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Die seit drei Spielen gegentorlose Arminia empfängt die seit sechs Partien ungeschlagene Eintracht

Das Duell der Serientäter

Bielefeld

Welche Serie hält? Mit Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt treffen an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) zwei Serientäter der Fußball-Bundesliga aufeinander. Zum Rückrundenstart wollen die Arminen zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor bleiben.

Jens Brinkmeier

Damit wäre das Minimalziel, also ein Unentschieden erreicht. Die Hessen haben in den vergangenen sechs Ligaspielen immer mindestens zwei Tore erzielt und aus diesen Partien 14 Punkte geholt.

DSC-Trainer Uwe Neuhaus erwartet nur drei Tage nach dem so erfolgreichen Hinrundenabschluss gegen Mitaufsteiger VfB Stuttgart (3:0) mit der Eintracht einen „nochmal stärkeren Gegner. Ihre Qualität ist auf jeder Position unglaublich hoch, mit Luka Jovic und Amin Younes haben sie zwei Topspieler dazu bekommen.“ Auf seine Spieler komme im eigenen Ballbesitz „noch mehr Stress zu als gegen den VfB. Die Eintracht ist permanent im hohen Pressing“, sagt Neuhaus. Deshalb sei es enorm wichtig, die Konzentration hoch zu halten, für enge Abstände zu sorgen und in die Zweikämpfe zu kommen. Dann könne sein Team auch die eigenen Qualitäten im Spiel nach vorne umsetzen. Je länger die Partie ausgeglichen gestaltet werde, „desto höher sind unsere Chancen“.

Ob der Trainer zum vierten Mal hintereinander die selbe Startelf ins Rennen schickt, wird sich erst am Spieltag entscheiden. Beim obligatorischen Anschwitzen am Samstagmorgen werde er dem einen oder anderen Spieler „tief in die Augen sehen“, so Neuhaus. Beim Training am Freitag habe die Frische gefehlt, die Englische Woche hinterlässt Spuren. Es ist also möglich, dass der Coach seine Formation, die sieben Punkte aus drei Spielen holte, verändert. Aber das wird Neuhaus nur im Notfall tun.

Die Startelf seit dem 1:0 gegen Hertha BSC hat sich in den folgenden Spielen das erneute Vertrauen verdient und mit Leistung sowie Punkten zurückgezahlt. Und nach dem Frankfurt-Spiel bleibt mehr Zeit zur Erholung, weil das wichtige Spiel bei Abstiegskonkurrent 1. FC Köln erst am Sonntag, 31. Januar (15.30 Uhr), stattfindet.

An das Hinspiel gegen die Eintracht erinnern sich die Arminen gerne zurück. Im ersten Bundesligaspiel nach elf Jahren Abwesenheit holte der DSC Mitte September ein 1:1 bei den Hessen. „Wir sind mit der Euphorie eines Aufsteigers in die Saison gestartet“, erinnert sich Neuhaus. Im ersten Heimspiel gegen Köln folgte dann prompt der erste Sieg (1:0), ehe eine „schwarze Serie“ (Neuhaus) ihren Lauf nahm. Sieben Niederlagen am Stück ließen den DSC taumeln.

„Wir haben uns dann wieder zurückgekämpft, unsere Spielweise verändert und haben nun 17 Punkte. Drei bis vier Punkte fehlen sogar, weil bei manch Niederlage auch ein Unentschieden drin gewesen wäre. Aber im Moment sind wir zufrieden“, sagt Neuhaus. Aber: „Wir müssen in der Rückrunde den einen oder anderen Punkt mehr holen“, fordert der 61-Jährige.

Generell hält Neuhaus, der erstmals eine Erstligamannschaft anleitet, fest: „Bundesliga macht mehr Spaß, auch wenn man häufiger verliert. Zehn Niederlagen in 17 Spielen sind eine Menge, das müssen wir in der Rückrunde besser machen.“ Darauf verlassen, dass die Konkurrenten wie Schalke oder Mainz (beide erst sieben Zähler) auch im zweiten Saisonteil derart schwach punkten, will sich kein Armine.

So könnten sie spielenBielefeld: Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen - Kunze - Hartel - Doan, Yabo - Cordova, KlosFrankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Durm, Rode, Sow, Kostic - Kamada, Younes - Jovic

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