1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Dsc
  4. >
  5. Die Ansprüche wachsen

  6. >

Arminia möchte auch in Hoffenheim punkten – Neuhaus: Mannschaft muss Konstanz zeigen

Die Ansprüche wachsen

Bielefeld

Zwei Siege in Folge sind Aufsteiger Arminia Bielefeld in dieser Bundesligasaison noch nicht gelungen.

Jens Brinkmeier

Fabian Klos, Reinhold Yabo, Jacob Laursen und Marcel Hartel (von rechts) wollen auch im Kraichgau jubeln. Foto: Thomas F. Starke

Ändert sich das am 16. Spieltag, an dem der DSC bei der TSG 1899 Hoffenheim antritt? Trainer Uwe Neuhaus und seine Spieler wollen in der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) alles daran setzen, dem 1:0-Erfolg gegen Hertha BSC einen weiteren Dreier folgen zu lassen.

Ohne übermütig zu klingen, rechnen sich die Bielefelder im Kraichgau etwas aus. Die Gastgeber sind nach einem starken Saisonstart in eine Krise geraten, mit dem negativen Höhepunkt am vorigen Spieltag: beim FC Schalke 04 verlor Hoffenheim 0:4. Eine Niederlage gegen den DSC könnte für einige Turbulenzen beim Dietmar-Hopp-Klub sorgen, der vor der Saison eigentlich wieder die Europapokalplätze angepeilt hatte.

„In Topform gehören sie zu den besten Teams der Liga“, sagt Neuhaus über den kommenden Gegner. Allerdings präsentierten sich die TSG-Akteure von Topform zuletzt weit entfernt. Fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Pflichtspielen lautet die magere Bilanz der Mannschaft von Sebastian Hoeneß (38). Der im Sommer von Bayern München II verpflichtete Sohn von Dieter und Neffe von Uli Hoeneß wurde gefeiert, nachdem sein Team Ende September 4:1 gegen Bayern gewann. In der Europa League gewann die TSG die Gruppe L mit 16 Punkten aus sechs Spielen. In 15 Bundesligapartien sprangen allerdings erst 15 Zähler heraus. Hoffenheim ist damit Tabellen-14., einen Platz vor Arminia (13 Punkte).

Bei Prietl und Voglsammer „gehen wir kein Risiko ein“

Hoffenheim sei „ein Gegner, den wir schlagen können. Mit dem Wort ‚sollten‘ muss man vorsichtig umgehen. Sie sind sehr spielstark und erspielen sich viele Großchancen, nutzen davon aber wenige. Ich hoffe natürlich, dass der Knoten nicht gegen uns platzt“, sagte Uwe Neuhaus. „Sie haben gerade nicht ihre beste Phase, das wollen wir ausnutzen“, kündigte der 61-Jährige an.

Wie auch gegen die Hertha fehlt Dauerläufer Manuel Prietl ebenso wie der schon länger pausierende Andreas Voglsammer (jeweils muskuläre Probleme). „Bei beiden gibt es im Aufbautraining immer wieder gute Fortschritte, aber bei manchen Bewegungen gibt es Problemchen. Das wirft sie zurück. Wir sind vorsichtig und gehen kein Risiko ein, da wir in den nächsten Wochen und Monaten eine ganze Menge an Spielen haben“, sagte Neuhaus. Für Prietl wird wieder Fabian Kunze im defensiven Mittelfeld beginnen, da legte sich der Trainer fest. „Natürlich“ werde Kunze anspielen. „Gegen Hertha hat er seine Aufgabe ganz hervorragend gelöst, wie immer“, lobte Neuhaus den 22-Jährigen.

Generell finde sich seine Mannschaft inzwischen besser in der Bundesliga zurecht, meinte der Fußballlehrer. Anfangs habe es noch Schwierigkeiten auch wegen der Namen der Gegner gegeben. Gegen die Topklubs war der Respekt also zu groß. „Nach und nach hat die Mannschaft immer besser adaptiert und ist stabiler geworden“, urteilte Neuhaus. Nun würden aber auch die Ansprüche wachsen. „Wenn eine Mannschaft zeigt, wozu sie in der Lage ist, kann man es auch verlangen. Die Mannschaft muss nun eine gewisse Konstanz zeigen“, forderte der Trainer.

Startseite
ANZEIGE