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Für Arminia-Trainer Neuhaus zählt der VfL Wolfsburg zu den Teams der Stunde – Voglsammer beginnt erneut

„Auf einer Stufe“ mit den Bayern

Bielefeld (WB)

Das schwierigste Spiel der Saison haben die Arminen nun hinter sich. Heftiger als auswärts gegen die Bayern antreten zu müssen, kann es nicht mehr werden. Demnach müsste von nun an jede Partie leichter werden, stimmt‘s, Uwe Neuhaus?

Dirk Schuster

Im Hinspiel streckten sich DSC-Kapitän Fabian Klos (links) und die Arminen gegen Wolfsburg (John Anthony Brooks) vergebens. Foto: Thomas F. Starke

„Ich stelle das Spiel gegen Wolfsburg absolut auf eine Stufe“, sagt Bielefelds Trainer vor der Bundesliga-Heimpartie am Freitag (20.30 Uhr/Dazn). „Wolfsburg ist eine der Mannschaften, die derzeit am allerbesten in Form sind“, begründet der Coach. „Sie sind sehr dominant, sehr sicher. Sie haben sich im Vergleich zum Hinspiel noch mal deutlich gesteigert.“

Das klingt bedrohlich. Denn schon Ende Oktober in der VW-Arena waren die Arminen trotz des knappen Endresultats (1:2) über weite Strecken der Partie hoffnungslos unterlegen.

Allerdings haben sich seitdem nicht nur die Niedersachsen gesteigert, sondern auch die Ostwestfalen. Arminia hinterlegte das zuletzt eindrucksvoll beim aufsehenerregenden 3:3 am Montag in München. Im Anschluss an die Begegnung hatte Kapitän Fabian Klos gefordert, das diese Leistung beispielgebend sein müsse für die weiteren Wochen. Neuhaus allerdings betont: „Drei Tore in München zu erzielen, ist außerordentlich gut. Das jede Woche zu verlangen, funktioniert aber nicht so einfach.“ Das Selbstvertrauen, so Neuhaus, müsse sich „verfestigen. So wie es in der Aufstiegssaison in der 2. Liga war.“ Jeder Erfolg helfe, konstanter zu werden und einen Automatisierungsprozess zu bewirken. Andererseits müsse auch weiterhin mit Rückschlägen gerechnet werden – erst recht, wenn Gegner vom Kaliber Wolfsburg warten. Sechs Mal in Folge hat das Team von Trainer Oliver Glasner inklusive des Pokal-Achtelfinalerfolges gegen Schalke (1:0) kein Gegentor mehr kassiert. Auch deshalb betont Neuhaus noch einmal: „Das wird mindestens genau die gleiche schwere Aufgabe wie in München.“

Samir Arabi hofft, dass das gute Gefühl vom 3:3 die Bielefelder gegen Wolfsburg beflügeln wird. „Das sollte Lust und Mut auf mehr machen“, sagt der Sport-Geschäftsführer und meint: „Ich habe immer gesagt: Auch gegen die Großen zu punkten, ist ein wichtiger Baustein, um unser Ziel zu erreichen.“ Gegen Wolfsburg soll es damit nun direkt weitergehen.

Die Hoffnungen ruhen erneut auf Michel Vlap. Der niederländische Winter-Zugang wird am Freitagabend ebenso erneut dabei sein wie Ritsu Doan (Knieprobleme überwunden) und Andreas Voglsammer. Der Flügelstürmer gab in München nach langer Verletzungspause ein vielversprechendes Comeback. „Es ist besser, ihn von Anfang an zu bringen. Sein Akku war in München auch nicht total leer. Die Vorlage zum 3:1 wird ihm Auftrieb geben. Ich denke, dass er am Freitag anfängt“, sagt Neuhaus über Voglsammer. Vlap traut er zu, im Kampf um den Klassenerhalt der entscheidende Faktor zu werden. In München habe der Führungstorschütze „eine unglaubliche Laufleistung abgerufen, defensiv gut mitgearbeitet und vieles gezeigt, was für die nächsten Wochen Mut macht“.

Voglsammer verdrängte in München Reinhold Yabo aus dem Team, Vlap Dauerbrenner Marcel Hartel. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt Neuhaus. „Das ist ein alter Spruch, aber er bewahrheitet sich immer wieder. Und das ist nun das, was ich von Yabo und Hartel verlange: Dass sie das Geschäft beleben, indem sie entweder die anderen besser machen – oder aber an ihnen vorbeiziehen.“

So könnten sie spielen

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen - Kunze, Prietl - Doan, Vlap, Voglsammer - Klos

Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Lacroix, Brooks, Paulo Otavio - Schlager, Arnold - Baku, Gerhardt, Steffen - Weghorst

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