagen. So blieb es beim 1:0 in einem Spiel, in dem der DSC unerklärlich spät seine Zurückhaltung ablegte.

Am kommenden Freitag geht der Abstiegskampf für Arminia weiter. Dann gastiert Ex-Coach Norbert Meier mit dem 1. FC Kaiserslautern in der Schüco-Arena (18.30 Uhr). Ob Kramny dann noch ein Endspiel bekommt, ist fraglich.

Nürnberg: Schäfer – Brecko, Margreitter, Bulthuis, Lippert – Petrak – Möhwald, Löwen (74. Kammerbauer) – Kempe (89. Hovland), Salli – Ishak (83. Baumann)

Bielefeld: Hesl – Görlitz (85. Prietl), Behrendt, Börner, Hartherz – Schütz, Salger (46. Staude) – Hemlein, Yabo (76. Ulm), Voglsammer – Klos

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Zuschauer: 24.324

Tore: 1:0 Petrak (35.)

Gelbe Karten: Kempe - Behrendt, Schütz, Voglsammer, Yabo

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