1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Dsc
  4. >
  5. Börner: »Haben es selbst in der Hand«

  6. >

Auswärtsschwache Arminen lehnen psychologische Hilfe ab

Börner: »Haben es selbst in der Hand«

Bielefeld (WB). Am Samstag in Würzburg, am Dienstag gegen Düsseldorf und am Freitag in Sandhausen: In der letzten Englischen Woche dieser Saison kann Arminia Bielefeld die Weichen für den Zweitligaendspurt stellen. Oder wie Julian Börner (26) es ausdrückt: »Wir können innerhalb einer Woche ein Dreivierteljahr in die Schublade packen.«

Dirk Schuster

Gegen Würzburg (hier eine Szene aus dem Hinspiel auf der Alm) wollen Julian Börner und der DSC den Auswärtsfluch besiegen. Foto: Thomas F. Starke

Was Arminias Abwehrchef meint, ist klar: Der Tabellen-16. hat binnen sieben Tagen die Gelegenheit, seine bislang weitgehend missratene Saison noch rechtzeitig geradezubiegen. Zwar falle in den kommenden drei Partien laut Börner »noch keine Vorentscheidung. Aber wir können einen riesigen Schritt machen. Alle Gegner sind schlagbar. Es liegt an uns, ob wir aus der Englischen eine Goldene Woche machen.«

Von dieser Partie hängt viel ab

Viel wird von der Partie in Würzburg abhängen. Börner kann sich nicht vorstellen, dass der DSC ohne einen Auswärtssieg sein Saisonziel erreichen wird. »Da müsste ich den Rechenschieber herausholen. Aber wer über die ganze Serie auswärts nicht gewinnt, dem dürfte es schwer fallen, die Klasse zu erhalten. Darum heißt es jetzt, auswärts dreifach zu punkten. Wir brennen darauf.«

Warum die Ostwestfalen seit fast einem Jahr (4:1 in Sandhausen am 9. April 2016) in der Fremde nichts mehr zu feiern hatten, ist den Spielern ein Rätsel. »Wenn wir es wüssten, hätten wir es längst geändert. Vielleicht sind wir ein bisschen ängstlicher, vielleicht haben wir nicht die hundertprozentige Überzeugung. Ich weiß es wirklich nicht. Ich kann nur hoffen, dass man uns die Frage nächste Woche nicht wieder stellen muss«, sagt Börner.

Psychologen bisher abgelehnt

Über die Hilfe eines Psychologen hatte die Sportliche Leitung des Klubs intern bereits laut nachgedacht. Doch Börner erklärt, warum die Spieler das bislang abgelehnt haben: »Klar war das mal ein Thema. Aber zuallererst sind wir für uns selbst verantwortlich. Das ist eine Scheißsituation, keine Frage. Aber wir haben es noch selbst in der Hand. Viele Spieler kennen die Situation und wissen mit ihr umzugehen. Da bringt der beste Sportpsychologe nichts. Jetzt heißt es einfach kämpfen, kämpfen, kämpfen.«

Startseite