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Doch der jüngste Sieg über Bochum hat offenbart, dass bei Arminia noch nicht alles perfekt läuft

Die erste Neuhaus-Bilanz: 100 Tage, 10 Spiele, 19 Punkte

Bielefeld (WB). 2,07 Jahre ist Uwe Neuhaus laut transfermarkt.de durchschnittlich als Trainer bei einem Fußballklub im Amt. Um diesen Wert auch bei Arminia zu erreichen, hat er noch einiges vor sich. Am 20. März 2019 ist der 59-Jährige exakt seit 100 Tagen beim Zweitligisten angestellt.

Dirk Schuster

Mit Uwe Neuhaus geht es für den DSC Arminia steil nach oben. Foto: dpa

Nach Wattenscheid II, VfB Hüls, Borussia Dortmund II, Rot-Weiss Essen, Union Berlin und Dynamo Dresden ist Arminia seine siebte Station. Die erste Zwischenbilanz fällt positiv aus. Am 11. Dezember 2018 stand Neuhaus zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz. Nur drei Tage später gab es bereits Grund zum Feiern. Unter dem Jeff-Saibene-Nachfolger gewannen die Ostwestfalen mit 2:1 in Kiel. Es war der erste von bislang sechs Dreiern unter Neuhaus.

Vieles gut, aber nicht alles perfekt

Den Abstiegskandidaten Arminia hat er innerhalb von nur gut drei Monaten ins gesicherte Tabellen-Mittelfeld geführt. 19 Punkte aus zehn Spielen – das ist die Ausbeute eines Aufstiegsaspiranten. Einen besseren Schnitt hatte Neuhaus nirgendwo sonst. In einer Tabelle, in der nur die Spieltage berücksichtigt sind, seit er Trainer in Bielefeld ist (17. bis 26. Spieltag), belegt der DSC Relegationsrang drei. Zuletzt gab es ein 3:1 gegen den VfL Bochum .

In der Tabelle sind lediglich jene zehn Spieltage berücksichtigt, seit Uwe Neuhaus Trainer von Arminia Bielefeld ist (17. - 26. Spieltag). Die ausgefallenen Spiele Fürth - Dresden (4.4.) und Duisburg - Köln (10.4.) müssen noch nachgeholt werden. Foto:

Es läuft vieles gut nach 100 Tagen Neuhaus, aber noch nicht alles perfekt. »Es reicht manchmal eine Aktion wie die von Joan Simun Edmundsson, in der er den Ball risikoreich zurückspielt, um die Mannschaft ein bisschen zurückzuwerfen«, analysierte der Coach nach dem Westfalenderby. Bochum kam durch den Fehlpass des Färingers nach rund einer halben Stunde zu einer riesigen Chance und verpasste die Führung nur knapp. Ein Wirkungstreffer für die bis dahin überlegenen Arminen. Neuhaus: »Der eine oder andere hat sich in den folgenden 15 Minuten bis zur Pause ein bisschen versteckt. Daran müssen wir unbedingt arbeiten, denn dazu besteht überhaupt kein Grund. Wir müssen trotzdem das Selbstvertrauen haben, unsere Aktionen weiter durchzuführen und immer anspielbar bleiben.«

»Wir haben unseren Anhängern gegenüber eine Verpflichtung«

Positiv war, dass das Team auch unter ihm wieder alte Comeback-Qualitäten gezeigt hat. 17 Zähler hat der DSC, der aus einem 0:1 ein 3:1 machte, in dieser Serie nach Rückständen schon gesammelt – Spitzenwert in der 2. Liga.

Auch wenn Arminia unter Neuhaus aufstiegsreif punktet – in dieser Serie fährt aufgrund der schwachen Hinrunde der Zug Richtung 1. Liga ohne Bielefeld ab. Dass nach unten ebenfalls nichts mehr passieren dürfte, ist sein Verdienst. Neuhaus verlangt, dass seine Profis hungrig bleiben: »Das ist unsere Aufgabe. Wir haben unseren Anhängern gegenüber eine Verpflichtung – und jeder sich selbst gegenüber ebenfalls.«

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